Bild: © tuk69tuk - Fotolia.com

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Die international agierende Widmann Maschinen GmbH & Co. KG ist Marktführer für Maschinenbau zur Folienverarbeitung. Die Kunden stellen auf den Widmann-Anlagen zum Beispiel Klarsichthüllen für den Büroorganisationsbereich, Aluminiumverpackungen oder Verpackungsbeutel mit Ausgießern für den Lebensmittel- sowie vermehrt den Medizinsektor her. Im Gegensatz zu den Marktbegleitern, welche die Produktion über das Wärmeschweißen lösen, wird bei Widmann nahezu ausschließlich ultraschallgeschweißt.

Um Lieferzeit und Passgenauigkeit der Komponenten für die Maschinen garantieren zu können, fertigt Widmann selbst. Dabei kommen auch Zerspanungswerkzeuge zum Einsatz, die verwaltet werden müssen.

Andreas Gauch, Fertigungsleiter bei Widmann, erklärt: „Bisher wurden die Zerspanungswerkzeuge über einen einfachen Schrank verwaltet und in einer Liste festgehalten. Leider kam es

Arno Storemanager

StoreManager – dank mitgeliefertem Barcodescanner kann schnell und
fehlerfrei ein- und ausgelagert werden.
Bild: Arno

immer wieder zu unschönen Zwischenfällen, weil ein Werkzeug nicht zurückgebracht wurde oder niemand einen Bedarf zur Nachdisposition gemeldet hatte. Maschinenstillstände oder unfertige Werkstücke waren nur zu oft die Auswirkung. Im Endeffekt war es bares Geld, das dadurch verloren ging.“ Er ging auf die Suche nach einem geeigneten System zur Werkzeugverwaltung. Nach intensiver Recherche wurde er schließlich bei Arno Werkzeuge fündig.

Der Arno-StoreManager mit einer sehr übersichtlichen Menüstruktur, einem einfachen, aber ebenso effektiven Aufbau und der stabilen Bauweise, entsprach seinen Vorstellungen. Auch der Platzbedarf des Arno-StoreManagers im Vergleich zu einem anderen System sei auf ein Viertel geschrumpft. Überzeugt hat ihn dann endgültig die Besichtigung des StoreManagers im Unternehmen Arno Werkzeuge. Gauch schätzt das kompetente, fundierte Wissen, die schwäbische Denkweise, kurze Entscheidungswege und die Hands-on-Mentalität von Arno Werkzeuge. „Das passt sehr gut zu den Ansprüchen und der Mentalität von Widmann.“, betont der Fertigungsleiter.

Auf einen Blick

Arno-StoreManager

Der StoreManager kann individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden:

  • kann mit bis zu 2160 Fächern ausgestattet werden
  • vier Fächergrößen stehen zur Auswahl
  • kompakte Bauart (weniger als 1,5 m² Stellfläche)
  • ermöglicht einen geringen Kostenaufwand pro Fach

Erweiterungsmöglichkeiten waren mit ausschlaggebend

Widmann Beutel

Maschinen von Widmann können zum Beispiel Verpackungsbeutel mit Ausgießern im zeitsparenden Ultraschallschweiß-Verfahren herstellen.
Bild: Widmann

Die Rentabilität des Arno-StoreManagers, auch auf zukünftige Pläne der Widmann Maschinen GmbH bezogen, ließ sich den Geschäftsführern ganz klar vermitteln. Ein zusätzliches Kriterium, das den Ausschlag gab, waren die Erweiter-ungsmöglichkeiten des StoreManagers. Neben dem Hauptschrank mit wahlweise 1080 oder 2160 Fächern kann jederzeit ein weiterer Schrank angeschlossen werden, dessen Bedienfeld mit dem ersten Bedienfeld verbunden ist. Ein Datenaustausch der beiden Systeme gibt immer den tatsächlichen Bestand an.

Kurze Lieferzeit

In der Umsetzung waren die Anweisungen an die von Widmann zu leistende Vorarbeit sehr genau und ohne große Umständlichkeit oder Fragen zu bewerkstelligen. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauerte es dann gerade einmal fünf Wochen. „Nur vier Stunden hat die tatsächlichen Inbetriebnahme durch den Servicetechniker gebraucht“, so der Fertigungsleiter. Einen Großteil der schnellen Umsetzung hat die saubere Planung der Menüstruktur und der genau definierte Ablauf ausgemacht. Das System ist so bedienerfreundlich und selbsterklärend

Arno Einzelentnahme

Die Einzelentnahme ermöglicht eine 100-prozentige Lagerkontrolle.
Bild: Arno

strukturiert, dass der Fertigungsleiter kurzerhand die Schulung seiner Mitarbeiter selber durchführte. Gerade einmal 30 min brauchte er, um allen beizubringen, wie der Arno-StoreManager funktioniert. Inzwischen wird vom Zerspanungswerkzeug über Handwerkzeuge und Entgrateklingen zu Handschuhen hin alles eingelagert. Selbst Permanentmarker werden dort verwaltet. Momentan werden die Artikel aus dem Arno-StoreManager nur ausgelagert. Abgestimmt auf das Zerspanungswerkzeug werden immer Verbrauchseinheiten im Werkzeugschrank vorgehalten. Ist ein Fräser zum Beispiel mit sechs Wendeschneidplatten bestückt, befindet sich im Einzelfach des Arno-StoreManagers eine Packung mit genau sechs Wendeschneidplatten.

„Nur vier Stunden hat die tatsächliche Inbetriebnahme durch den Servicetechniker gebraucht – das hat mich wirklich beeindruckt!“

Andreas Gauch, Widmann

Es gäbe auch die Möglichkeit, die Artikel mit einer variablen Entnahmemenge zu lagern. Dies setzt allerdings voraus, dass alle Mitarbeiter am Schrank zuverlässig die Restmengen an Wendeschneidplatten wieder in den Schrank zurücklegen und entsprechende Mengen verbuchen. Das war Gauch dann doch zu kritisch. Ihm geht es um 100-prozentige Prozesssicherheit und eine effektive Kontrolle. Das System hat sich bewährt.

Zweimal pro Woche werden fehlende Artikel nachbestellt. Dadurch sind die Liefermengen überschaubar, und das Umverpacken in entsprechende Verbrauchseinheiten kann mit so geringem Zeitaufwand erledigt werden, dass die gewonnene Sicherheit in Zeit und Geld nicht aufzuwiegen ist. Überhaupt ist Gauch begeistert von den Vorteilen, die der Werkzeugautomat ihm ganz nebenbei bietet: Die Zeitersparnis für Bestellungen, da er bereits einen Bestellvorschlag erhält, zusammen mit der Zeitersparnis beim Einlagern, summiert sich auf ungefähr 80 Prozent der bisher benötigten Zeit. Hinzu kommen der geringe Verwaltungsaufwand und die entfallende Inventur. Nicht zu vergessen sind die Nebenzeiten an der Maschine, die gespart werden. Durch die Einzelteilfertigung bei Widmann macht dies den größten Teil aus. Rund 60 min pro Tag und Maschine für Suchzeiten entfallen; da kommt bei sieben Maschinen so einiges zusammen.

Tobias Breitling und Andreas Gauch

Tobias Breitling, Produktmanager Werkzeugverwaltungssysteme bei Arno Werkzeuge (links) und Andreas Gauch, Fertigungsleiter bei Widmann: „Durch eine gute Vorbereitungsphase war das System innerhalb von vier Stunden einsatzbereit.“
Bild: Arno

Auch für größere Artikel gerüstet

Eigentlich findet Gauch den Schrank perfekt. Einen Verbesserungsvorschlag hat er dann aber doch: „Ein größeres Fach für ausladende Gegenstände wie etwa eine Schieblehre wäre gut“, findet er. Als nächsten Schritt möchte er Messmittel und Lehren über den Schrank verwalten, um genau nachvollziehen zu können, wo sich die einzelnen Artikel gerade befinden. Die ursprüngliche Konzeption des Arno-StoreManagers ist an kleinen Zerspanungswerkzeugen wie Bohrer, Fräser, Wendeschneidplatten ausgerichtet. Dennoch hat der Hersteller sich der Problematik größerer Artikel bereits angenommen und entwickelt derzeit weitere Schränke, die variabel ans System angebunden werden können. Im zweiten Quartal 2016 sollen diese auf den Markt kommen.

Auch der Einsatz neuer Materialien in der Medizintechnik setzt neben einem gewissen Fachwissen der Mitarbeiter eine steigende Vielfalt an Werkzeugen voraus. Ein Grund mehr, die Werkzeuge über ein Verwaltungssystem wie den Arno-StoreManager überwachen zu lassen und effizient und rentabel den Herausforderungen von morgen gegenüberzustehen.

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