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Eifeler-Übernahme von Cemecon ist geplatzt
26.02.2010
Der auf der Gläubigerversammlung Mitte November beschlossene Verkauf der Vermögenswerte der Cemecon AG an ein Firmenkonsortium kommt nicht zustande. Nach dem Ausstieg der Eifeler Werkzeug GmbH (Düsseldorf) und anschließend der H.I.G. European Capital Partners (Hamburg) können die verbliebenen Unternehmen 1C Group AG (Schweiz) und Enalog Ventures GmbH (Wien) die Finanzierung so kurzfristig nicht sicherstellen, um wie vereinbart den Kaufver-trag bis zum 15. Dezember unterschreiben zu können. Dies teilten die Verantwortlichen dem Insolvenzverwalter des Aachener Anlagebauers und Produzenten von Hightech-Beschichtungen, Rechtsanwalt Thomas Georg, Freitagabend mit.
„Ich bedaure diese Entwicklung, weil auch die Gläubiger diesen Verkauf befürwortet ha-ben“, sagt Georg. Auf den laufenden Geschäftsbetrieb habe sie aber keinen Einfluss. „Unsere Restrukturierungsmaßnamen greifen, das Unternehmen schreibt wieder schwarze Zahlen. Die Arbeitsplätze sind auf dieser Basis gesichert“, sagt der Insolvenzverwalter.
Georg wird nun in den kommenden Monaten einen Insolvenzplan entwickeln. „Damit haben mich die Gläubiger im November auf der Gläubigerversammlung beauftragt, wenn der Verkauf nicht zustande kommen sollte“, sagt der Insolvenzverwalter. Er sieht gute Chancen, dass die Cemecon AG durch diesen Plan endgültig auf soliden Füßen stehen kann und gleichzeitig die Interessen der Gläubiger gewahrt werden. „Cemecon ist auf einem guten Weg, den wollen wir beibehalten“, sagt Georg.
Die Verantwortlichen von Cemecon hatten Mitte Juni beim zuständigen Amtsgericht An-trag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Das Gericht hatte daraufhin Thomas Georg von der auf Insolvenzen spezialisierten Aachener Kanzlei Mönning & Georg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Grund für den Insolvenzantrag war die Wirtschaftskrise und dabei insbesondere die starke Branchenkri-se, die bei Cemecon zu einem Umsatzrückgang von bis zu 50 Prozent im Bereich Be-schichtung und bis zu 80 Prozent im Bereich des Anlagenbaus führte. Georg führte den Geschäftsbetrieb seit Insolvenzantragstellung fort.
Er setzte umfangreiche Sanierungs-maßnahmen um, passte Cemecon an die veränderten Marktbedingungen an und konnte so etwa 150 Arbeitsplätze sichern. Auf der Gläubigerversammlung Mitte November ha-ben die Gläubiger beschlossen, die Vermögenswerte an ein Firmenkonsortium zu ver-kaufen. Wenn dieser Verkauf nicht zustande kommen würde, sollte Georg das Unter-nehmen über ein Insolvenzplanverfahren auf sichere Beine stellen und so aus der Insolvenz führen.
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