Dank der neuen Softwarearchitektur und der enormen Datenkomprimierung stehen mit TDM Global Line alle zentral definierten Werkzeugdaten und -graphiken an jedem Fertigungsstandort zur Verfügung. 
Bilder: TDM Systems GmbH

Dank der neuen Softwarearchitektur und der enormen Datenkomprimierung stehen mit TDM Global Line alle zentral definierten Werkzeugdaten und -graphiken an jedem Fertigungsstandort zur Verfügung. Bilder: TDM Systems GmbH

Die zerspanende Industrie ist traditionell sehr bodenständig. Auf der einen Seite stehen vollautomatisierte Fertigungen, in die zumeist ein Tool Data Management als Komponente digitaler Produktionsplanung voll integriert ist. Auf der anderen Seite gibt es eine große Zahl an Betrieben, die in vielen Bereichen noch mit digitalen Insellösungen auskommt.

„Studien zufolge existieren heute weltweit ungefähr eine Million Betriebe in der zerspanenden Industrie“, erläutert Adir Zonta, Produkt-Manager bei TDM-Systems. „Erst 30 Prozent davon nutzen CAM-Systeme. Ganze 700 000 Betriebe nutzen noch keine CAM-Systeme, sondern arbeiten zum Beispiel mit manueller CNC-Programmierung. Das alles sind potenzielle Kunden eines digitalen Tool Lifecycle Management. Über moderne Softwarekonzepte lassen sich die richtigen Bedingungen anbieten, um einfach und preisgünstig ins Digital Manufacturing einzusteigen.“ Tool Lifecycle Management bietet Vorteile, wie den abteilungsübergreifenden Zugriff auf die Werkzeugdaten. Das Feedback aus der Fertigung fließt zurück in die Entwicklung und wird für eine kontinuierliche Optimierung der Planung genutzt.

 

Optimale Prozesssteuerung

Zu Digital Manufacturing gehört vor allem die Weitergabe der Planungs- und Werkzeugdaten an die Fertigung. Das funktioniert aber nur, wenn diese Datensätze auch problemlos allen Beteiligten im Unternehmen und bei den Partnern zur Verfügung stehen, betont Geschäftsführer Peter Schneck: „Für die optimale Steuerung globaler Prozesse wird man zwischen dem eigenen Netzwerk und den Netzwerken der Lieferanten, Partner und Kunden eine Brücke schlagen müssen. Dieses Trägersystem wird das Internet sein. So werden es Unternehmen leichter haben, mehr Informationen über die Erstellung wie auch die Auswahl der Werkzeuge zu sammeln.“ Der von TDM Systems verfolgte Ansatz des Tool Lifecycle Management soll dafür sorgen, dass Werkzeugdaten auf jeder Ebene jederzeit zur Verfügung stehen.

Auf einen Blick

Vorteile durch den Einsatz der TDM-Software

Als Tochterunternehmen der Walter AG entwickelt und vermarktet die TDM Systems GmbH seit mehr als 20 Jahren Software zur Organisation von Werkzeugdaten und Betriebsmitteln.

  • Senkung der Werkzeugkosten
  • Senkung der Verwaltungskosten für Lager und Bestellwesen
  • Optimierung des Werkzeugeinsatzes
  • Erhöhung der Werkzeugverfügbarkeit
  • auftragsbezogene Werkzeugbilanzierung
  • Zugriff auf Werkzeugdaten und 2D/3D-Grafiken direkt aus dem CAD/CAM-System
  • verfügbare 3D-Grafiken existierender Werkzeuge für reale Simulationen
  • Reduzierung der werkzeugbedingten Maschinenstillstände

Daten sind das virtuelle Gold auch in der Werkzeugverwaltung, beschreibt Schneck weiter. Wer die Daten liefert, hat die Nase vorn. Diese Erkenntnis ist eine der Grundlagen des Prinzips von TDM. Denn eine Werkzeugdatenverwaltung muss offen sein, muss zahlreiche Import- und Exportschnittstellen liefern und Daten aus unterschiedlichen Quellen in ein Verwaltungsmodul integrieren. Beim Tübinger Spezialisten liegt deshalb die höchste Priorität auf der Entwicklung von Schnittstellen. „Zur Anbindung von CAM-Systemen, Voreinstell- und Lagersystemen, Maschinensteuerungen, aber auch auf der Planungs- und Execution-Ebene zu PPS, ERP und MES-Systemen“, erläutert Schneck: „Tool Lifecycle Management ist ein wesentlicher Beitrag zu Industrie 4.0.“

 

Neues Highspeed-Softwaremodul

Ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0 stellt auch das neue Softwaremodul TDM Global Line dar, das im August vorgestellt wird. Dank des Highspeed-Zugriffs auf die firmeneigenen Werkzeugdaten können Fertigungsunternehmen

Adir Zonta, TDM

„Über moderne Softwarekonzepte lassen sich die richtigen Bedingungen anbieten, um einfach und preisgünstig ins Digital Manufacturing einzusteigen.“
Adir Zonta, Produkt-Manager TDM Systems GmbH

ihre Produktivität an allen Standorten erhöhen. Dank der neuen Softwarearchitektur und der enormen Datenkomprimierung stehen per Mausklick alle zentral definierten Werkzeugdaten und -graphiken an jedem Fertigungsstandort zur Verfügung. Anwender von TDM Systems können ihre zentrale Anwendung auf weitere Werke erweitern. Zudem ist TDM Global Line kompatibel zu den bestehenden TDM-Datenbankanwendungen.

Aktuell bietet TDM bereits eine Vielzahl an Verbindungen zu unterschiedlichen Systemen, die den Fertigungsprozess unterstützen. Erst mit dem Lückenschluss zwischen Planung und Fertigung kann von einer umfassenden Vernetzung gesprochen werden. Dafür steht auf Seiten der Werkzeughersteller jedoch noch ein wichtiger Schritt aus: Sie müssen sich durchgängig an internationale Standards anpassen bezüglich der Beschreibung von Werkzeugen (geregelt in ISO13399) und ihrer Klassifizierung.

 

Peter Schneck, TDM

„Für die optimale Steuerung globaler Prozesse wird man zwischen dem eigenen Netzwerk und den Netzwerken der Lieferanten, Partner und Kunden eine Brücke schlagen müssen.“
Peter Schneck, Geschäftsführer TDM Systems GmbH

Transparenz und Integration

„Bislang gilt das Credo in unserer Branche ‚Know-how-Schutz vor Offenheit“, räumt Schneck ein. „Doch wer Transparenz und ganzheitliche Integration will, wird sich mehr öffnen müssen. Denn nur so wird sich ein ganzheitliches Tool Lifecycle Management mit dem größten Kundennutzen realisieren lassen.“ Schließlich stellt das Tool Lifecycle Management den gesamtheitlichen Prozess in den Mittelpunkt, von der Definition der Werkzeuge über ihre Benutzung in der Planung bis zur lückenlosen Weitergabe und Einsatz in die Fertigung. Informationen aus den einzelnen Prozessschritten fließen zurück und verbessern die Daten permanent. So entsteht ein wachsender Datenschatz, der über ein vernetztes System zugänglich gemacht werden kann.

Schneck zieht sein Resümee: „Der große Nutzen der Zukunftsvision von Industrie 4.0 ist, dass die Fertigung wieder in den Fokus des Interesses der Geschäftsführung rückt. Digitalisierung und Globalisierung verändern die Produktion nachhaltig. Unser Denken muss sich in Richtung Offenheit und Vernetzung verändern. Tool Lifecycle Management ist derzeit in der Werkzeugverwaltung der wichtigste Schritt in diese Richtung.“

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