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90 Jahre Lach Diamant

12.07.2012

Auftakt der 90 Jahre Jubelfeiern bildete bei schönstem Sonnenschein die Schiffsreise auf dem Main mit der Belegschaft des Stammhauses Hanau von Hanau nach Aschaffenburg. Ein weiteres Highlight wird die Feier mit den Mitarbeitern des Werkes Sachsen in Lichtenau bei Chemnitz sein. In Anwesenheit von Honoratioren aus Wirtschaft und Politik wird gleichzeitig das erweiterte Werk Sachsen eingeweiht werden.
Höhepunkt der Lach Diamant-Festivitäten wird zum 90jährigen Jubiläum der festliche Empfang im Deutschen Goldschmiedehaus in Hanau am 13. September sein – dem Geburtstag des Firmengründers Jakob Lach, der an diesem Tag 118 Jahre alt geworden wäre.

Als Jakob Lach im Jahre 1922 das gleichnamige Unternehmen als Diamant-Schleiferei für das Schleifen von Diamanten zu Brillanten gründete, hätte er sich nicht träumen lassen, dass eines Tages dieses Unternehmen mit der Kurzbezeichnung Lach Diamant weltweit als Pionier für die Entwicklung und Herstellung von Diamant-Werkzeugen stehen würde.

Dabei wurden die Weichen weg vom Schmuckstein zum Industrie-Diamanten – einem Diamant-Werkzeug – schon früh gestellt. Mitte der 30er Jahre kam er nämlich über Kompensationsgeschäfte zu Industrie-Diamanten. Um deren Verkauf zu forcieren, gründete er seinerzeit die „Deutsche Industrie-Diamant-Vertrieb Jakob Lach”, die bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges im deutschen Maschinenbau-Dreieck Leipzig – Magdeburg – Chemnitz im heutigen Hessen und Saargebiet mit eigenen Vertriebsleuten tätig war.

Heute noch bekannte Firmen, wie Junkers Motorenbau, Dessau, Carl Zeiss, Jena, AEG, BMW, Waldrich, Opel, Rüsselsheim, Kugelfischer, Schweinfurt, Index-Werke, Esslingen und mehr gehörten damals zum Kundenkreis. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges wurden 600 Diamant-Schleifer beschäftigt. 300 in Eigenbetrieben in Hanau und Umgebung sowie 300 in Betrieben entlang des Kinzigtales, im Odenwald, in der Pfalz bis nach Idar-Oberstein.

Die Nachkriegszeit brachte auch durch die neue starke D-Mark das Erliegen der Schmuckdiamant-Schleiferei in Hanau und ganz Deutschland.

Mitte der 50er Jahre begann Jakob Lach – nunmehr bereits über 60 Jahre alt – den Geschäftszeig Industriediamanten – Diamant als Werkzeug – neu zu beleben. Am 1. Oktober 1960 sollte sein Sohn Horst Lach – gerade ausgebildeter Industriekaufmann – zu ihm kommen und ihm bei der Verwirklichung des heutigen Namens Lach Diamant assistieren.

Der Zeitraffer zeigt viele Entwicklungen und Technologien, die der Diamant als präzises Arbeitsmittel beflügelte und erst möglich machte: der erste Sputnik und die Raumfahrt, die heutige Luftfahrt-, Automobil- und Kommunikations-Technik, Haus- und Straßenbau, Möbelindustrie, um nur einige herauszugreifen.

Lach Diamant-Werkzeuge werden heute im 90. Jahr nach der Firmengründung durch Herrn Jakob Lach von mehr als 150 Mitarbeitern im Stammhaus Hanau und dem Zweigwerk in Lichtenau bei Chemnitz sowie, autark für den amerikanischen Markt, durch Lach Diamond INC., in Grand Rapids/MI gefertigt.

Lach Diamant ist nach wie vor ein Familienunternehmen. Heute geleitet als Geschäftsführer durch Horst Lach und seinen Sohn Dipl.-Ing. Robert Lach.

In der Vorbereitung zu den nächsten Messen AMB in Stuttgart (18.-22.09.2012) und der Composites Europe in Düsseldorf (9.-11.10.2012) sagte Horst Lach: „Durch unsere Neuentwicklung »Cool Injection« haben wir das Medium Kühlung auf den Punkt und damit den Diamant noch härter gemacht. Jetzt können wir mit Diamant auch die Zerspanung von Stahl, Gusseisen und selbst von Titan mit „PKD-Messer” anpacken.”


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