Eine Idee mit Zukunft: Oerlikon Balzers entwickelt seit 70 Jahren Verschleißschutz-Schichten, die industrielle Prozesse effizienter machen und die Umwelt schonen – und die dazu gehörigen Maschinen.
Bild: Oerlikon Balzers

Eine Idee mit Zukunft: Oerlikon Balzers entwickelt seit 70 Jahren Verschleißschutz-Schichten, die industrielle Prozesse effizienter machen und die Umwelt schonen – und die dazu gehörigen Maschinen. Bild: Oerlikon Balzers

Bührle –hatten die Idee, auf dem Gebiet der dünnen Schichten Fertigungsprozesse zu entwickeln, und die für eine industrielle Durchführung notwendigen Apparaturen selbst zu bauen

Dadurch wurden zum ersten Mal Prozess und Anlage zu einer Einheit, und diese auch zusammen angeboten und verkauft – ein Geschäftsmodell, das sich über 70 Jahre als äußerst erfolgreich erwies.

Heute heißt die ehemalige „Gerätebau-Anstalt“ Oerlikon Balzers, und sie ist Teil des Surface Solutions Segments der Oerlikon Gruppe, das 2014 nach der Übernahme der Beschichtungssparte Metco vom Sulzer-Konzern entstanden ist.

Unternehmergeist und Wissenschaft

Für Roland Herb, CEO des Surface Solutions Segments, ist die Geschichte der Gründerväter, allen voran des visionären Auwärter, ein Sinnbild für das Unternehmen. „Lösungen für Fragen zu finden, auf die die Industrie (noch) keine Antwort hat, das liegt im Balzers-Blut, ist sozusagen Teil unserer DNA. Und ebenso der Mut, diese Ideen in die Tat umzusetzen“, umspannt er 70 Jahre Innovations- und Firmengeschichte.
Professor Auwärter stellte noch Sonnenschutz- und Anti-Reflexionsbeschichtungen für Brillengläser und Kameraobjektive sowie Dünnfilme für elektronische Anwendungen her. Lange Zeit war die Vakuumtechnologie der Schwerpunkt des Unternehmens. Auch heute noch ist das Hochvakuum wesentlich für die Dünnfilm-Beschichtung, allerdings wird dieser Teil nun zugekauft – die Kernkompetenz der heutigen Oerlikon Balzers sind Beschichtungsprozesse und die dafür notwendigen Anlagen.

Von der Flugzeug-Turbine bis zum Kolbenbolzen: Höhere Effizienz und weniger Verschleiss

1974 begann man mit der Entwicklung von PVD-Schichten (PVD = Physical Vapour Deposition, zu Deutsch: physikalische Dampfabscheidung). Der Durchbruch gelang im Jahr 1978 mit der Beschichtungsmarke Balinit, die bis heute – neben bahnbrechenden weiteren Entwicklungen – ein wichtiges Standbein von Oerlikon Balzers ist. „Im Grunde geht es für uns immer darum, den Verschleiß zu reduzieren, und gleichzeitig die Effizienz zu steigern, egal ob es sich um Formel-1-Motoren, Flugzeugturbinen, Kolbenbolzen für die Automobilindustrie, um Präzisionsinstrumente oder Werkzeuge für die plastik- oder metallverarbeitende Industrie handelt. Höhere Effizienz und weniger Verschleiß bedeuten schlussendlich geringeren Schadstoffverbrauch und Schonung der Ressourcen – ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit. Denn wir sind stolz darauf, dass unsere tägliche Arbeit auf Werten wie Nachhaltigkeit, Tradition und Innovationskraft beruht“, so Roland Herb.
Weltweit beschäftigt Oerlikon Balzers heute über 4.800 Mitarbeitende, rund 550 davon am Hauptsitz in Balzers. Mehr als 100 von ihnen sind in der globalen Forschung und Entwicklung tätig. Roland Herb spannt den Bogen über 70 Jahre Innovation: „Wir sind stolz auf unsere eigenständigen Forschungen, die zu vielen Schicht- und Anlagenentwicklungen und zu über 1.300 Patenten im Bereich der Oberflächenlösungen geführt haben – und unser Unternehmen zum Technologieführer bei Dünnfilm-Beschichtungen gemacht haben.“

Kontakt: Oerlikon Balzers Coating GmbH, www.oerlikon.com/balzers