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VDMA: Maschinenbau blickt nach vorn

21.04.2010

Die Produktion im Maschinenbau lag in den ersten beiden Monaten des Jahres 11,5 Prozent unter Vorjahresniveau. Im Januar lag die Kapazitätsauslastung bei 72,3 Prozent, weit unter dem langjährigen Durchschnitt von 86,4 Prozent. Ende Februar beschäftigte die Branche 909 Tausend Personen, 12 Tausend Personen weniger als im Dezember. Die Zahl der Kurzarbeiter lag im Dezember bei 171 Tausend Personen.

„Wir sehen keinen Anlass, unsere Anfang Februar bestätigte Prognose zu ändern. Aber eine ‚schwarze Null’ gilt aus unserer Sicht als sicher“, so VDMA Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse zur aktuellen Lage des deutschen Maschinenbaus auf der Hannover Messe Pressekonferenz des Verbandes am Montag in Hannover. „Wie nachhaltig diese Aufwärtsentwicklung sein wird, muss sich noch beweisen. Das Auslaufen der Konjunkturprogramme sowie der positiven lagerzyklischen Effekte, die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte, die künftige Zinspolitik der Notenbanken, die anhaltenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten einschließlich der weltweit erschwerten Kreditvergabe setzen Fragezeichen“, so Hesse.

Deutscher Maschinenbau bleibt Exportweltmeister
Auch wenn noch nicht alle Jahreswerte des internationalen Außenhandels 2009 vorliegen, bestätigt sich die Vermutung: Anderen ging es auch schlecht. In den USA, Maschinenexporteur Nummer zwei weltweit, betrug der Rückgang der Exporte 19,3 Prozent auf 71,3 Milliarden Euro. Selbst China exportierte 16,6 Prozent weniger, 53,4 Milliarden Euro. „Damit konnten die Deutschen – trotz einem Minus von 23 Prozent – ihren Exportweltmeistertitel mit einem Auslandsumsatz von 110,9 Milliarden Euro erfolgreich verteidigen“, erklärte der VDMA Hauptgeschäftsführer.

In China konnten die Deutschen ihre Position sogar mit einem Plus von vier Prozent als zweitgrößter Lieferant leicht ausbauen auf 11,4 Milliarden Euro. Es folgen die Lieferungen in die USA mit 8,4 Milliarden Euro, Frankreich mit 7,4 Milliarden Euro, Italien mit 4,9 Milliarden und Großbritannien mit 4,8 Milliarden Euro

Auf Fachzweigebene spiegelt sich die starke Rolle des deutschen Maschinenbaus deutlich wider. In 18 von 30 international vergleichbaren Gruppen sind die deutschen Hersteller Weltmarktführer (Fördertechnik, Antriebstechnik, Werkzeugmaschinen, Landtechnik, Nahrungsmittel-maschinen und Verpackungsmaschinen etc.). In elf übrigen stehen sie auf Platz zwei und drei. Die chinesischen Hersteller belegen inzwischen allerdings in sechs von 30 Teilbranchen Platz 1 (Allgemeine Lufttechnik, Bekleidungs- und Ledertechnik, Armaturen etc.)

Drei Viertel der deutschen Maschinenimporte kommen aus Europa
Deutschland ist mit insgesamt 39 Milliarden Euro der bei weitem größte Importeur in Europa. Drei Viertel der Maschinenimporte in Höhe von 29 Milliarden Euro kommen aus Europa, nur 6 Milliarden aus Asien und 3,2 Milliarden aus Nord-Amerika. Italien hatte mit 4,2 Milliarden Euro den größten Anteil (10,7 Prozent), gefolgt von der Schweiz mit 3,9 Milliarden Euro (10,1 Prozent), Frankreich mit 3,2 Milliarden Euro (8,1 Prozent), USA mit 3 Milliarden (7,7 Prozent) und Österreich mit 2,6 Milliarden (6,6 Prozent).

Italien – größter ausländischer Anbieter in Deutschland und viertwichtigster Absatzmarkt für deutsche Maschinenbauer
Nach China, den USA und Frankreich ist Italien der viertstärkste Absatzmarkt für deutsche Maschinenbauer, mit einem Volumen von knapp fünf Milliarden Euro. Deutschland ist wichtigster ausländischer Anbieter in Italien. Fast ein Drittel der importierten Maschinen kommen aus Deutschland, insbesondere Produkte der Antriebstechnik, der Fördertechnik und der Allgemeinen Lufttechnik. Auf dem deutschen Markt sind die Italiener mit einem Importanteil von 4,2 Milliarden Euro (10,7 Prozent) größter Anbieter.


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