Schwerpunkt
Toolmanagement
Offene Systemlösung
06.07.2010
Werkzeugausgabesysteme: Maschinenbauer ProMinent Dosiertechnik bevorrratet in vier Matrix-Schränken von Iscar 1330 Werkzeuge. Steuerung und Software sind optimal auf die Werkzeugverwaltung des Anwenders abgestimmt. Vorteil: Hohe Werkzeugverfügbarkeit und optimale Lagerhaltung reduzieren die Kosten.
ProMinent ist Hersteller von Komponenten und Systemen für das weite Feld der Fluid-Dosiertechnik sowie anerkannter Technologie- und Lösungspartner für die Wasseraufbereitung im großen Stil. Um den eigenen sehr hohen Qualitätsansprüchen sowie denen der internationalen Kundschaft dauerhaft gerecht zu werden, und um spezifisches Know-how sicherzustellen, produziert das Unternehmen die Komponenten, Baugruppen und Endgeräte mit hoher Fertigungstiefe in Eigenregie. Der für die Produktion von Pumpen- und Armaturenteilen benötigte Maschinenpark umfasst unter anderem 15 CNC-Dreh- und Fräsmaschinen sowie Bearbeitungszentren. Damit ist man in der Lage, Dreh- und Frästeile im Durchmesserbereich ab 5 und bis 400 mm sowie in Längen ab 10 und bis 200 mm präzise und wirtschaftlich zu fertigen.
Die Stückzahlen liegen nach Auskunft von Klaus Bartl, Abteilungsleiter CNC-Technik und Werkzeugbeschaffung bei ProMinent in Heidelberg, zwischen ein bis maximal 500 Stück, wobei sich der Großteil der Auftragslose zwischen fünf und 100 Stück bewegt. Weiter führt er aus: „Für unterschiedliche kundenspezifische Anforderungen haben wir eine Vielfalt an Dosierköpfen sowie eine Vielzahl entspechender Einzelteile im Angebotsportfolio.“
Zu hohe Werkzeugkosten
Entsprechend umfangreich stellt sich der Bedarf an verschiedensten Zerspanwerkzeugen für die Dreh- und Fräsbearbeitung dar, und dieser Umstand machte Bartl und Kollegen mehrfach zu schaffen. Zum einen ließ sich der Werkzeugverbrauch nicht immer dem entsprechenden Werkstück-/Auftrag und der Kostenstelle/Maschine zuordnen. Zum anderen waren die Werkzeugkosten schlicht zu hoch, und zudem wurden von den Werkern verschiedentlich auch Werkzeuge „gehortet“, um im Verschleißfall arbeitsfähig zu bleiben.
Am Ende einer umfangreichen Evaluation kristallisierte sich heraus, dass sich das Werkzeugausgabe- und Managementsystem Matrix von Iscar Germany am besten für die Belange der ProMinent Dosiertechnik eignet. Dazu sagt Bartl: „Wir haben Bearbeitungszentren mit 60 bis 80 und demnächst sogar 170 verschiedenen Werkzeugen im Magazin. Fast für jedes Bauteil muss trotzdem neu gerüstet werden, so dass, wie schon angedeutet, eine große Werkzeugvielfalt gegeben ist. Dies führte im Schichtbetrieb immer wieder zu Problemen, weil etwa die 2. Schicht dringend benötigte Werkzeuge entnahm und der entsprechende Informationsfluss nicht gewährleistet war, so dass oftmals sofort gebrauchte Werkzeuge einfach nicht mehr zur Verfügung standen. Darüber hinaus wurden Werkzeuge gehortet, was zwar verständlich ist und Arbeitsunterbrechungen vermeiden half, jedoch die Bevorratung sehr unübersichtlich machte und die Kosten weiter in die Höhe trieb. Dem wollten wir ein Ende machen und das und noch mehr ist uns mit Hilfe der Matrix-Werkzeugausgabesysteme von Iscar sehr wohl gelungen.“
Von den Vorteilen des praxisgerechten Systems überzeugten sich die Verantwortlichen von ProMinent anhand von
Messebesuchen, einer Benchmark und Referenzen, so dass heute vier Matrix-Schränke inklusive Basissoftware installiert sind. Dazu meint Manfred Nowy, Business Unit Manager CTMS (Commodity Tool Management Services) bei Iscar Germany: „Ein großer Vorzug beim Matrix-Schrank ist die freie Schubladeneinteilung gegenüber den Schränken der Wettbewerber mit festen Einteilungen. Während wir im Bedarfsfall ProMinent in den vier Matrix-Schränken aktuell 1330 unterschiedliche Dreh-, Bohr-, Fräs-, Senk- und Gewindewerkzeuge lagern und bevorraten, wäre dies bei anderen Schränken wegen der schlechten Flächennutzung sowie damit verbundener Kapazitätsverluste so gar nicht möglich gewesen. Außerdem sind bei uns die Steuerung und die Software optimal auf die Werkzeugverwaltung abgestimmt und erlauben außerdem die Implementierung von kundenseitigen Software-Modulen mit speziellen Programmen, zum Beispiel zur Lagerung von neuen oder auch von geschliffenen Werkzeugen.“
Aufgabe gehorteter Bestände
Abschließend meint Bartl: „Wir haben nicht nur unsere Ziele, bezüglich Reduzierung der Werkzeuge und der Beschaffungskosten sowie klare Zuordnung der Werkzeuge zu den Aufträgen beziehungsweise Kostenstellen, sondern eigentlich viel mehr erreicht. Die Werker haben ihre gehorteten Bestände aufgegeben und sind im Umgang mit teuren Werkzeugen sensibler geworden, was uns deutliche Einsparungen brachte, weil wir für einige Zeit weniger Werkzeuge beschaffen mussten und an den Schränken nur begrenzte Entnahmen zu verzeichnen waren. Zudem werden vermehrt geschliffene VHM-Bohrer genutzt, während man früher nach neuen Bohrern verlangte. Wir konnten über die höhere Werkzeug-Verfügbarkeit die Stillstandszeiten der Maschinen verringern, das Handling minimieren, die Ordnung und die Übersicht verbessern und die Beschaffung sowie die Lagerhaltung optimieren. Die zwei mal zwei Matrix-Schränke haben sich schnell amortisiert.“




