Schwerpunkt
Toolmanagement
Lohnende Investition
06.07.2010
Werkzeuglogistik: Mit den beiden Bausteinen auf Basis der Werkzeugverwaltungssoftware AutoTAS 5 und dem Werkzeugausgabesystem EasyPick hat Sandvik Coromant Tools zur Optimierung der Werkzeugorganisation im Portfolio. Damit sollen sich die Werkzeugkosten im ersten Jahr um bis zu 20 Prozent reduzieren lassen.
Das Werkzeugverwaltungs- und Rationalisierungssystem AutoTAS 5 von Sandvik soll eine sichere und transparente Bestandskontrolle von Werkzeugen und Betriebsmitteln aller Art ermöglichen. Ein Merkmal ist die bedienerfreundliche und selbsterklärende Benutzeroberfläche. Das System unterstützt die Einzelteilverwaltung, allgemeine Lagerverwaltung sowie die Ansteuerung der automatisierten EasyPick-Werkzeugausgabesysteme. Darüber hinaus bietet AutoTAS Ersatzteillisten, umfangreiche Reportmöglichkeiten und eine gezielte Unterstützung von Einkaufsprozessen wie auch Anbindung an den elektronischen Sandvik-Katalog. Hinzu kommen umfangreiche Importoptionen für verschiedene Dateiformate. Die von Sandvik Coromant in Zusammenarbeit mit TDM-Systems entwickelte Software wird Teilnehmern von Werkzeuglogistik-Projekten kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Das Werkzeugentnahmesystem
EasyPick-Spiral stellt bis zu 63 verschiedene Betriebsmittel rund um die Uhr automatisch zur Verfügung. Neben dem Spiralausgabesystem stehen dafür auch Schranklösungen zur Verfügung, bei denen einzelne Klappen oder komplette Schubladen angesteuert werden können. Hier sind in einer Schranklösung zwischen 24 bis 648 Lagerplätze realisierbar.
Sichere Bestandsverwaltung
EasyPick soll nicht nur höchste Verfügbarkeit und eine sichere Bestandsverwaltung gewährleisten, sondern auch den
Verwaltungsaufwand reduzieren und den Lagerumschlag erhöhen. Dadurch sinken nach Angaben des Herstellers Stillstandszeiten bei Maschinen, Anwender können ihre Planungsqualität verbessern sowie Zeit und Kosten einsparen. Dazu trägt auch die bevorzugte Herausgabe von instandgesetzten Werkzeugen bei, die ein gezieltes Auslaufen und Verbrauchen von Altbeständen ermöglicht.
„Besonders wichtig ist für unsere Kunden das durch die optimierte Werkzeugorganisation geschaffene, präzise und vollständige Bild des Werkzeugeinsatzes. Diese neue Datenbasis ist Ausgangspunkt gemeinsamer Optimierungsaktivitäten, die der Kunde zusammen mit unseren Technikern vorantreibt, um seine Produktionskosten nachhaltig zu senken“, so Damian Göppert, Leiter Direktvertrieb bei Sandvik Coromant.
Sandvik Coromant bietet neben Lösungen für die Optimierung der Werkzeugorganisation auch die Installation der Systeme und eine entsprechende Schulungsmaßnahme für Mitarbeiter an. Eine erfolgreiche Implementierung solcher Projekte setzt auf Anwenderseite Engagement und personelle sowie finanziellen Ressourcen voraus: Um das gesamte Potenzial der Systeme zum Tragen zu bringen, muss sich deren Datenqualität im Arbeitsalltag weiterentwickeln. Je besser die Daten gepflegt sind, desto leichter lassen sich verdeckte Kosten, zum Beispiel Servicekosten wie für das Nachschleifen oder Beschichten von Werkzeugen identifizieren. Reine Daten zum Beispiel zu Stückzahl und Anschaffungspreis können die wahre Kostenstruktur nur unzureichend wiedergeben. Insbesondere wenn das Projekt auf eine durchgängige und umfassende Reorganisation im Werkzeugbereich abzielt, sollte ihm gerade in der Anfangsphase hohe Priorität eingeräumt werden.
Der Aufwand lohnt sich, denn Erfahrungswerte aus einer Vielzahl von Projekten belegen, dass ein effizientes Tool-Management die Werkzeugbestellungen bereits innerhalb der ersten drei Monate um bis zu 20 Prozent reduziert. „Das ist ein klares Zeichen dafür, dass rückgeführte Sicherheitsbestände in Verbindung mit einem neu ausbalancierten Werkzeugumlaufbestand signifikante Einsparungen nach sich ziehen“, so das Resümee von Frank Höffges, Teamleiter Werkzeuglogistik bei Sandvik Coromant. „Insgesamt stellt sich der ROI nach zehn bis 18 Monaten ein“, so Höffges. „Eine detaillierte Bewertung des Einsparpotenzials benötigt umfassende, genaue Informationen zum Werkzeugbestand und zur Werkzeugnutzung. Denn die meisten Kunden wissen um ihr Optimierungspotenzial, sie können die konkreten Verbesserungen allerdings erst durch die Einführung einer leistungsfähigen Werkzeugorganisation messen und beziffern.“




