AMB 2016: Innovations- und Investitionsplattform für die Metallbearbeitung

Auf den Ständen der 1.469 Aussteller (2014: 1.357) wurden konkrete Fragestellungen diskutiert und Investitionsentscheidungen getroffen. Von den 86.156 Besuchern (2014: 90.331) zählten sich zwei Drittel (79 Prozent, 2014: 80 Prozent) zu den Entscheidern im Unternehmen, die an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt sind. Ganze 75 Prozent (2014: 72 Prozent) kamen nach eigenen Angaben mit konkreten Kauf- und Investitionsabsichten zur Messe. Diese Voraussetzungen sorgten für beste Laune und gute Zuversicht für das Nachmessegeschäft innerhalb der Branche. „Eine durchweg positive Stimmung und strahlende Gesichter sind eindeutige Zeichen für den Erfolg der AMB 2016“, freut sich Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.

Kaum verändert zeigte sich die Branchenzugehörigkeit der Fachbesucher. Mit 37 Prozent (2014: 33 Prozent) machte der Maschinenbau den größten Anteil der Besucherbranchen aus. Danach folgten die metallbe- und verarbeitende Industrie 24 Prozent (2014: 23 Prozent), Automobilindustrie/Fahrzeugbau 17 Prozent (2014: 18 Prozent), Werkzeug- und Formenbau 12 Prozent (13 Prozent) und Metallbaubetriebe 9 Prozent (10 Prozent). Mehr als ein Drittel der Besucher gaben an, nur die AMB und sonst keine andere Messe zu besuchen. Rund die Hälfte ist sich sicher, dass die Bedeutung der AMB weiter steigen wird.

Leicht gestiegener Auslandsanteil bei Ausstellern und Besuchern

Von den Ausstellern kamen 408 (2014: 359) aus dem Ausland. Die Spitzenplätze belegten Italien mit 52 Ausstellern (2014: 49), die Schweiz mit 49 Ausstellern (2014: 41), Spanien mit 24 Ausstellern (2014: 26), Japan mit 20 Ausstellern (2014: 18) und Österreich mit 19 Ausstellern (2014: 16). Ein ähnliches Bild zeichnete sich bei den Besuchern ab: 16 Prozent (2014: 15 Prozent) reisten aus dem Ausland zur AMB in Stuttgart an. Aus 89 Ländern (2014: 75) konnten Registrierungen verzeichnet werden. Die Top 5 belegten Österreich mit 17 Prozent (2014: 19 Prozent), die Schweiz mit 15 Prozent (2014: 15 Prozent), Italien mit 7 Prozent (2014: 8 Prozent), Skandinavien kumuliert mit 7 Prozent (2014: 6 Prozent) und Frankreich mit 6 Prozent (2014: 5 Prozent). Bei den deutschen Besuchern dominiert der wirtschaftsstarke Südwesten unverändert.

Aussteller blicken zuversichtlich auf das Nachmessegeschäft

„Wir haben an allen AMB-Tagen eine sehr gute Besucherfrequenz – und was mir noch wichtiger ist, ein fachlich sehr interessiertes Publikum mit konkreten Projekten auf dem Stand gehabt. Die überwiegende Anzahl der Kunden interessierte sich für die Prozessoptimierung und Industrie-4.0-Themen. Außerdem war die Kundenstimmung durchweg positiv“, zog AMB Aussteller Stefan Pross, Leiter Vertrieb DACH Komet Group GmbH, sein Resümee. Und Gabriele Urhahn, Leiterin Marketing und Kommunikation GF Machining Solutions GmbH, ergänzt: „Wir sind mit Zahl und Qualität der Besucher sehr zufrieden. Die zentralen Themen waren Lösungen, Automationszellen, Automatisierung, neue Technologien, Additive Manufacturing und Laser. Das Interesse für Industrie 4.0 entwickelt sich deutlich und wird immer konkreter.“ Mit einem Novum gestaltete die Siemens AG ihre Messepräsenz. „Wir haben erstmals einen größeren Raum im Konferenzbereich hinzugemietet. Das ist sehr gut bei den Kunden angekommen. Themen wie die Prozesskette der Digitalisierung oder Simulation sind sehr komplex, sie lassen sich in Ruhe etwas abseits des Messetrubels besser besprechen. Wir werden das auf der nächsten AMB wieder so machen“, erläutert Jürgen Köhler, Leitung Region Südwest Siemens AG, die neue Messestrategie.

Ideelle und fachliche Träger bestätigen Stimmungslage

„Die AMB ist als eine der wichtigsten Branchenmessen gesetzt und konnte auch 2016 die Erwartungen unserer Mitglieder erfüllen. Vom Start weg volle Messehallen, eine hohe Besucherqualität in Bezug auf Entscheidungskompetenz und Investitionsfreudigkeit sowie die durchweg positive Stimmung bei Ausstellern und Besuchern, setzen den von uns erwarteten Impuls für eine weiter positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte. Wir gehen daher davon aus, dass die von uns im Vorfeld prognostizierte Werkzeugmaschinenproduktion von Plus 2 Prozent erreicht werden wird“, resümierte Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW. Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge im VDMA, schloss sich dieser Einschätzung an: „Das sehr hohe Niveau der Vorveranstaltung wurde gehalten. Die Gespräche auf den Ständen machten extrem Spaß und die Messehallen waren zum Bersten voll. Wir fühlten uns richtig wohl, die AMB ist in Stuttgart genau am richtigen Ort“. Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbandes, ergänzte: „Unser erstmalig veranstaltetes Forum Industrie 4.0 auf unserem Messestand in Halle 1 wurde hervorragend angenommen. Wir hatten starken Zulauf und viele interessierte Besucher bei den Expertenvorträgen. Dieses Format werden wir in Zukunft ausbauen und fortführen“. Meinolf Gröpper, Referent der Abteilung Informatik im VDMA, fasst zusammen: „Digitalisierung und Virtualisierung im Sinne von Industrie 4.0 fanden nicht nur in Halle 4 statt. Das Thema war in Hallen präsent und man spürte das hohe Interesse der Besucher.“

AMB Iran erfreut sich gestiegener Nachfrage

Für einige Aussteller steht bereits im kommenden Jahr der nächste AMB Termin an. Die Fachmesse mit begleitenden Technologieforen und Themenparks findet von 23. – 26. Mai 2017 zum zweiten Mal in Teheran statt. Nach der sehr erfolgreichen Erstauflage der AMB Iran 2016 in Teheran zeichnete sich rasch nach Ankündigung des Folgetermins enormes Interesse innerhalb der Werkzeugmaschinenbau- und Präzisionswerkzeugindustrie ab. Für die Durchführung der AMB Iran auf dem neu eröffneten Messegelände Shahr-e-Aftab wurde ein Dreijahresvertrag für 2017, 2018 und 2019 vereinbart. „Die große Nachfrage sorgt dafür, dass wir auf ein größeres Gelände umziehen, weil wir die AMB Iran zur bedeutendsten Metallbearbeitungsmesse im Land ausbauen wollen. Das neue Teheraner Messegelände Shahr-e-Aftab passt ideal zu uns. Ziel ist es, die Größe der Veranstaltung zu verdoppeln“, beschreibt Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, die Visionen für die Zukunft.

In Stuttgart kommt es von 18. – 22. September 2018 zur Neuauflage der AMB. Dann mit neuer Paul Horn Halle (Halle 10) und zusätzlichen 15.000 m2 Bruttoausstellungsfläche.
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