| von Jürgen Gutmayr

Herzstück und Pulsgeber der neuen VPulse 500 ist die Generatortechnologie VPulse EDM. Der neu entwickelte Hochleistungsgenerator sorgt für eine höhere Abtragsleistung oder eine verbesserte Oberflächenqualität. Wie bei den bisherigen QWD-Maschinen fungiert auch bei der VPulse 500 der Erodierdraht als Elektrode. Der Draht wird so dicht an das Werkstück geführt, dass ein Funke zwischen Elektrode und Werkstück entsteht, der das Material an der PKD-bestückten Schneidkante abträgt. Dank des feinen Erodierdrahts lassen sich komplexe Geometrien und kleinste Innenradien präzise bearbeiten – also Strukturen, wie sie für Stufen- oder Glockenwerkzeuge typisch sind.

Urkundenübergabe in der Lehrwerkstatt in Biberach
Urkundenübergabe in der Lehrwerkstatt in Biberach. Von links nach rechts: Stefan Brand, Geschäftsführer von Vollmer, Sieglinde Vollmer, Tochter des Unternehmensgründers, sowie Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm. - Bild: Vollmer

Die integrierte Technologiedatenbank der VPulse 500 erleichtert das Handling von vorkonfigurierten Parametern und erhöht die Benutzerfreundlichkeit durch eine schnelle Auswahl des materialspezifischen Bearbeitungsprogramms. Je nach Anforderungen eines Werkzeugherstellers kann die Technologiedatenbank individuell erweitert werden. Intelligente Automatisierungslösungen ermöglichen einen Mehrschichtbetrieb der Drahterodiermaschine sowie den mannlosen Einsatz am Wochenende. Werkstückspeicher für die VPulse 500 gibt es für 16, 28 und 65 Werkstücke. Mit der Vollmer-Maschine lassen sich PKD-Werkzeuge bis zu einem Gewicht von 25 kg bearbeiten. Platz im Innenraum finden Werkstücke mit Längen bis zu 500 mm und Durchmessern bis 320 mm. gt/nh

Auf einen Blick

100 Jahre Ausbildung bei Vollmer

Die Industrie- und Handelskammer IHK Ulm würdigte kürzlich 100 Jahre Ausbildung bei Vollmer in Biberach. Zum Jubiläum überreichte Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm, die Urkunde. "100 Jahre Ausbildungsbetrieb Vollmer" in passendem Ambiente: der Lehrwerkstatt von Vollmer. Das erste eingetragene Lehrlingsverhältnis lässt sich auf das Jahr 1916 zurückdatieren. Seitdem ist die Ausbildung beim Schärfspezialisten aus Biberach ein echter Erfolgsgarant – für Region und Unternehmen. Bereits mehr als 1500 Azubis und Studenten zählt Vollmer bis heute.