Kühlkonzept

Index G200 Arbeitsraum
Im Arbeitsraum sind drei Revolver platziert, mit denen gleichzeitig bearbeitet werden kann. Der obere Revolver, ausgestattet mit der B-Achse, lässt sich optional mit einer Frässpindel erweitern. Die Leistungsdaten der Spindel sind: n = 7200 min-1, 22 KW, 52 Nm. – Bild: fertigung

Verschiedene Wärmequellen in der Maschine wie beispielsweise Haupt- und Gegenspindel, Werkzeugträger, Hydraulik und Schaltschrank verfügen über separate Kühlkreisläufe. Die Kühlung erfolgt über einen Wärmetauscher und einer optionalen dezentralen- oder zentralen Kühlanlage, die über eine serienmäßige Wasserschnittstelle an die Maschine angeschlossen wird. Bei der Verwendung einer zentralen Kühlanlage kann die Wärmenergie der Maschine so einer weiteren Nutzung zugeführt werden, wie etwa Hallenbeheizung, Erwärmung für das Brauchwasser oder Prozesswärme für andere Fertigungsschritte. Mit dieser Möglichkeit, ergibt sich eine Senkung der Energiekosten im Unternehmen.

Bearbeitung

Beim Maschinencheck wurde eine Hülse aus einem hochvergüteten Stahl auf Haupt- und Gegenspindel mit Einsatz der Frässpindel bearbeitet. Dabei konnte eindrucksvoll die Leistung der Maschine sowohl beim Schruppen als auch im Finish demonstriert werden. Insbesondere die Laufruhe bei unterbrochenen Schnitten ist dabei außergewöhnlich.

Steuerung

Index G200 Steuerung
Die Bedienplattform X-Panel i 4.0 ready öffnet den Zugang zu einer vernetzten Produktion, bei der auch die Forderungen für Industrie 4.0 erfüllt werden. Die neueste Steuerungsgeneration Siemens 840D SL ist integriert. – Bild: fertigung

Index hat eine eigene Steuerungsoberfläche und eine Bedienoberfläche entwickelt, die – X-Panel i 4.0 ready – für die direkte Kommunikation mit der gesamten Betriebsorganisation. Als Basis hierzu dient bei der Index G200 die 840D SL-CNC-Steuerung von Siemens. Die Steuerung ist offen für vielfältige Ausbauambitionen des Anwenders. Zahlreiche Basis-Features sind vorhanden, wie das Verwalten von Werkstückdokumenten, Rüstinformationen, Werkzeugbelegung und eigenen Dokumenten. Natürlich kann aufgerüstet werden, etwa mit der 3-D Simulation – Index Virtuelle Maschine und weiteren Zyklen. Die Standards und die Ausbaustufen von – X-Panel i 4.0 ready – bieten die vollumfängliche Voraussetzung der vom Markt geforderten Kriterien für den Einsatz von Industrie 4.0.

Bei Einsatz der 3D-Simulation – Index Virtuelle Maschine – kann unter anderem in Echtzeit der simulierte Ablauf des Arbeitsprogramms mit allen Daten für Werkzeugeinsatz und Störkonturen parallel zum laufenden Prozess an der Maschine gefahren werden. Treten Differenzen zwischen Soll- und Istablauf auf, wird Kollision gemeldet und die Maschine gestoppt.

Service/TCO

Index G200 Ausdrehen
Beim Maschinen-Check wurde ein Hülsenbauteil aus einen vergüteten Stahl ( 42CrMoS4 + QT) komplett bearbeitet. Beim Ausdrehen der Innenbohrung auf der Gegenspindel mit einem Wendeplattenwerkzeug wurde mit einer Schnittgeschwindigkeit von vc = 60 m/min und einem Vorschub vf= 0,3 mm/U gearbeitet. – Bild: fertigung

Die After-Sales-Aktivitäten werden bei Index durch verschiedene Bereiche ausgeführt. Im Service mit Hotline und Einsatzplanung, im Reklamations-management, wo interne und externe Kenndaten erfasst werden, im Lieferantenmanagement, wo die Zulieferer mit eingebunden werden. Index ist „nah am Kunden“. Ziel ist es, den Kunden spätestens eine Stunde nach Eingang einer Störmeldung über einen Fachmann zurückzurufen. Alle Serviceeinsätze werden in einer Datenbank erfasst und ausgewertet. Auch die im Haus anfallenden Daten zur eigenen Servicequalität, beispielsweise die verstrichene Zeit bis zum Rückruf, wie schnell ist der Service vor Ort werden analysiert und in KVP-Maßnahmen überführt.