1 Drehwerkzeug der Jet-HP-Linie von Iscar mit neuer Flashturn-Platte und zielgerichteter Innenkühlung.

2 Die Märkische Schraubenfabrik setzt die Iscar-Lösung mit dem Grundhalter VDI25 ein.

3 Mit Einsatz des Drehwerkzeugs der Jet-HP-Linie von Iscar haben sich die Standzeiten bei der Bolzenproduktion verdoppelt.
Bilder: Iscar

1 Drehwerkzeug der Jet-HP-Linie von Iscar mit neuer Flashturn-Platte und zielgerichteter Innenkühlung. 2 Die Märkische Schraubenfabrik setzt die Iscar-Lösung mit dem Grundhalter VDI25 ein. 3 Mit Einsatz des Drehwerkzeugs der Jet-HP-Linie von Iscar haben sich die Standzeiten bei der Bolzenproduktion verdoppelt. Bilder: Iscar

Das änderte sich mit einer Innovation von Iscar schlagartig Ein Drehwerkzeug der Jet-HP-Linie mit neuer Flashturn-Platte und zielgerichteter Innenkühlung hat die Standzeiten verdoppelt und sorgt für eine ununterbrochene Bearbeitung

Die 1934 in Berlin gegründete Märkische Schraubenfabrik ist heute in vielen Branchen aktiv – von der Elektro- und Medizintechnik über den Maschinenbau bis hin zur Bahnsicherungstechnik. Frank Krüger führt das Familienunternehmen in dritter Generation. 30 Mitarbeiter stellen Präzisionsdrehteile aus verschiedenen Materialien in Losgrößen eins bis 100 000 her. Für Verschlüsse von Kesselwagen der Deutschen Bahn dreht das Unternehmen aus Stangenmaterial Bolzen mit unterschiedlichen Maßen. Das Sicherheitsbauteil aus nicht rostendem Edelstahl wird später eingeschweißt und muss besonders enge Toleranzen erfüllen.

 

„Seit wir die Iscar-Werkzeuge einsetzen, können wir der Drehmaschine getrost den Rücken kehren. Die Prozesse laufen zuverlässig.“
Frank Krüger, Märkische Schraubenfabrik

Mit dem früher eingesetzten Drehwerkzeug waren die Berliner nicht zufrieden. Der Bearbeitungsprozess war instabil, die Spanabfuhr schlecht und die Standzeiten nicht optimal. „Die Platte hielt nicht lange. Wir konnten 40, 25 oder manchmal nur drei Teile bearbeiten, ehe das Werkzeug verschlissen war. Das war ein unberechenbares Lotteriespiel“, schildert Krüger. Mitarbeiter mussten die Maschine ständig kontrollieren und Späne entfernen. Außerdem fielen bei jedem Werkzeugbruch ein paar Millimeter Ausschuss aus teurem Edelstahl an – das Bauteil kann nicht nachbearbeitet werden. Gründe genug, um sich nach einer anderen Lösung umzusehen.

Iscar Kuehlung

Die Werkzeuge wurden mit einer zielgerichteten Kühlung für hohe Schnittgeschwindigkeiten ausgelegt.
Bild: Iscar

Leistungsstarke Schneide

Mit ihrem Anliegen wandte sich die Präzisionsdreherei an die Werkzeugspezialisten von Iscar. „Zwischen uns bestehen schon seit vielen Jahren gute Kontakte und wir schätzen die Qualität der Präzisionswerkzeuge“, sagt Krüger. Anwendungstechniker Martin Maletzki und Marco Huck, Produktspezialist Drehen bei Iscar, wählten den Ansatz, über eine leistungsstarke Schneide samt Grundhaltern passend zur Maschinenschnittstelle zu besseren Ergebnissen zu kommen. Sie empfahlen deshalb den Einsatz eines vierschneidigen Drehwerkzeugs aus Iscars Jet-HP-Linie mit Grundhalter VDI25, Schafthalter PCLNR, Wendeschneidplatte CNMG 090408 und der hoch verschleißfesten Schneidstoffsorte IC 806 für sehr gute Schrupp- und Schlichtergebnisse. Iscar hat die neue Flashturn-Platte der Jet-HP-Linie extra für die Bearbeitung von rostfreien Werkstückstoffen entwickelt. „Sie verfügt über einen speziell designten Spanformer für eine optimale Spanabfuhr. Die Werkzeuge wurden mit zielgerichteter Kühlung ausgelegt, so dass hohe Schnittgeschwindigkeiten erreicht werden können“, beschreibt Huck. Oft werden beim Drehen größere Schneidplatten verwendet als notwendig. Iscar hat deshalb kleinere Einsätze entwickelt, die bei gleichen Bearbeitungsergebnissen kosteneffizienter sind.

Die Spanformer vom Typ M 3 M eignen sich speziell für mittlere Bearbeitungen von Stahl und rostfreiem Stahl. Sie verfügen über verstärkte Eckenradien, eine widerstandsfähige Schneidkante und verhindern Kerbverschleiß. Die zielgerichtete Innenkühlung wirkt direkt in der Schnittzone und reduziert wirkungsvoll die thermische Belastung von Werkzeug, Wendeschneidplatte und Bauteil. Dies führt zu deutlich längeren Standzeiten. Maletzki überließ nichts dem Zufall und fuhr ausführliche Tests. Im Vergleich zum vorher eingesetzten Wettbewerbsprodukt überzeugte die Iscar-Lösung durch kürzere Bearbeitungszeiten, geringeren Verschleiß und weniger Kosten. „Wir haben darüber hinaus auch ein höheres Zeitspanvolumen erreicht“, sagt er.

Prozesse laufen zuverlässig

Seit die Märkische Schraubenfabrik das Iscar-Werkzeug einsetzt, „können wir der Drehmaschine getrost den Rücken kehren. Die Prozesse laufen zuverlässig“, freut sich Krüger. Die Standzeit hat

Iscar Maerkische Team

Sind mit dem Bearbeitungsprozess zufrieden (von links nach rechts): Frank Krüger, Geschäftsführer der Märkischen Schraubenfabrik; Produktionsleiter Mirco Börsing; Iscar-Anwendungstechniker Martin Maletzki und Marco Huck, Produktspezialist Drehen bei Iscar.
Bild: Iscar

sich von vormals 40 auf nunmehr 80 Teile verdoppelt. Eine ständige und zeitaufwändige Prozesskontrolle durch Mitarbeiter ist nicht mehr notwendig. Klare Vorteile sieht Krüger auch durch die zielgerichtete Innenkühlung. Durch die effektive Kühlung direkt in die Schnittzone wird der Span klein gehalten und prozesssicher abgeführt“, beschreibt er. Außen verlaufende Kupferröhrchen für eine externe Kühlung entfallen, Spänenester in dieser Zone gibt es nicht mehr. Weil die Iscar-Lösung wesentlich länger verschleißfrei im Einsatz ist, haben sich die Maschinenstillstandzeiten deutlich reduziert. „Wir können mit dem Werkzeug schneller drehen und haben gleichzeitig unsere Prozessstabilität klar verbessert“, sagt Krüger.

Volle Zufriedenheit herrscht bei der Märkischen Schraubenfabrik auch mit dem Service der Iscar-Mitarbeiter. Maletzki begleitete die Testphase an der Maschine und stand mit Rat und Tat zur Seite. Für Krüger ist die Zuverlässigkeit des Supports ein wichtiger Aspekt, der ihm Planungssicherheit gibt. Momentan produziert sein Unternehmen rund 1000 Bolzen jährlich. Die Qualität des Bauteils hat die Auftraggeber offenbar überzeugt. Die Stückzahlen dürften sich künftig in Richtung 20 000 bewegen. Mit seinem neuen Werkzeug sieht er dieser Entwicklung gelassen entgegen.

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