Schwanog, Anwendung, Vollhartmetallbohrer

Die Profile der Vollhartmetallbohrer werden immer spezifisch nach Zeichnung geschliffen - passend für die jeweilige Anwendung. - Bild: Schwanog

Möchte man in diesem Zusammenhang Bohrer mit Standarddurchmessern verwenden oder Bohrer mit individuell auf das Werkstück abgestimmten Durchmessern, entscheidet man sich besser für Vollhartmetallbohrer oder für Formbohrer mit Wechselplatten.

Das Unternehmen Schwanog mit Sitz in Villingen-Schwenningen und weiteren Fertigungsstandorten in den USA, Frankreich und China geht dabei einen ganz eigenen Weg. Grundlage aller Anwendungslösungen sind die Schwanog Profilwerkzeug-Systeme, die meistens aus einem Halter und einem Werkzeugrohling bestehen. In diesen Rohling werden teilespezifische Konturen geschliffen oder erodiert, damit maximale Produktivität erzielt werden kann. Wo das System an seine natürlichen Präzisionsgrenzen stößt, bietet Schwanog seit letztem Jahr auch ein volles Sortiment an Vollhartmetallbohrern an. Damit kann jedem Anwender immer die technologisch und wirtschaftlich ideale Lösung geboten werden.

Schwanog, Formbohrer, Wechselplatten
Die Formbohrer mit Wechselplatten sind auf allen Drehmaschinen und Fräs-/Bohrzentren einsetzbar. - Bild: Schwanog

Mit den beiden Produktplattformen als Basis kann Schwanog so immer die beste Option für seine Kunden auswählen und dabei alle technischen Parameter wie Radien, Stabilität und Präzision so berücksichtigen, dass die maximale Produktivität gewährleistet ist.

Beim Formbohren mit Wechselplatten wird nur die Hartmetallplatte profiliert und nicht das komplette Vollhartmetall-Halbzeug - eine effiziente und kostensparende Lösung. Mit den individuell nach Zeichnung geschliffenen Platten können Bohrtoleranzen von weniger als 0,02 mm realisiert werden. In Ergänzung zum PWP-System bietet das PWP-D-System mit breiteren Wechselplatten die Möglichkeit, Bohr-Durchmesser bis 28 mm zu fertigen.

Gerade auch bei Werkzeugversuchen zeigt sich die Stärke des Systems: Das sonst übliche separate Einstellen nach dem Werkzeugwechsel entfällt komplett und macht solche Testphasen deutlich effizienter. Auch das Beschichten ist günstiger, da statt dem Vollhartmetallbohrer nur die im Verhältnis wesentlich kleinere Wechselplatte beschichtet wird.

Wenn das Wechselplatten-System in punkto Stabilität und Genauigkeit an seine Grenzen stößt, bieten die Vollhartmetallbohrer die perfekte Ergänzung. Sie sind in allen gängigen Hartmetallsorten und Beschichtungen erhältlich. Wie bei den Formbohrern mit Wechselplatten werden auch die Profile der Vollhartmetallbohrer immer spezifisch nach Zeichnung geschliffen. Alle Präzisionsparameter sind prozesssicher darstellbar und mit modernsten Messmaschinen überprüfbar.

Großes Angebot mit kurzen Lieferzeiten

Mit den im vergangenen Jahr am Markt eingeführten Vollhartmetallbohrern hat Schwanog eine Lücke im Angebotsportfolio für hocheffiziente Bohranwendungen geschlossen. Der Anwender muss keine Entscheidung für ein bestimmtes System treffen, denn diese wird ihm vom Technik-Team abgenommen.

Da viele wirtschaftlichen Vorteile für Schwanog sprechen, blieb als einziger Nachteil gegenüber Standardwerkzeugen die Lieferzeit. Dies hat das Unternehmen frühzeitig erkannt und alle Prozesse von der Auftragsbearbeitung über die Fertigung bis zur Logistik optimiert. So können heute Wiederholteile mit individuell geschliffener Kontur auf Wunsch innerhalb von 48 Stunden nach Auftragseingang versandt werden.

Schwanog präsentiert die Lösungen für hocheffizientes Formbohren auf der EMO Hannover 2017 vom 18. - 23. September. jd

Halle 5, Stand A44