Komet KomTronic U-Achs-Werkzeuge
Die Kombination aus Stama-Fräs-Drehzentrum MT 838 TWIN und Komet-Zerspanungsoptimierung setzt neue Maßstäbe bei der Turboladerbearbeitung. Im Bild die Zerspanung der Trompetenbohrung mit Komet KomTronic U-Achs-Werkzeugen. - Bild: Ceratizit

Ein weiteres Komet-KomTronic U-Achssystem wird zur Fertigbearbeitung der Gegenlager-Trompetenbohrung genutzt. Es ersetzt mit einem einzigen Stufenaufsatzwerkzeug gleich mehrere Werkzeuge und kann in einem Gang komplizierte Konturen erzeugen – bei geringeren Bearbeitungskräften als bisher, höheren Standzeiten und sehr hoher Formtreue. Für zukünftige Turbolader-Projekte stehen auch ausgewählte Ceratizit-Werkzeuge zur Verfügung, wie zum Beispiel der Aufsteckplanfräser A274, der sich acht Schneiden mit extrem positiver, weichschneidender Geometrie für instabile Aufspannsituationen und schwerzerspanbare Materialien anbietet.

Das Verteilerrohr, das im späteren Einsatz unter hohem Druck steht, wird zunehmend aus rostfreiem Stahl 1.4301 und 1.4307 hergestellt, der langspanend ist und sich nur schwer bearbeiten lässt. Beim Erzeugen der Tiefloch- und Injektorbohrungen kommt die Kompetenz der Ceratizit-Gruppe zum Tragen. So weisen die Vollhartmetall-Tieflochbohrer aus dem Ceratizit-Werk in Balzheim nicht nur eine Spannutlänge von bis zu 600 mm auf. Sie zeichnen sich auch durch lange Standzeiten und optimale Spanausbringung aus. Für die kreuzenden Injektorbohrungen sind VHM-Bohrwerkzeuge im Programm, die mit einer speziellen Geometrie zum extrem wichtigen gratarmen Bohren punkten. Zudem werden für die Common-Rail-Bearbeitung Gewindefräswerkzeuge von Komet und WSP-Glockenwerkzeuge von Ceratizit Austria eingesetzt.

Turboladergehäuse aus schwer zerspanbarem, austenitischen Gusseisen
Stellt hohe Anforderungen an die Bearbeitung: ein Turboladergehäuse aus schwer zerspanbarem, austenitischen Gusseisen. - Bild: Ceratizit

Tieflochbohrer werden auch zur Bearbeitung der Kurbelwelle benötigt, und zwar um die schrägen Ölbohrungen zu erzeugen. Durch das geschmiedete Material und den schrägen Anschnitt und Austritt entstehen hohe Anforderungen, denen die Ceratizit-Tieflochbohrer durch jüngste Weiterentwicklungen erfolgreich begegnen. So sorgt die angepasste Nutgeometrie für besseren Spänefluss. Ein neu entwickelter Spitzenanschliff mit spezieller geläppter Kantenverrundung sowie eine neuartige Multilayer-Kopf-Beschichtung tragen zu hoher Verschleißbeständigkeit bei. Dadurch hat sich die Standmenge eines Tieflochbohrers von 200 auf 350 Kurbelwellen erhöht. Die Werkzeuge eignen sich optimal für Minimalmengenschmierung; auch die Mischbearbeitung von Guss und Stahl ist möglich. nh