Prozesssichere Sauberkeit

Das Produktspektrum von Pfeiffer Vacuum umfasst Komponenten und Systeme zur Erzeugung, Messung und Analyse von Vakuum. Unter Vakuum entstehen weltraumähnliche Druckbedingungen, die für die Herstellung vieler Hightech-Produkte und Artikel des täglichen Lebens unerlässlich sind. Beispiele gibt es in der Halbleiterindustrie, beim Beschichten von Brillengläsern oder Werkzeugen oder in der Solartechnologie.

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Die Einkammeranlage ist für ein Chargenmaß von 1000 x 800 x 700 mm (LxBxH) ausgelegt und verfügt über drei Flutbehälter für die Prozessschritte Reinigen, Spülen und Konservieren.
Bilder: Dürr Ecoclean und Pfeiffer Vakuum

„Vakuumtechnologie ist eine saubere Technologie. Partikel und andere Verschmutzungen, die auf Bauteilen zurückbleiben, können bei Vakuumpumpen Undichtigkeiten verursachen. Dies kann die Funktion der Produkte beeinträchtigen. Die Teilereinigung hat deshalb eine große Bedeutung in unseren Produktionsprozessen“, erklärt Alexandre Gourdou, Manager für die Industrialisierung neuer Prozesse bei Pfeiffer Vacuum. Komponenten für seine Pumpen reinigt das Unternehmen in Frankreich seit rund sechs Jahren in zwei Anlagen des Typs 71 W für wässrige Medien der Dürr Ecoclean GmbH.

Um auch deutlich größere Bauteile als bisher zu reinigen und den Prozess weiter zu optimieren, investierte Pfeiffer Vacuum vor kurzem in ein neues Reinigungssystem. Dabei standen die Erfüllung sehr strenger Sauberkeitsvorgaben, hohe Zuverlässigkeit, Anlagenverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit im Pflichtenheft. „Mit diesen Anforderungen wandten wir uns an mehrere Anlagenhersteller und entschieden uns für die neu konzipierte EcoCMax von Dürr Ecoclean. Ausschlaggebend dabei waren neben den Ergebnissen der Reinigungsversuche die umfangreiche Serienausstattung, die optimierte Aufbereitung des Reinigungsmediums und die hohe Wartungsfreundlichkeit der Anlage“, berichtet Gourdou.

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Die Zuführung erfolgt über eine automatische Beschickungseinrichtung, die für ein Chargengewicht bis zu 400 kg ausgeführt ist.

Prozesssicheres Reinigen
Für den Einsatz bei Pfeiffer Vacuum wurde die wässrige Einkammer-Reinigungsanlage für ein Chargenmaß von 1000 x 800 x 700 mm (LxBxH) ausgelegt. Die EcoCMax verfügt über drei Flutbehälter für die Prozessschritte Reinigen, Spülen und Konservieren. Die Ausstattung mit Vakuum- und zusätzlicher Heißlufttrocknung soll die Teile schneller trocknen und damit eine Verkürzung der Taktzeit ermöglichen.

Gereinigt werden die zwischen wenigen Millimetern und bis zu 60 cm großen Teile aus Grauguss, Edelstahl und Stahl nach der mechanischen Bearbeitung als gesetzte Ware in Werkstückträgern. Die Zuführung erfolgt über eine automatische Beschickungseinrichtung mit Pufferstrecken im Zu- und Ablauf, die aufgrund des hohen Chargengewichts von bis zu 400 kg besonders stabil ausgeführt wurde. Um eine zuverlässige Abreinigung der anhaftenden Partikel und Späne sowie der Rückstände von Bearbeitungsmedien zu gewährleisten, ist die Arbeitskammer mit Einrichtungen für die Verfahrenstechniken Spritzreinigen, Injektionsflut- und Flutwechselwaschen sowie Ultraschallreinigung mit einer Leistung von insgesamt 18 kW ausgestattet. Die Wirkung des Ultraschalls lässt sich nach Herstellerangaben durch die Möglichkeit, diesen Prozessschritt bei nur halb gefluteter Arbeitskammer durchzuführen, zusätzlich erhöhen.

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In die Anlage integriert sind drei Flutbehälter, deren Medien zur Entfernung partikulären Schmutzes im Vor- und Rücklauf jeweils über Vollstromfiltrationen geleitet werden.

Einen Beitrag zur hohen Reinigungsqualität leistet auch die kontinuierliche Aufbereitung der Medien durch bedarfsgerecht ausgelegte Badpflegeeinrichtungen. Diese sorgen dem Experten zufolge für eine lange Standzeit, durch die das Ziel eines verringerten Wasserverbrauchs erreicht wird.

Die Vollstromfiltrationen sind als Doppelkombinationsfilter ausgeführt, so dass Beutel- und Kerzenfilterelemente eingesetzt werden können. Um filmische Verunreinigungen wie Öle, Fette und Emulsionen kontinuierlich auszutragen, verfügt die Anlage zusätzlich zu einem Ölabscheider über das serienmäßige Aquaclean-System. Letzteres soll für einen abwasserfreien Betrieb der Anlage sorgen. Um die Kosten weiter zu reduzieren, kann die Schmutzflüssigkeit vor der Entsorgung eingedickt werden. „Die neue Anlage erfüllt auch unsere Anforderungen an eine hohe Effizienz des Reinigungsprozesses“, erklärt Gourdou abschließend.