Neuheiten + Produkte
Schleifen
Turbo schafft Klarheit
12.12.2008
Gleich am Anfang der Härtetest: Öl macht es möglich
Gleich am Anfang der Härtetest
Das Öl läuft klar und ohne erkennbare Verunreinigungen durchs System. „Das war anfangs anders: Wir ließen das Öl im Kreislauf, das wir hatten – und das war alles andere als sauber”, bekennt Marcel Beier. Ein Härtetest, bei dem die Flawiler sogar noch eines draufsetzten: „Wir kippten sogar das Öl in den Kreislauf, das wir aus den Vliesen der alten Bandfilter herausgeholt hatten. Eine schwarze, undurchsichtige Brühe.” Man wollte wissen, wie gut die neue Anlage arbeitet, und ließ die Zentrifugen übers Wochenende laufen. „Und am Montag war unser Öl buchstäblich wie neu: Die Separatoren hatten alle relevanten Partikel ausgetragen. Wir würden heute nicht mehr den Umweg über einen Kerzenfilter gehen, sondern gleich in Separatoren investieren. Qualität darf ruhig etwas mehr kosten.”
Besonders angenehm ist, dass die effiziente Anlage mit wenig Platz auskommt. „Wir haben 2,5 m3 Öl im Kreislauf, und die Separatoren laufen 24 Stunden pro Tag an sieben Tagen die Woche”, erklärt Marcel Beier. „Dabei laufen 280 l/min durch die Zentrifugen. Die Mischung aus Hartmetall und HSS ist absolut problemlos, alles wird gleichmäßig per Fliehkraft ausgetragen.”
Beim Wechsel von Filtervliesen mussten die Zellstoffe sowie das gebundene Öl teuer entsorgt werden. Jetzt sind es nur noch die relativ trockenen Metallpartikel und andere Verunreinigungen, etwa von der Schleifscheibe. Mit dem Schleifschlamm geht kaum Öl verloren – die Flawiler mussten noch kein einziges Mal Öl nachfüllen. „Das saubere, wohltemperierte Öl bringt deutlich bessere Oberflächen”, betont Ruedi Beier. „Und auch die Schleifscheiben bleiben viel offener und wirksamer, wenn der Verschmutzungsgrad geringer ist.”
Marcel und Ruedi Beier machen sich bereits Gedanken über die noch bestehenden Insellösungen – insbesondere die zweite Reinecker: „Die ist mit einem Palettenlader ausgestattet und läuft rund um die Uhr. Da stößt der Kerzenfilter an Grenzen”, erklärt Marcel Beier. „Wir überlegen, die Maschine über eine dritte Zentrifuge ans Zentralsystem anzubinden und so die Vorteile auch für unser zweites Arbeitspferd zu nutzen.”
Profiwissen pur: Saubermann setzt auf Zentrifugalkraft
Zentrifugen nutzen die Massenträgheit zur Stofftrennung. Metallpartikel wandern aufgrund der höheren Trägheit im Öl nach außen und setzen sich an der Zentrifugenwand ab. Dabei verdrängen sie die Öl-Bestandteile mit niedrigerer Dichte, die hierbei zur Mitte gelangen und dort als Reinöl wieder abgesaugt werden können. Der Prozess ist gegenüber der Sedimentation aufgrund der Zenrtifugalkraft wesentlich schneller – Gegenkräfte wie die Adhäsion oder die thermische Molekularbewegung werden überwunden. Dabei ist die Wirkung desto besser, je weniger Schlamm sich an den Wänden abgesetzt hat. Regelmäßige Reinigungsintervalle unterstützen also ein hochwertiges Reinigungsergebnis.
- Turbo schafft Klarheit
- vVerbrauchsmaterial einkalkulieren
- Gleich am Anfang der Härtetest: Öl macht es möglich
Kapitel: | Zurück | 1 | 2 | 3 |





