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Dem Nachwuchs gleich mehrere Chancen

25.05.2012

Mit vielfältigen Angeboten reagiert die AMB 2012 auf den sich verschärfenden Nachwuchsmangel und wirbt für attraktive Metallberufe.

Fast täglich sorgen Meldungen in den Medien für Aufsehen, dass der deutschen Industrie der Nachwuchs ausgeht. So hatte die aktuelle Auflage der Prognos-Studie ‚Arbeitslandschaft 2030‘ kürzlich ergeben, dass auf allen Qualifikationsniveaus zunehmend Arbeitskräfte fehlen werden. Und der vierteljährlich erscheinende VDI /IW-Monitor weist auf eine ständig steigende Zahl fehlender Ingenieure hin. Die AMB Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung, die vom 18. bis 22. September auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet, reagiert darauf mit gleich mehreren Angeboten, die für Metallberufe werben.

„Bereits im Jahr 2015 fehlen dem deutschen Arbeitsmarkt fast drei Millionen Personen“, fasste Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Verbände vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Auftraggeber der Prognos-Studie Arbeitslandschaft 2030 zusammen und bezeichnete die Fachkräftesicherung als eine „große Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft“. So könnten im Jahr 2015 beispielsweise rund eine Million Stellen für Hochschulabsolventen nicht besetzt werden, darunter alleine 280.000 Stellen für Ingenieure. Aber auch im gewerblichen Bereich würde sich bereits eine Lücke von 1,3 Millionen Personen mit beruflicher und rund 500.000 ohne berufliche Bildung auftun.

Für die AMB-Zielgruppe besonders besorgniserregend: „Mehr als 60 Prozent des Gesamtmangels in der Industrie wird in den Vorzeigebranchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie und Fahrzeugbau zu verzeichnen sein.“ Insgesamt würden der Industrie und den industrienahen Dienstleistungen bis 2030 rund 1,2 Millionen Personen fehlen.

Sonderschau Jugend: „Maschinenbauer – Job mit Power“
Unter dem Motto „Maschinenbauer – Job mit Power“ wirbt die VDWNachwuchsstiftung e.V. auf der AMB um Nachwuchs und nutzt die AMB 2012 bereits zum dritten Mal für die Nachwuchsgewinnung. In Kooperation mit sechs Partnern lädt der VDW Schülerinnen und Schüler Baden-Württembergs aus den Abschlussklassen technisch orientierter Gymnasien, Real- und Gesamtschulen sowie aus Berufsschulen mit Ausbildung in Metallberufen zur Messe ein. Auf der Sonderschau im Atrium der Messe Stuttgart können sie sich über Ausbildungsberufe in der Metallbearbeitung, Ausbildungs- und Arbeitsinhalte, Ingenieurstudiengänge und Karriereperspektiven im Werkzeugmaschinenbau informieren. Berufsschullehrern will der VDW helfen, die berufliche Bildung besser zu präsentieren. Gefördert wird die VDW-Nachwuchsstiftung unter anderem von so renommierten Unternehmen wie Index, Hermle, Trumpf, DMG, Siemens und Heidenhain.

Think Ing.: Talk mit Profis
Speziell an den Ingenieurnachwuchs wendet sich ‚Think Ing.‘, eine gemeinsame Initiative von Arbeitgeberverband Gesamtmetall, VDMA, ZVEI, VDI, VDE und VDA. Ihr Ziel ist es seit Jahren, junge Menschen, die vor der Studien- und Berufswahl stehen, sowie Lehrer und Eltern aktuell, umfassend und vielfältig über das Ingenieurstudium, die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge und den Ingenieurberuf zu informieren. Dazu organisiert der VDMA Baden-Württemberg auf der AMB Rundgänge in kleinen Gruppen, geführt von fachkundigen VDMA-Mitarbeitern, zu etwa 15 Aussteller-Unternehmen. In Talkrunden können die interessierten Jugendlichen direkt mit Geschäftsführern, Personalleitern, Hochschulvertretern und Jungingenieuren/-innen sprechen.

WorldSkills: Nachwuchs-Zerspaner ermitteln den Deutschen Meister
Die ‚WorldSkills‘ sind die Weltmeisterschaften des Handwerks. Im kommenden Jahr finden diese Meisterschaften in Deutschland, in Leipzig, statt. Wer teilnehmen darf, das entscheidet sich bei den CNC-Drehern und –Fräsern auf der AMB in Stuttgart, denn die Sieger beider Disziplinen werden Deutschland in Leipzig vertreten. Dieser Tage werden die Teilnehmer der deutschen Meisterschaften im Vorentscheid ermittelt. Voraussetzung: Die Teilnehmer müssen Auszubildende oder junge Fachkräfte sein, die im Weltmeisterschaftsjahr 2013 nicht älter als 22 Jahre sind. Sie sollten in der Lage sein, lauffähige CNC-Programme zu erstellen, CNC-Maschinen selbst einzurichten und zu bedienen und die von ihnen gefertigten Werkstücke anschließend auf Qualität zu prüfen. Denn was zum Schluss zählt, ist ausschließlich das Werkstück selbst. Außerdem werden Sekundärtugenden wie hohe Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit erwartet.
Unterstützt von der DMG Trainings-Akademie, Bielefeld, und den Chiron-Werken, Tuttlingen, gehen die jeweils sechs Besten aus den Vorentscheiden im Atrium der Messe Stuttgart an den Start.

„Dreher des Jahres“
Der Wettbewerb „Dreher des Jahres“, der bereits zum sechsten Mal ausgetragen wird, will Werbung für den Beruf des Drehers und darüber hinaus für die gesamte Branche machen. Diesmal konnte der Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller Tornos, Moutier, als Industriepartner und Hauptsponsor gewonnen werden. Noch bis zum 12. Juli 2012 können sich CNC-Dreher bewerben. Wie in den Vorjahren ist der Wettbewerb zweigeteilt und beginnt mit einem theoretischen Teil. Darin werden Grundlagen abgefragt, die ein moderner Dreher heutzutage mitbringen soll: Werkstoff- und Werkzeugkenntnisse, Technologie- und Prozesswissen, aber auch CNC- und Programmiererfahrung. Der Tag der Wahrheit ist der 20. September 2012. Die fünf Besten des theoretischen Teils treten dann auf der AMB unter dem Motto „Jeder gegen jeden und alle gegen die Uhr“ gegeneinander an. Direkt im Anschluss werden die Gewinner bekannt gegeben. Nähere Informationen und die Unterlagen zum Wettbewerb finden Sie hier.


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