Vertikal zu top Ergebnissen

Weltweit haben Automobilbauer im vergangenen Jahr ihre Umsätze steigern können. Den größten Schub gab es dabei aus den Märkten in den USA, China, Indien und Russland. Das stellt allerdings insbesondere Zulieferer aufgrund der rasch wachsenden Stückzahlen vor besondere Herausforderungen.

Die Produktion kleiner Futterteile ist häufig mit sehr großen Stückzahlen verbunden. Vor allem Getrieberäder, Planetenräder, Kettenräder und Flanschteile werden etwa millionenfach für Pkw benötigt. Daher sind kurze Zykluszeiten bei der Produktion des einzelnen Bauteils die Regel. Die Schleifbearbeitung der Innenkontur zum Beispiel eines Getrieberads muss extrem schnell vonstattengehen. Die Werkstückspannvorrichtung der Maschine soll im Anschluss in sehr kurzer Zeit mit einem neuen Bauteil beladen werden. In vielen Produktionsumgebungen ist das der kritische Moment, da die Nebenzeit oft ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses ist.

Bei großen Produktionsmengen und kleinen Taktzeiten punktet das vertikale Schleifzentrum VLC 100 G von Emag für kleine Futterteile bis zu einem Durchmesser von 100 mm. Die Anlage belädt sich durch das Pick-up-System selbst. Und während ein Bauteil geschliffen wird, kann der Bediener oder eine Automation die nächsten Rohlinge bereits wieder auf das umlaufende Transportband platzieren. Auf diese Weise sollen die Nebenzeiten reduziert und eine hohe Ausbringung erzielt werden. Von Vorteil ist auch die Vertikalbearbeitung. Der Schleifschlamm fällt bei dieser Bauweise direkt nach unten und wird einfach aus der Maschinenwanne abtransportiert.

Auf einen Blick

Vorteile der VLC 100 G

  • kompakte Bauweise der Schleifmaschine sorgt für höchste Präzision
  • sowohl Innen- als auch Außenschleifspindeln können in der Maschine eingesetzt werden
  • integrierte Automation und kurze Wege für kurze Span-zu-Span-Zeiten
  • vertikale Bearbeitung für freien Spänefall nach unten
  • optimale Zugänglichkeit für schnelles Rüsten
  • hohe Prozesssicherheit durch optionalen Einsatz eines Messtasters

Vertikale Pick-up-Schleifmaschine VLC 100 G.

Auch Messprozesse lassen sich in die Maschine integrieren. Damit ist die Qualitätsprüfung optimal in den Gesamtprozess eingebunden. Der Messtaster ist zwischen dem Arbeitsraum und der Pick-up-Station angebracht und somit optimal geschützt.

Ein Video zum Thema finde Sie hier.

Für die effiziente Schleifproduktion verfügt die VLC 100 G über die Möglichkeit, zwei Schleifspindeln einzusetzen. Die zwei Schleifwerkzeuge lassen sich entweder für unterschiedliche Schleifoperationen oder zum Schruppen und Schlichten nutzen. Das erste Werkzeug trägt mit hohem Vorschub überschüssiges Material am Rohling ab. Die eingesetzte CBN-Scheibe ist auf diese Belastung hin ausgelegt. Das zweite Werkzeug mit anderer Spezifikation übernimmt anschließend die Feinarbeit und garantiert auch bei anspruchsvollen Geometrien perfekte Oberflächen. Mithilfe dieser intelligenten Werkzeug-Kombination konnten laut Emag-Konstrukteuren die Schleif-Bearbeitungszeit auch bei komplexen Bauteilen drastisch reduziert werden. „Mit zwei Werkzeugen kann insbesondere bei hohen Aufmaßen eine kürzere Taktzeit als nur mit einem Werkzeug erreicht werden, indem das erste Schleifwerkzeug auf das Schruppen und das zweite auf das Schlichten ausgelegt ist“, beschreibt Guido Hegener, Geschäftsführer der Emag Salach Maschinenfabrik GmbH.

Integrierbare Anlagenkonzepte
Dass dieses Gesamtkonzept aus schneller Beladung und effektiven Schleifprozessen überzeugt, kann freilich nicht überraschen. Denn die VLC 100 G passt zur dynamischen Entwicklung innerhalb der Automotive-Produktion. Gerade wenn die benötigten Stückzahlen schnell ansteigen, sind neue Anlagenkonzepte gefragt, die sich unkompliziert in die Gesamtproduktion integrieren lassen. Das trifft hier in zweierlei Weise zu. Das Programmieren neuer Werkstücke soll mit der neuen Programmiersoftware, dem Emag Navigator einfach und intuitiv sein und wertvolle Rüstzeit sparen. In vielen Produktionsstätten ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auf der anderen Seite soll der ungewöhnlich kleine Footprint der VLC 100 G jedem Produktionsplaner die Aufgabe vereinfachen. Die Maschine in der Stand-Alone-Variante benötigt eine Grundfläche von nur 4,5 m2.