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Sonderteil D+A+CH
Groß, grösser, C60
25.08.2010
Mit dem Bearbeitungszentrum C60 stößt Hermle in eine neue Dimension vor. Man hat sich bei der neuen Maschinen eng an die bisherige Maxime gehalten: hochdynamisch und 5-achsig.
Mit dem neuen 5-Achs-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C60 U dynamic präsentiert die Hermle AG, Gosheim, die bisher größte Maschine der Unternehmensgeschichte. Konsequent für die 5-Achsen-Simultan- und Komplettbearbeitung ausgelegt und konstruktiv an die bewährte, modifzierte Gantry-Bauweise angelehnt, positioniert sich die Neuvorstellung im Bereich der leistungsfähigen Maschinen für die universelle Präzisionsbearbeitung. Marketingleiter Udo Hipp: „Die Hermle AG ist damit in der Lage, die bestehende Kundschaft auch im Bereich der Bearbeitung sehr großer und bis zu 2.500 kg schwerer Werkstücke zu bedienen.“
Einsatz sehr kurzer Werkzeuge
Hermle-Anwender müssen nicht umdenken, weil nach wie vor drei Achsen im Werkzeug und zwei Achsen im Werkstück liegen. Ausgehend von den mit X = 1200, Y = 1300 (plus 450 mm Pick-up-Weg für den Werkzeugwechsel) und Z = 900 mm großen Verfahrwegen, können Werkstücke bis maximal 1400 mm Störkreisdurchmesser bearbeitet werden, bei einer Höhe von 900 mm.
Durch die Achsanordnung zwischen den X-Y-Z Achsen und den Achsen im NC-Schwenkrundtisch kann laut Udo Hipp mit sehr kurzen Werkzeugen gearbeitet werden. Und weiter: „Da die Dimensionierung des Arbeitsbereichs ausschließlich an der 5-Achsen-Bearbeitung orientiert ist, zeigt sich die Y-Achse, bedingt durch den erforderlichen Freiraum beim Schwenken des Werkstücks, länger als die X-Achse.“
Adäquat zur Maschinengröße gibt es die Werkzeugschnittstellen SK 40/HSK-A 63 sowie SK50/HSK-A 100. In der großkalibrigen Version können im Magazin bis zu 50 Werkzeuge mit einer maximalen Länge von 500 mm und bis zu 30 kg Gewicht Platz finden. Die Werkzeugwechselzeit beträgt 9,5 s (Span-zu-Span). Zusätzlich gibt es modulare Magazinerweiterungen, um anspruchsvolle Werkstücke oder auch ganze Teilefamilien ohne weitere Werkzeugum- und -aufrüstungen komplett bearbeiten zu können.
Meine Meinung
Mit der C60 erweitert Hermle sein Portfolio nach oben – zur richtigen Zeit und mit der richtigen Maschine. Denn Großteilebearbeitung ist in, aber der Einstieg ist für Anwender nicht einfach. Durch die Weiterführung der bewährten C-Baureihe macht es Hermle seinen Fans leichter, den Einstieg nach ganz oben zu finden. Mit dieser Maschinen dürfte allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht sein – zumindest am Standort Gosheim. Größer geht dort einfach nicht mehr.
Wolfgang Pittrich, Redaktion fertigung
Konzipiert als Hakenmaschine
Die C60 U ist als Hakenmaschine (4-Punkt-Aufstellung) konzipiert und hat ein Gesamtgewicht von rund 31 t. Davon entfallen allein 17 t auf das einteilige Maschinenbett; das verspricht gute Dämpfungseigenschaften.
Die Y- und Z-Achse sind als Tandemantriebe ausgelegt. Die Beschleunigungswerte von 6 m/s2 und Eilgangsgeschwindigkeiten von 50 m/min in allen Achsen sind Stand der Technik in diesem Größenbereich. Der modulare Maschinenaufbau erlaubt die Ausrüstung mit drei verschiedenen Tischen und Tischplatten. Alle Tischvarianten lassen sich um 260° (+/- 130°) schwenken. Hier schielt Hermle auch auf die Impeller- und Kegelradbearbeiter.
Steuerungsseitig kann der Anwender zwischen der Heidenhain iTNC 530 und Siemens S 840 D sl wählen. Auch bei Hermle hat sich mittlerweile der 19“-Bildschirm als Standard durchgesetzt.




