Das neue Gebäude in Pleidesheim. - Bild: Zoller

Die Fläche des Unternehmens am Standort Pleidelsheim hat sich mehr als verdreifacht. - Bild: Zoller

| von Sabine Königl

Am 1. September 2020 feierte Zoller, heute weltweit führender Anbieter von innovativen Einstell- und Messgeräten, Software zur Vermessung, Inspektion und Verwaltung von Zerspanungswerkzeugen sowie zugehörigen Automationslösungen sein 75. Jubiläum. Doch das nicht genug. Mitte des Jahres 2020 wurde der Neubau der neuen Produktionshalle, der hochmodernen Smart Factory und des Mitarbeiterparkhauses am Standort Pleidelsheim nach einem Jahr Bauzeit und drei Jahren Planung in Betrieb genommen. Die Fläche wurde hierbei von 12.000 Quadratmeter auf 37.000 Quadratmeter erweitert.

Neues Gebäude macht stark für die Zukunft

„Das vorhandene Gebäude war schlichtweg zu klein, Prozesse wurden ineffizient, es entstanden zusätzliche Kosten, da man Räume in externen Gebäuden in der Nachbarschaft anmietete“, so Christoph Zoller, Geschäftsführer von Zoller, über die ursprünglichen Beweggründe des Neubaus. Auch die Erweiterung des Produktsortiments um neue Produkte wie die Zoller Smart Cabinets und Automationslösungen benötigten größere Produktions- und Testflächen. „Des Weiteren war es für uns keine Option, woanders zu bauen oder die Produktion ins Ausland zu verlegen. Zoller bekennt sich zum Standort Deutschland und Baden-Württemberg. In den 90er Jahren musste das Unternehmen seine eigene Fertigung aufgeben. Seither arbeiten wir mit regionalen, hochqualitativen Lieferanten und wir schätzen die Zusammenarbeit sehr. Im Jahr 2008 wurde der Firmenstandort schließlich nach Pleidelsheim verlegt. Hier ist und bleibt unser Know-how“, ergänzt Herr Zoller.

Zoller schreibt sich digitale Lösungen nicht nur im eigenen Produktsortiment seit jeher groß auf die Fahne. Das Unternehmen arbeitet auch intern seit Ende der 90er-Jahre mit einem Dokumenten-Management-System und einem weltweit vernetzten ERP-System, um Prozesse weltweit digital abzubilden.

Neue digitale Systeme, die am Markt zur Verfügung stehen, geben weit mehr Möglichkeiten, die intern nicht umgesetzt werden konnten. So investierte man in komplett neue Media-Systeme und Software zur weiteren Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, wie zum Beispiel eine Software zur digitalen Verarbeitung von Eingangsbelegen.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Faktor

Betrachtet man die Umgebung des Unternehmens wird schnell klar: Zoller befindet sich nah an der Natur und Umwelt. Dies wird auch vom Dach der Produktionshalle schnell offensichtlich: dort genießen Besucher einen Blick über die sogenannte „schwäbische Toskana“ mit ihren zahlreichen Weinbergen und zur Linken befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Aus diesem Grund, dem Bewusstsein der Verantwortung für Natur und Umwelt, setzt Zoller beim Thema Nachhaltigkeit schon immer ganz oben an.

Nachhaltiges Wirtschaften ist heute und wird in Zukunft wichtiger sein denn je. „Für zukünftige Entscheider wird nicht nur die Qualität, der Preis und der Service ein wichtiger Faktor sein. Auch das Kriterium Nachhaltigkeit wird gleichermaßen zur Entscheidung beitragen“, so Christoph Zoller. Photovoltaik-Anlagen wurden auf Teilen der Dächer angebracht, der gekaufte Strom wird mittlerweile zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen, die Dächer wurden teils begrünt – und auch für die kleinen Helfer in der Luft wurden Insektenhotels entlang der Neckarböschung aufgestellt.

Die neue Smart Factory. - Bild: Zoller
Die neue Smart Factory für Kundenpräsentationen und Zoller-Academy als Seitenansicht mit dem Helene Zoller Garten. - Bild: Zoller

Das ist die 75-jährige Geschichte von Zoller

Gegründet am 1. September 1945 als Mechanische Werkstätte durch den Mechanikermeister Alfred Zoller in Ludwigsburg, entwickelte sich das Unternehmen schnell zu einem Lohnfertiger und Hersteller für Werkzeughalter an Drehmaschinen. Mit der Entwicklung der Technologie zur Werkzeugvoreinstellung und den ersten Geräten 1958 war der Grundstein für die Spezialisierung und spätere Weltmarktführerschaft gelegt.

Unternehmensgründer Alfred Zoller. Bild: Zoller
Alfred Zoller gründete das Unternehmen Zoller im Jahr 1945. - Bild: Zoller

Mit dem Einstieg des Gründersohnes Eberhard Zoller im Jahr 1968 begann eine Phase, in der die Produktion modernisiert, die Geräte weiterentwickelt, die Internationalisierung in Angriff genommen und Wachstum generiert wurde. Die Konstante waren unternehmerischer Pioniergeist und Begeisterung für Technik und Mechanik sowie die Konzentration auf Kundennähe und Qualität.

Heute führen Christoph und Alexander Zoller in dritter Generation ein Unternehmen mit 24 Tochterunternehmen und 26 Handels-Vertretungen weltweit mit einem leistungsstarken, modernen Stammsitz in Pleidelsheim. In den Ländern USA, China und Japan, den drei stärksten Wirtschaftsmächten, ist Zoller jeweils mit einem eigenen Gebäude und einem großen Team für Sales und Service vor Ort vertreten.

Von der mechanischen Werkstätte zum internationalen Systemanbieter. - Bild: Zoller
Zoller entwickelte sich von der mechanischen Werkstätte zum internationalen Systemanbieter von innovativen Einstell- und Messgeräten, Software zur Vermessung, Inspektion und Verwaltung von Zerspanungswerkzeugen sowie zugehörigen Automationslösungen. - Bild: Zoller

Christoph Zoller erläutert die Basis für den langfristigen Erfolg und die Bedeutung der Produkte für die Fertigungsindustrie: „Zoller hat sich als unabhängiges Familienunternehmen in drei Generationen durch fortwährende technologische Weiterentwicklung, exzellenten Kundenservice und hochqualitative Produkte zielstrebig und mit innovativem Weitblick zum Innovations- und Qualitätsführer der Branche aufgebaut. Es gibt heute praktisch keine Werkzeuge, die nicht mit einem Zoller-Einstell- und Messgerät vollautomatisch gemessen und präzise eingestellt werden können.“ Alexander Zoller ergänzt: “Auf dieser Basis wollen wir uns stetig weiterentwickeln und haben mit drei neuen Gebäuden am Standort Pleidelsheim noch mehr Raum für Qualität, Präzision und Innovation geschaffen.

Unsere neue Smart Factory lässt keine Kundenwünsche offen. Dank zahlreicher Kameras und hochmoderner Medientechnik können wir unseren Kunden die digitalen Prozesse der Fertigung live präsentieren – sowohl vor Ort als auch per Livestream im digitalen Raum. Großzügige Räume für die Z.ac – Zoller-Akademie, ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie zusätzliche Flächen für die Fertigung zeigen, dass Zoller mit großer Verantwortung und unternehmerischer Weitsicht in die Zukunft geht.“

Quelle: E.Zoller

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