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Guss Gruppe reduziert Produktionskapazitäten
24.11.2009
Die Geschäftsführung der Schmolz + Bickenbach Guss Gruppe gab heute die Schließung ihres Produktionsstandorts Monheim zum Ende des Jahres bekannt. Das Werk ist hauptsächlich auf den Produktbereich Schleuderguss fokussiert. Dieses Angebotsspektrum deckt der Edelstahlgussexperte zukünftig durch erweiterte internationale und nationale Handelsaktivitäten ab.
Für die Kunden der Schmolz + Bickenbach Guss Gruppe hat die Schließung des Produktionsstandorts keine Auswirkungen. Alle bisher von Monheim aus mit Schleuderguss belieferten Kunden erhalten ihre Lieferungen unverändert weiter – bestehende Aufträge werden termingerecht abgearbeitet. „Wir bieten unseren Kunden auch in Zukunft die gesamte Produktpalette des Edelstahlgusses aus einer Hand. Gewährleistet wird dies durch Handelsaktivitäten mit qualifizierten internationalen und nationalen Partnern“, erklärt Matthias Pampus-Meder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Schmolz + Bickenbach Gruppe . Die anderen drei Werke der Guss Gruppe in Krefeld, Ennepetal und Kohlscheid sind von der aktuellen Maßnahme nicht betroffen. Hier wird unverändert weiterproduziert.
Mit der Schließung des Produktionsstandorts Monheim reagiert die Guss Gruppe auf den durch die allgemeine Wirtschaftslage verursachten Auftragseinbruch beim Schleuderguss – dieser lag zuletzt bei 80 Prozent. Dabei geht der Edelstahlgussexperte davon aus, dass sich dieser Bereich auch mittel- bis langfristig nicht wieder erholen wird. So ist beispielsweise der ehemalige Schlüsselmarkt Bioethanol fast vollkommen weggefallen. „Im Bereich des Schleudergusses bestehen erhebliche Überkapazitäten am Markt. Um unseren Produktionsstandort Monheim in einen wettbewerbsfähigen Zustand zu versetzen, wären Investitionen notwendig, die unter den jetzigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu realisieren sind“, erklärt Matthias Pampus-Meder die aktuelle Entscheidung. Um die Zukunftsfähigkeit der Gruppe langfristig zu sichern, sah der Edelstahlgussexperte deshalb keine Alternative zu dem beschlossenen Vorgehen.
Das Werk in Monheim ist seit Anfang 2009 in Kurzarbeit. Bereits im Juni wurde der Formgussbereich geschlossen und die Produkte auf die anderen drei Standorte der Guss Gruppe in Kohlscheid, Ennepetal und Krefeld verlagert. Schon damals hatte die Schmolz + Bickenbach Guss Gruppe 20 Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft ausgegliedert. In Monheim sind rund 60 Mitarbeiter von der Schließung betroffen. „Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst – vor allem vor dem Hintergrund des langjährigen Engagements unserer Monheimer Mitarbeiter. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage ist es uns aber leider nicht möglich, den Beschäftigten adäquate Arbeitsplätze innerhalb der Gruppe anzubieten“, so Matthias Pampus-Meder.
Im Mittelpunkt der bereits angelaufenen Gespräche mit dem Betriebsrat stehen deshalb der Interessenausgleich und ein Sozialplan. Ziel ist ein Übergang der Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft. „Wir hoffen die sozialen Nachteile so bestmöglich mildern zu können“, unterstreicht Matthias Pampus-Meder. Und weiter: „Darüber hinaus soll den Mitarbeitern dadurch eine weiterführende Qualifizierung ermöglicht werden, die die Arbeitsmarktfähigkeit der betroffenen Menschen weiter steigern wird.“
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