Flexi-P scheidet sowohl Metall-Staub und -Späne als auch Ölnebel zuverlässig ab.

Flexi-P scheidet sowohl Metall-Staub und -Späne als auch Ölnebel zuverlässig ab.

Bei der Bearbeitung von Leichtmetall oder Stahl kommen heute vielfach nur noch sehr geringe Mengen Schmiermittel zum Einsatz. Fachleute sprechen dann von Minimalmengenschmierung (MMS). „Theoretisch handelt es sich dabei um eine Verlustschmierung“, berichtet Marcus Kraus, Abteilungsleiter Spanende Bearbeitungstechnik bei Keller Lufttechnik. „Das bedeutet, dass das Schmiermittel während des Arbeitsprozesses komplett verbraucht oder verarbeitet werden sollte.“ Soweit die Theorie: praktisch würden in den meisten Fällen jedoch erhebliche Mengen an Öl-Aerosolen freigesetzt. „Für die Abscheideanlage an der Werkzeugmaschine bedeutet das, dass sie nicht nur den anfallenden Staub und die Späne gut erfassen und von der Luft trennen können muss, sondern auch eventuelle Ölnebel. Wie viel von beidem anfällt ist von vielen Faktoren – zum Beispiel auch von der Geometrie des Werkstücks – abhängig und kann im Verlauf des Arbeitsprozesses stark variieren.“

Schwer einzuschätzen: Welche Luftbelastung wird anfallen?

„Die Werkzeugmaschinenhersteller können zwar im Vorfeld keine Angaben zur genauen Belastung der Luft an den Maschinen machen, trotzdem müssen sich ihre Kunden bislang entweder für einen Trockenabscheider, der für das Abscheiden der Stäube und Späne optimiert ist, oder einen speziellen Emulsions- und Ölnebelabscheider entscheiden“, berichtet Leopold Rang, technischer Assistent des Vertriebsleiters bei Keller Lufttechnik. „Stellt sich in der Nutzung heraus, dass die Wahl ungünstig war, hilft oft nur der Einbau einer zusätzlichen Nachfilterstufe, um das Gerät den Anforderungen besser anzupassen.”

FLEXI-P kombiniert zwei Filtertypen

Als universelle Filterpatrone vereinigt FLEXI-P die Eigenschaften beider Abscheider. Der plissierte Patronenfilter besteht aus zwei Lagen – einem Feinfasermaterial, das auch im Keller-Filter Micos-P zum Einsatz kommt, sowie einem Polyesterflies. „Staub und Späne werden bereits an der Filter-Oberfläche abgeschieden, die Öl-Aerosole gelangen ins Innere des Filtermaterials. Durch den hydrostatischen Druck, der sich in der mindestens 60 Zentimeter hohen Patrone aufbaut, fließen die Ölreste nach unten aus“, erläutert Leopold Rang das Filterverfahren. Es vereinige eine Oberflächen- mit einer Tiefenfiltration, um sowohl trockene als auch feuchte Reststoffe optimal aus der Luft entfernen zu können. Für die Reinhaltung beider Lagen des Filters sorgen Druckluftimpulse, die die Patronen regelmäßig von innen nach außen abreinigen. „Auf eine Filterhilfsschicht aus Kalksteinmehl, das üblicherweise bei klebrigen Stäuben zum Einsatz kommt, können wir bei unserer neuen Filterpatrone verzichten“, berichtet Rang. „Das spart Zeit und Kosten für die Beschaffung und spätere Entsorgung des Stoffs.“

Daten von 450 Anlagen untersucht

Die Fachleute von Keller Lufttechnik untersuchten die Daten von 450 Anlagen mit Minimalmengenschmierung, in denen den Unterlagen zu Folge 50 Milliliter Schmierstoffe pro Stunde zum Einsatz kamen. „Das sollte theoretisch einem trockenen Prozess entsprechen“, erklärt Kraus. „Die Daten zeigten jedoch ein völlig anderes Bild. Es entstanden Ölnebel in erheblichem Umfang – sei es, weil die Schmierstoffe ungleichmäßig genutzt werden oder mehr davon verwendet wird, zum Beispiel, um teure Werkzeuge zu schonen und deren vorzeitigen Bruch zu vermeiden.“ Wer für solche Prozesse ungeeignete Filter einsetze, bezahle dies zumeist mit recht geringen Standzeiten der Nachfilter. Durch Flexi-P sei es gelungen, diese Standzeiten um das Zehnfache zu erhöhen.

Kontakt: Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG, www.keller-lufttechnik.de
AMB Halle 4, Stand D81