Maschinen-Check

Bearbeitungszentrum RX 10 von Reiden

Fräsen im Duett

25.08.2009

Bearbeitungszentrum RX 10 von Reiden: Die RX 10 ist ein neues Bearbeitungszentrum, ausgerichtet für anspruchsvolle Komplettbearbeitungen. Mit zwei Antrieben im Fräskopf, (Double Drive Technology; DDT), einen für Leistungs-, den anderen für Hochgeschwindigkeitsfräsen, kann der Betreiber mit den Bearbeitungsparametern im technologischen  Optimum fahren. Sehr gute Zugänglichkeiten im Arbeitsraum und dynamische Maschinenachsen unterstützen ihn bei Realisierung eines reibungslosen Prozessablaufs.

Bearbeitungszentrum RX 10 von Reiden

reiden1
Das Maschinenbett und die Ständereinheit werden aus Mineralguss hergestellt und im ersten Schritt miteinander zu einer Einheit verklebt. Dies geschieht mit einer Spezialvorrichtung, wodurch die Geometrie (Winkligkeit) gegeben ist. Kräfte und Schwingungen nimmt die Kontur dann als Gesamteinheit auf. Das Bett in Schrägbettausführung verbessert die Steifigkeit und fungiert zugleich als Y-Achse. Darauf läuft ein NC-Rundtisch als C-Achse.
Bei der angegebenen maximalen Zuladung von 1 t auf dem Tisch kann die Maschine im Eilgang 60m/min erreichen, bei Beschleunigungen von 7 m/s2. Diese Werte garantieren eine dynamische Bearbeitung und werden in allen Linearachsen gefahren; auch in der Ständerbaugruppe durch zwei synchronisierte Antriebe für die Schlitteneinheit der Z-Achse.
Der X-Schlitten mit dem Fräskopf als A-Achse stellt das technologische Herzstück der Maschine dar. In der Kinematik der A-Achse hat Reiden langjährige Erfahrung, denn bei den Baureihen BFR und RS sind diese Schwenkkopfeinheiten ebenfalls integriert. Bei der Bearbeitung kann der Kopf von vertikaler Lage (0°) in horizontale Lage (90°) in 1,5 s geschwenkt werden. Durch das eingebaute direkte Messsystem ist stufenlos jede Position mit einer Auflösung von 0,001° anfahrbar. Geschwenkt wird über ein Schneckentrieb mit Duplex-Verzahnung, die Spielfreiheit garantiert. Im Fräsbetrieb ist die hydraulische Klemmung für den Kopf nach Erreichen der Sollposition automatisch aktiviert, da sonst der Schneckentrieb hohem Verschleiss ausgesetzt ist. Soll im Regelbetrieb bearbeitet werden – beispielsweise zu Einstellarbeiten – kann das über eine M-Funktion vorgewählt werden.

 

Kapitel: | 1 | 2 | 3 | 4 | Weiter |