Punkten mit Präzision

Vom Einzelteil über die Baugruppe bis zum kompletten System – die knapp 20jährige Entwicklungsgeschichte des Eppinger Unternehmens Feidengruber & Kronstedt GmbH ist sehr zielorientiert und weist stetig aufwärts. Den Erfolg ermöglicht haben unter anderem hochwertige Maschinen und Anlagen namhafter Hersteller wie der Behringer GmbH sowie deren Tochtergesellschaft Behringer Eisele GmbH. „Mit unseren fünf Bandsägen und der neuen Kreissäge sind wir für die Zukunft bestens gerüstet“, so Geschäftsführer Roger Kronstedt.

Ein 10-t-Hallenkran greift sich einen großen Vierkantblock aus dem Außenlager und schwenkt Richtung Rollenbahn. Einer der drei Mitarbeiter in der Sägerei positioniert den massiven Rundstahl mit Durchmesser 800 mm und ab geht es durch eine Aussparung in der Hallenwand in den Bandsägeautomaten HBP800A von Behringer.

Auf einen Blick

Kreissäge PSU 450 M
Die Eisele PSU 450 M ist ein echter Allrounder beim Trennen von Profilen, Rohren, Winkel- und Vollmaterialien. Sie überzeugt mit hoher Ausbringung, Prozesssicherheit und einfacher Handhabung. Durch ihre automatische Gehrungseinstellung und den servomotorisch angetriebenen Nachschubgreifer bietet sie ein extrem flexibles Maschinenkonzept. Durch ihren modularen Aufbau kann die PSU 450 M mit Zufuhrmagazinen oder Entsorgungseinrichtungen kombiniert werden.

Vier weitere Bandsägemaschinen verschiedener Größe des Kirchardter Sägemaschinenherstellers stehen in einer Reihe daneben und haben ebenfalls je eine eigene Zufuhrrollenbahn zum Außenlager. Sie trennen kleineres Stangenmaterial, Profile oder Rohre unterschiedlicher Qualitäten und Längen. „Von der kleinen Gewindestange bis zum großen Vierkantblock sägen wir zu rund 50 Prozent im Lohn. Die andere Hälfte geht zur Weiterverarbeitung in die eigene Fertigung“, beziffert Kronstedt.

Im Umkreis von rund 200 km liefert der 32 Mitarbeiter zählende Betrieb Bauteile wie Wellen, Zahnräder und andere Anlagenbauteile sowie Montagebaugruppen und Systeme. Allein ein Auftrag sprengte vor einigen Monaten fast die räumlichen Möglichkeiten: „Wir haben pro Woche drei Gondelspeicher zur Lagerung von Kurbelwellen für die Fibro Läpple Technology GmbH gebaut. Insgesamt waren es 50 Stück“, erklärt Kronstedt. Auch dies ist ein Auftraggeber, der vor Jahren das erste kleine Bauteil beim Eppinger Unternehmen angefragt hatte. „Kleine Kettenräder waren das damals, wie man sie im Gondelspeicher noch sehen kann“, zeigt er auf das fertig montierte Lager. Dann habe man die Baugruppe übernommen, und schließlich sei der Auftrag für das komplette System eingegangen.

Komplette Systeme
Der wachsende Kundenstamm und die Verlagerung der Aufträge in Richtung Fertigung kompletter Systeme sei keine Selbstverständlichkeit, ist er sich sicher. Ein Blick in die Fertigungshalle zeigt, dass neben den leistungsstarken Behringer-Sägen nahezu ausnahmslos namhafte Bearbeitungszentren ihre Arbeit verrichten. Wie die Sägen auch, sind sie Garant für Präzision und demonstrieren dem potenziellen Kunden unternehmerische Weitsicht in puncto Investitionen. „Wir freuen uns, dass wir den Pressenhersteller Dieffenbacher oder Heidelberger Druck zu unseren Kunden zählen können“, so Kronstedt. Daneben kommen Aufträge aus dem Bereich Medizintechnik sowie aus der Automationstechnik, dem Maschinen- und Anlagenbau.

Und Maßhaltigkeit fängt schon in der Vorfertigung an. Bei Feidengruber & Kronstedt befindet sich der Sägemaschinenpark in einer rund 1000 m2 großen Halle, die erst 2008 errichtet wurde. Zusammen mit der modernen Schweißerei sowie Montageflächen stehen hier die Hochleistungsbandsäge HBP800A mit 800 mm Schnittbereich, eine HBP513A mit 500 mm Schnittbereich sowie zwei Bandsägen Modell HBP263 als Automat sowie mit Gehrungsfunktion.

Behringer 2

Präziser Schnitt: Bereits in der Vorfertigung ist
hohe Genauigkeit und Maßhaltigkeit angesagt.

Erst vor wenigen Monaten investierte Feidengruber & Kronstedt zusätzlich in eine Kreissägeanlage PSU450M der Behringer Tochtergesellschaft Behringer Eisele GmbH in Weilheim/Teck. Sie ist räumlich etwas abseits platziert, da sie bedingt durch die Automatik oft ohne Aufsicht läuft und ein anderes Materialspektrum abarbeitet als die Bandsägen.

„Die automatische Gehrungseinstellung ist einfach klasse für schnelle Schnitte mit wechselnden Winkeln“, beschreibt Andreas Feidengruber, ebenfalls Geschäftsführer und von Beruf Schlossermeister. Gesägt wird ausschließlich mit HSS-Blättern und Bimetall-Sägebändern. „Bei der Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffe ist das die beste Lösung“, meint er und ergänzt: „Die Werkstofftabelle, die in der Steuerung hinterlegt ist, regelt den Vorschub und die Schnittgeschwindigkeit automatisch, so dass sich unsere Mitarbeiter voll auf das Material konzentrieren können.“

Sehr einfache Bedienung
Für Viktor Scheck, Maschinenbediener bei Feidengruber & Kronstedt, ist die Handhabung der Sägemaschinen deshalb auch kein Problem. „Man kommt gut damit zurecht. Die Bedienung ist einfach“, ist seine Erfahrung. Gearbeitet wird in einer Schicht. „Allerdings bestücken wir die Maschinen vor Feierabend nochmal, damit sie die Abend- und Nachtstunden hindurch bedienerlos weiterlaufen können“, erklärt Feidengruber. „Schon vor 20 Jahren, beim Kauf unserer ersten Sägemaschine, haben wir eine damals noch nicht im Lieferumfang enthaltene Schnittüberwachung mitbestellt. Sie hat sich absolut bewährt. Seitdem ist sie Bestandteil jeder unserer Sägemaschinen.“

Bedienerloser Betrieb
Achim Müller, Vertriebsleiter der Behringer GmbH, fügt hinzu: „Vor allem im bedienerlosen Betrieb ist die Schnittüberwachung eine sinnvolle Ergänzung“, sorgt sie doch dafür, dass im Falle eines unbemerkten Schiefschnitts nicht das ganze teure Material unpräzise getrennt wird. Die Steuerung erkennt den Fehler, regelt den Vorschub zurück, um den Verlauf des Sägebandes zu korrigieren. Sollte diese Maßnahme keinen Erfolg haben, schaltet die Maschine ab.

„Für uns ist die Qualität der Maschinen entscheidend. Denn nur darüber bekommen wir die Präzision, die unsere Kunden fordern. Damit punkten wir. Hinzu kommt, dass der Hersteller Behringer in der Nähe ist und man immer über Neuerungen auf dem Laufenden ist“, resümiert Kronstedt.