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Dürr blickt nach schwierigem Geschäftsjahr 2009 optimistischer in die Zukunft
22.02.2010
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Jahr 2009 infolge der Wirtschaftskrise einen ungemein starken Einbruch. Auch Dürr litt unter dieser Entwicklung. Nach vorläufigen Zahlen ging der Auftragseingang des Konzerns um 19% auf 1.185 Mio. € zurück. Damit entwickelte sich Dürr allerdings deutlich besser als der Durchschnitt des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, der einen Bestellrückgang von 38% verzeichnete.
Der Auftragseingang von Dürr verbesserte sich im Jahresverlauf 2009 kontinuierlich und lag im vierten Quartal 81% über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Umsatz fiel im Geschäftsjahr 2009 um 33% auf 1.078 Mio. €. Dafür war neben dem schwachen Auftragseingang zwischen Ende 2008 und Mitte 2009 auch der überraschend starke Rückgang im Service-Geschäft verantwortlich. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 1,0 Mrd. € um 8% über dem Vorjahreswert und stellt somit eine gute Ausgangsposition für 2010 dar. Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, betrug 1,1.
Das operative Ergebnis (EBIT vor Einmalaufwand) war mit 25 Mio. € wie erwartet klar positiv (Vorjahr 73 Mio. €). Auch nach Restrukturierungskosten und anderen Einmalaufwendungen war das EBIT mit 6 Mio. € positiv. Vor allem aufgrund von steuerlichen Sondereffekten betrug das Ergebnis nach Steuern -26 Mio. €. Der operative Cashflow verbesserte sich 2009 von Quartal zu Quartal und verdreifachte sich gegenüber dem Vorjahr auf 95 Mio. €. Die Nettofinanzverschuldung konnte Dürr zum Jahresende komplett abbauen. Erstmals seit zehn Jahren wurde damit ein positiver Finanzstatus erzielt. Die Eigenkapitalquote lag mit 31% über der Zielgröße von 30%. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich zum Jahresende 2009 um 7% auf 5.712 Personen.
Ausblick
Für 2010 geht Dürr aus heutiger Sicht von einer stabilisierten und insgesamt positiven Entwicklung aus. Nachdem der letztjährige Ausblick durch die Wirtschaftskrise von sehr großer Unsicherheit geprägt war, hat sich die Prognosesicherheit für 2010 verbessert. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2009 – rund 80% davon werden 2010 zu Umsatz -, die anstehenden Neuprojekte in den Emerging Markets und die erwartete Erholung im Service-Geschäft werden 2010 zu einer Umsatzausweitung von mindestens 7% führen. Das EBIT wird sich aus heutiger Sicht aufgrund der umgesetzten Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen deutlich verbessern und das Ergebnis nach Steuern mindestens die Nulllinie erreichen.
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