Citizen Cincom L20

Die Cincom L20 ist sehr kompakt gebaut. Platzbedarf ohne Stangenlader und Späneabfuhr etwa 2,5 Quadratmeter. - Bild: Citizen

Alle Baureihen der Cincom-Langdrehautomaten und zugehörigen Miyano-Kurzdrehautomaten werden in Japan entwickelt und gebaut. Die Baureihen sind über Systembaugruppen realisiert, bieten aber durch ihren flexiblen Aufbau auch Möglichkeiten, individuelle Sonderlösungen zu installieren.

Langdrehautomat L20 von Citizen

Die L20 hat ihre Vorteile beim Einsatz der LFV-Technologie (Low Frequency Vibration Cutting), einer Zerspanung mit kurzen Spänen, im flexiblen Einsatz mit bis zu sieben bewegten Achsen, in einer sehr schnellen Steuerung und im guten Zugang zum Arbeitsraum.

Maschinenaufbau

Citizen Arbeitsraum
Im Arbeitsraum sind in kompaktem Aufbau starre und angetriebene Werkzeuge platziert. Auch bei der einschwenkbaren B-Achse erlaubt das Modulkonzept beide Ausführungsarten. – Bild: Citizen

Im Maschinenbett der Cincom L20 (Citizen Numeric Controlled Machines) und in den Aufbauten werden Gussbauteile eingesetzt. Citizen hat einen sehr hohen Eigenfertigungsgrad, der bis zu 90 Prozent beträgt, nur Baugruppen wie Stangenlader, Späneförderer und Hydraulik / Kühlmittelversorgung sind Zukaufprodukte.

In der höchsten Ausbaustufe (Typ XII) hat die Maschine sechs Linearachsen, jeweils drei auf der Hauptspindelseite und Gegenspindelseite, eine zusätzlich C-Achse an der Haupt- und Abgreifspindel und eine vollwertige B-Achse. Die Achsen sind konventionell angetrieben und laufen auf Linearführungen. Die drei-achsig verfahrbare Gegenspindel macht alle Bearbeitungen für die Rückseite.

In der höchsten Ausbaustufe (Typ XII) hat die Maschine sechs Linearachsen, jeweils drei auf der Hauptspindelseite und Gegenspindelseite, eine zusätzlich C-Achse an der Haupt- und Abgreifspindel und eine vollwertige B-Achse. Die Achsen sind konventionell angetrieben und laufen auf Linearführungen. Die drei-achsig verfahrbare Gegenspindel macht alle Bearbeitungen für die Rückseite.

Meine Meinung

Die L20 mit der integrierten LFV-Bearbeitungstechnologie kann sehr gut bei Prozessen eingesetzt werden, wo der Späneanfall durch lange Spiral- und Wirbelspäne die Werkstücke beschädigt oder zu ständigem Maschinenstillstand führt. Die LFV-Technologie ist ausgereift und serienfähig. Mit dem modularen Werkzeugkonzept ist auf kleinstem Arbeitsraum eine hohe Flexibilität in den Operationen möglich. Die schnelle Mitsubishi-Steuerung unterstützt die Bediener durch eigene Zyklen zur Nebenzeitoptimierung. Der Eigenfertigungsanteil von 90 Prozent der Baugruppen ist bemerkenswert.

Edwin Neugebauer