TVM- digitaler Messprojektor

TVM – Der digitale Messprojektor für die smarte Sichtfeldmessung im Qualitäts- und Fertigungsumfeld. - Bild: Vision Engineering

Der digitale Messprojektor TVM (Telecentric Video Measurement) aus der Produktpalette von Vision Engineering sichert schnelle Messungen im Qualitäts- und Fertigungsumfeld. Durch die Kombination aus fortschrittlicher Technologie und hohem Automatisierungsgrad misst TVM automatisch 2D-Teile in nahezu jeder Form.

Nach dem Auflegen der Komponente wird das Bauteil durch das eingelernte Schema vollautomatisch identifiziert oder es werden via FeatureFinder die geometrischen Prüfmerkmale erkannt und auch ohne vorherige Programmierung beinahe in Echtzeit gemessen. Das reproduzierbare Ergebnis kann mit dem integrierten SPC Modul (Statistical Process Control) gleich im Report verglichen werden oder auf Wunsch automatisch direkt in MS Excel oder vergleichbare OpenSource-Anwendungen ausgegeben werden.

Einfach und intuitiv

Screenshot Messsoftware
Durch die Kombination aus fortschrittlicher Technologie und hohem Automatisierungsgrad ermöglicht TVM das sichere Messen von 2D-Teilen nahezu jeder Form. - Bild: Vision Engineering

Vorgefertigte, dem Messablauf zuordenbare und frei konfigurierbare Report-Templates machen es sehr leicht, die entsprechende Dokumentationsform zu finden. Natürlich ist auch eine Ausgabe auf serielle Schnittstellen (RS232) möglich, so dass eine geräteübergreifende Arbeitsweise ermöglicht wird. Ferner ist ebenfalls eine Dokumentation in den gewohnten Austauschformaten (CSV, TSV, TXT), bis hin zu DXF und Messpunktwolken zur Weiterverarbeitung in CAD möglich.

Durch das intuitive und einfache Bedienkonzept und die Verlässlichkeit, die sowohl den Werker, als auch den Qualitätsprofi überzeugen, wird TVM in den unterschiedlichsten Industriebereichen, von der Automotive- und Elektronikbranche, Medizintechnik, bis zur Kunststoffverarbeitung und Präzisionsmechanik angewandt.

Merkmale ins rechte Licht setzen

Die Kombination aus telezentrischem Objektiv, welches einen relativ großen Sichtbereich erlaubt und hochauflösendem Kamerachip, im Zusammenspiel mit volltelezentrischer Beleuchtung, liefert eine scharfe Kantendarstellung auch an komplexen Teilen und mithilfe eines optionalen, koordinatenkompensierten Messtisches werden auch Messungen ermöglicht, die größer als das Sichtfeld sind, ohne das die Genauigkeit leidet.

Dieses Verfahren wird auch Photo-Stitching genannt. Das Problem des anwenderunabhängigen Messens, welches in der Vergangenheit allenfalls eine Verlagerung auf das QS-Personal darstellte, findet seinen Weg in automatischer Kantenerfassung und ausgefeilter Interpolation der Messpunktaufnahme. Bedienereinflüsse und Anwenderfehler verbleiben zwar immer noch in der QS-Zuständigkeit, können aber durch die automatische Erfassung und Darstellung der Kanten entscheidend eliminiert und größtmöglich ausgeschlossen werden.

Hierbei hilft auch eine fast über den gesamten Fokusbereich kontrastscharfe Kantendarstellung, die den Überblendungsfehler nach dem Lambert'schen Kosinusgesetz fast ausschließt. Die merkmalgesteuerte, programmier- und segmentierbare LED-Beleuchtung für Auf- und Durchlicht, setzt die entsprechenden Merkmale ins rechte Licht und unterstützt ebenso bei der Vermeidung von Anwenderfehlern.

Das Lambertsche Gesetz (Lambertsches Kosinusgesetz) erklärt die Abhängigkeit der Lichtstärke eines ideal diffus reflektierenden Flächenstücks (einer sogenannten Lambert-Fläche) vom Betrachtungswinkel θ. Dieses Gesetz wurde von Johann Heinrich Lambert formuliert.

Klare Kantendarstellung auch an komplexen Teilen

Der digitale Oneshot Messprojektor TVM wird hauptsächlich zur Überprüfung der Maßhaltigkeit von Durchmessern, Abständen, Radien oder Winkeln eingesetzt. Vor allem Dreh- und Spritzgussteile, Stanz- und Biegeteile, sowie lasergeschnittene Werkstücke sind die üblichen Artikel für Sichtfeldmessungen.

TVM ist mit einer komplett überarbeiteten Software der neusten Generation ausgestattet, die alle gängigen Messwerkzeuge beinhaltet, inklusive Datenimport/-export, sowie Report- und Berichterstellung. Eine Reihe von Sonder-Features wie Best Fit Profiling, sowie Außengewinde- und Kabelisolationsmessung stellen die Spitze des Messens fast ohne Vorkenntnisse dar.

TVM Messprojektor
Durch die Kombination aus fortschrittlicher Technologie und hohem Automatisierungsgrad ermöglicht TVM das sichere Messen von 2D-Teilen nahezu jeder Form. - Bild: Vision Engineering

Highlights des digitalen Messprojektors TVM

  • Automatisch oder auf Knopfdruck messen
  • mit FeatureFinder auch ohne (Vorkenntnis) Programm messen
  • Messung größerer Komponenten mit verfahrbarem Messtisch
  • Intuitiver Bedienkomfort
  • Kein Ausrichten und Nachfokussieren der Teile notwendig
  • Nahezu anwenderunabhängig ohne Vorkenntnis messen

Vorteile für den Anwender: 

  • Prüfmerkmale messen, beinahe in Echtzeit
  • System ist einsetzbar als einfacher, digitaler Messprojektor oder als komplettes Videomesssystem
  • Gut/Schlecht-Anzeige mit geometrischer Toleranzprüfung, sowie Tolerierung nach ISO 286 bzw. 2768
  • Messen einer Vielzahl von 2D-Komponenten; flach, quadratisch oder zylindrisch

Rückführbar und sicher

Die Rückführbarkeit des Systems basiert auf Akzeptanz- und Verifizierungstests für kartesische Messsysteme, gemäß ISO/IEC 10360-7 und ist somit µm-genau und sicher. Die verwendeten Kalibrier-Normale des hauseigenen technischen Service sind rückführbar nach ISO/IEC 17025. Die Leistungsanforderungen beider Normen bilden die Grundlage für das Tun und Handeln von Vision Engineering Central Europe.

Die Richtlinien ISO / IEC 10360 und ISO / IEC 17025

Die ISO / IEC 10360 umschreibt als Richtlinie Annahme- und Bestätigungsprüfungen für Koordinatenmessgeräte (KMG) in erster Linie taktil was Längenmessungen mit berührender Antastung angeht. Die Akzeptanz- und Verifizierungstests für kartesische KMG, werden aber auch für Bildgebende Sondierungssysteme jeglicher Art verwendet.

Die ISO / IEC 17025 legt die allgemeine Anforderung an die Kompetenz zur Durchführung von Kalibrierungen fest. Sie gilt für alle Organisationen die Tests und Kalibrierungen durchführen und bildet die Grundlage zur Entwicklung eines Managementsystems für Qualitäts-, Verwaltungs- sowie technische Prüfprozesse. Weiterhin wird eine Akkreditierung nach diesem Standard als Indikator und Bestätigung bzw. Anerkennung der Kompetenz des Kalibrierenden angesehen da dieser die Einhaltung der entwickelnden Prüfmethoden garantiert.