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Dürr-Campus eingeweiht
15.10.2009
Im Beisein von Ministerpräsident Günther Oettinger und 200 Gästen hat Dürr heute seinen neuen Hauptsitz in Bietigheim-Bissingen eingeweiht. Der Dürr-Campus steht für offene Kommunikation, effiziente Arbeitsprozesse und ein ressourcenschonendes Energiekonzept. An dem Standort arbeiten rund 1.500 Menschen, etwa 900 von ihnen sind vor wenigen Wochen vom ehemaligen Hauptsitz in Stuttgart-Zuffenhausen dorthin umgezogen.Dürr investierte rund 65 Mio. EUR in die Erweiterung und Modernisierung des Standortes mit einer Gesamtfläche von 71.000 m2. Geprägt wird der Dürr-Campus von einem neuen, anthrazitfarbenen Bürokomplex für Engineering, Vertrieb und Verwaltung. Das markante Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 39.000 m2 fügt sich aus drei verbundenen Pavillons zusammen und verkörpert das Campus-Konzept schneller Kommunikation und kurzer Wege.
Auch für Forschung und Entwicklung bietet der Campus zusätzlichen Raum. Dafür wurde das Technologiezentrum, wo Dürr neue Lackier- und Montageverfahren testet, um 2.400 m2 erweitert. Zur Schulung von Kunden und Mitarbeitern hat Dürr ein modernes Trainingszentrum eingerichtet. Dort stehen unter anderem fünf Roboterzonen für praxisorientierte Anwendertrainings zur Verfügung.
Die Bauarbeiten auf dem Dürr-Campus begannen im Herbst 2007 mit der Errichtung einer neuen Logistikhalle und dem Ausbau des Technikums. Der neue Bürokomplex wurde nach nur 15 Monaten Bauzeit im Juli 2009 termingerecht fertig gestellt.
Bei der Eröffnung sagte Ralf Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: ‘Der Campus ist ein Signal, dass wir an die Zukunft und das Wachstum unserer Märkte glauben. Er bietet unseren Mitarbeitern ein modernes Arbeitsumfeld, in dem sie ihre Fähigkeiten optimal entfalten können. Zudem ist er Rückgrat, Denkfabrik und Innovationszelle unseres Geschäfts.’
Die wichtigste Vorgabe bei der Planung des Campus lautete, die Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten und den Austausch zwischen den Mitarbeitern zu fördern. Daher wurden Kommunikationshürden, zum Beispiel Einzelbüros, Trennwände und Türen, auf ein Minimum reduziert. Stattdessen herrschen Open-Space-Büros vor, in denen Abteilungen räumlich ineinander übergehen und informelle Kommunikation entsteht.
Bei der Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen geht Dürr mit dem Konzept ‘Campus Energy 21′ neue Wege. Es kombiniert regenerative Energiequellen wie Tiefengeothermie, Erdwärmetausch, Wärmerückgewinnung und Fotovoltaik. Zudem steht ‘Campus Energy 21′ für eine energiesparende Bauweise mit effektiver Isolierung, tageslichtgesteuerter Beleuchtung und Betonkernaktivierung. In Summe senkt das Konzept den Energieverbrauch um 50% und die CO2-Emissionen sogar um 60%.
Ministerpräsident Günther Oettinger würdigte die Standorttreue von Dürr und den Entschluss, ‘nicht nur in Baden-Württemberg zu bleiben, sondern hier zu investieren’. Als ‘erste Adresse für Innovation’ habe Dürr mit dem Bau des Campus ‘in der Rezession ein klares Zeichen gegen die Depression gesetzt.’
Die Planung des Dürr-Campus stammt von den Stuttgarter Architekturbüros AIG Planungsgesellschaft und Schreiner Architekten. Für die neue Logistik und den Anbau an das Technologiezentrum wurden außerdem die Planer des Stuttgarter Werkteams hinzugezogen.
Der Campus ist der größte Standort des Dürr-Konzerns. Der weltweit tätige Maschinen- und Anlagenbauer hat hier seine Deutschland-Aktivitäten in der Lackier-, Montage- und Umwelttechnik gebündelt. Zuvor war dieses Geschäft auf die Standorte Stuttgart-Zuffenhausen und Bietigheim-Bissingen verteilt. Den Standort Stuttgart-Zuffenhausen hat zwischenzeitlich die benachbarte Porsche AG übernommen. Mit rund 1.500 Mitarbeitern ist Dürr der größte Arbeitgeber in Bietigheim-Bissingen. Der rechtliche Firmensitz von Dürr verbleibt auch weiterhin in Stuttgart.
Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Rund 85% des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus beliefert Dürr die Flugzeugindustrie, den Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik. Die Dürr-Gruppe agiert mit zwei Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems bietet Produktions- und Lackiertechnik, vor allem für Automobilkarosserien. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Weltweit verfügt Dürr über 44 Standorte in 20 Ländern. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte der Konzern mit rund 6.100 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,6 Mrd. EUR.
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