Fraunhofer "MaterialDigital" Gehirn

Der Fachworkshop "MaterialDigital2020" legt seinen Schwertpunkt auf pragmatische Ansätze, um die enorme Herausforderung der Digitalisierung in der Werkstofftechnik zielorientiert zu bewältigen.- Bild: Fraunhofer Gesellschaft

| von Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Im Workshop "MaterialDigital2020" präsentieren Referenten aus Industrie und Wissenschaft, wie mit digitalen Workflows, durchgängigen Datenflüssen und Datenräumen in werkstoffintensiven Produktlebenszyklen die Wertschöpfung gesteigert und Innovationen erzeugt werden können.

Werkstoffe Industrie 4.0-kompatibel machen

Werkstoffdaten und Werkstoffinformationen bergen ein riesiges Potenzial für Wertschöpfung und Innovation. Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, Werkstoffe mit ihren Eigenschaften, ihren Funktionen und ihrem Verhalten in Bauteilen in der Entwicklung, in der Fertigung und im Einsatz, Industrie 4.0-kompatibel zu machen.
Indem Informationen zu veränderlichen Werkstoffeigenschaften im Produktlebenszyklus durchgängig verfügbar sind und die materialwissenschaftliche Bewertung Eingang in die Produktion findet, ergeben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten bei der Zuverlässigkeit und Funktionalität von Bauteilen und der Effizienz von Fertigungsprozessen.
Der Paradigmenwechsel für Unternehmen und Forschungseinrichtungen besteht darin, nicht länger in (Daten-) Abteilungen denken, sondern in Datenströmen um Prozesse und Materialien datenbasiert effizient in den Griff zu bekommen.

Mit digitalen Workflows, durchgängigen Datenflüssen über Entwicklungs-, Fertigungs- und Betriebsprozesse hinweg und entsprechenden Datenräumen bekommen werkstoffintensive Produktlebenszyklen eine neue Qualität. Diese Leitthese ist in der Werkstoffcommunity mittlerweile unbestritten. Zum Weg dahin, zu Startpunkten und zur Frage der Berücksichtigung der Multiskaligkeit von Werkstoffen gibt es viele Überlegungen und Ansätze.

Der Workshop wird veranstaltet vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Website des Fraunhofer IWM.

Vier Themenfelder im Workshop

  • Daten strukturieren und Dateninseln integrieren
    Die Basis der Digitalisierung in werkstoffintensiven Wertschöpfungsketten bildet die Strukturierung von Werkstoffdaten. Erst durch eine "gemeinsame Sprache" werden ein sinnhafter Austausch und eine Verknüpfung möglich. Auf dieser Grundlage können Prozesse oder Prozessschritte datenbasiert dargestellt und Dateninseln zusammengeführt werden.
  • Datenströme implementieren
    Die vielzitierte durchgängige Verfügbarkeit von Werkstoffinformationen erfordert die Implementierung von Datenströmen. Dazu müssen Messdaten, Maschinen und -geräte zu einem digitalen Workflow integriert werden. Beispielsweise gilt es digitale Pfade von der Prüfmaschine bis zum Simulationstool zu etablieren.
  • Datenbestände analysieren und nutzen
    In vielen Unternehmen schlummern ungenutzte wertvolle Datenbestände, die es zu analysieren und zu nutzen gilt. Zentrale Arbeitsfragen sind: Wie können vorhandene inkonsistente Werkstoffdaten für die Entwicklung neuer Produkte genutzt werden? Wie können Datenverarbeitungsprozesse beschleunigt werden?
  • Datenprodukte entwickeln
    Zudem führen digitalisierte Entwicklungs- und Produktionsprozesse zu neuen Datenprodukten und Geschäftsmodellen. Im Fokus stehen digitalisierte Werkstoffe oder die Ausgestaltung von Schnittstellen bei firmeninternem und firmenübergreifendem Datenaustausch.

Die Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen, deren Erfolg in hohem Maße von Werkstoffinformationen beeinflusst wird, beispielsweise in der Entwicklung, in der Materialverarbeitung oder im Bauteileinsatz. Das heißt die Erzeugung, Bereitstellung, Verknüpfung und Auswertung von Werkstoffdaten und -informationen sind wettbewerbsrelevante Kompetenzen. vg

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