Schweizer Innovationen

Bereits im vergangenen Jahr feierte Spanntechnikhersteller Gressel sein 90-jähriges Jubiläum. Gegründet 1923 als Mechanische Werkstatt entwickelte sich nach eigenen Angaben daraus ein international anerkannter Technologiebetrieb. So ist die Liste der in 90 Jahren erfundenen und weiterentwickelten Spanntechnikprodukte und -lösungen sehr lang und geht im Ursprung auf das Jahr 1933 zurück.

Damals wurde der Werkbankschraubstock vorgestellt, dem zahlreiche Verbesserungen und der Ausbau des Programms folgten. Der Hochdruckspanner MHS bildete ab 1965 die Basis für das schnelle Spannen von Werkstücken auf Werkzeugmaschinen. Mit den schnell steigenden produktionstechnischen Anforderungen äußerten den Gressel-Experten zufolge die Anwender den Wunsch nach leistungsfähigerer Werkstückspanntechnik. Gressel präsentierte 1983 den Bohrmaschinenschraubstock ecopos.

Parallel zur rasanten CNC-Entwicklung der Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren folgten in rascher Folge der Schnellspanner gripos (1991), der Sensor-Kraftspanner grefors (1996) und der Baureihe duogrip (1997), dem multifunktionalen Einfach-, Doppelt- und Zentrischspanner.

Dem modularen multigrip-System für die Mehrfachspannung und den NC-Schnellspanner gripos mit Zuganker aus 2003 folgte im Jahr danach mit grefix ein Direktspanner mit Zuganker. Dem schlossen sich 2005 die innovativen und den Experten von Gressel zufolge bis heute die Benchmark bildenden 5-Achsen-Spanner der gripos-Serie sowie die duogrip-Zentrischspanner-Familie für die 5-Achsen-Bearbeitung an. 2006 wurden multifunktionale Zentrischspanner der Baureihe centrinos entwickelt.

Komplettlösungen
Weitere Neuerungen sind der Kleinteile-Einfachspanner solinos, der 5-Achsen-Kraftspanner grepos 5X oder auch das mechanische Nullpunktspannsystem gredoc. Zudem bietet Gressel spanntechnische Komplettlösungen zur Prozessoptimierung.

Gressel 2

Das 5-Achsen-Spannsystem in der Anwendung.
Bilder: Gressel AG

Seit 2010 bietet Gressel Werkstück-Management in Gestalt von Werkstückspeichern mit individuell angepassten Werkstück-Handhabungslösungen zur automatischen Beschickung von Bearbeitungszentren an. Beispiele sind die Speicher P 10 und P 60, die vor Kurzem um eine robotergestützte Komplettlösung ergänzt wurden.

In Kooperation mit dem Roboter-Systemintegrator und Maschinenbau-Unternehmen Bachmann Engineering AG entstand die Komplettlösung „BFM Bachmann FeedMaster System Gressel“. Die nur etwa 1,5 m2 Fläche beanspruchende, optional fahrbare Kompletteinheit besteht aus einem Werkstückmagazin, einem Roboter, einem multifunktionalen Greifer und der Werkstückspanntechnik.

Aktuellste Entwicklung ist der kompakte Zentrischspanner C1, der sich nach Herstellerangaben für die Rohteilspannung zur Bearbeitung der ersten Seite (mit grip-Wendebacken) und für die Halbfabrikat-/Fertigteilspannung oder die Bearbeitung der zweiten Seite (mit Backen, die eingespannt überschliffen werden) eignet.