Werkzeuge von Morgen

Optimale Produktionsbedingungen sind wichtige Voraussetzung zur Herstellung von Zerspanwerkzeugen, die auch künftige Herausforderungen in der Metallbearbeitung meistern sollen. Der Werkzeughersteller Inovatools aus Kinding-Haunstetten hat deshalb die Fertigungskapazitäten erweitert und ihre Schleiftechnologie auf den neuesten Stand gebracht.

Beim HPC-Fräsen von Stahlwerkstoffen müssen die eingesetzten Werkzeuge in kürzester Zeit durch große Eingriffsbreiten und -tiefen hohe Abspanraten erzielen. Dabei treten trotz moderater Schnittgeschwindigkeiten enorme Zerspankräfte mit heftigen Wechselbelastungen an der Schneide auf. Zudem belasten das Werkzeug die hohe Hitze und enorme Spanvolumina.

Mit dem VHM-HPC-Universalfräserkonzept Starmax (Durchmesser 3 bis 25 mm) verspricht Innovatools ein schnelles und wirtschaftliches HPC-Fräsen von Stahlwerkstoffen, beim Konturenfräsen, Schrägeintauchen und Taschenfräsen. Jochen Eckerle, Produktionsleiter bei Inovatools, erläutert: „Wir haben nochmals an der Leistungsschraube gedreht. Das Ergebnis ist die neue Generation Starmax-3G-Fräser, die nun noch mehr Performance haben.“ Zur Optimierung der Starmax-Fräser verstärkten die Werkzeugspezialisten den Kerndurchmesser.

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Jochen Eckerle, Produktionsleiter bei Inovatools: „Dank unserer
Investitionen in neueste Produktionstechnologien, Entwicklungs-kapazitäten und Manpower
können wir schnell und zielgerichtet auf die Marktanforderungen
reagieren.“

Darüber hinaus sollen vier Schneiden mit ungleicher Spiralsteigung sowie eine definierte Stützfase nun für einen noch vibrationsärmeren, weicheren Schnitt als bisher sorgen. Besonderes Augenmerk bei der Weiterentwicklung lag auf der optimalen Spankontrolle und -abfuhr. Dafür sorgt nun ein spezielles Nutprofil mit sehr glatten Spannuten im 40°-Spiralwinkel.

Inovatools tätigte Eckerle zufolge hohe Investitionen in neue, hochmoderne Technologie zum Rund- und Werkzeugschleifen. Weiterhin kamen neue, innovative KSS-Feinstfiltrationsanlagen sowie Prüf- und Messtechnik hinzu. Zudem, beschreibt der Experte weiter, erhalten die Werkzeuge ihre Hochleistungsbeschichtungen im eigenen Beschichtungszentrum. Das reicht bis hin zu Nano-Composite-Schichten, die auch bei den neuen HPC-Fräsern angewandt wird.

Auch beim neuen Starmax 3G unterstützt nach Herstellerangaben die unter temperaturstabilisierten Bedingungen und neuesten Schleifmaschinen hergestellte spezielle Varocon-Glattbeschichtung und das zusätzliche Endfinishing die rasche Abfuhr der sehr hohen Spanvolumina beim HPC-Fräsen. Darüber hinaus soll die Hochleistungsbeschichtung für lange Standzeiten des Werkzeugs sorgen.

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Inovatools tätigte hohe Investitionen in neue, hochmoderne Technologie zum Rund- und Werkzeugschleifen.

Trocken- und Nasszerspanung
Die neuen Fräser gibt es als VHM-Tools in kurzer und langer Version und als lange Schaftversion freigesetzt. Schaftausführungen gibt es nach DIN 6535 HA/HB, wobei eine spezielle Schaftausführung zusätzlichen Halt verspricht. Alle Werkzeuge lassen sich in der Trocken- wie auch der Nasszerspanung einsetzen.

Praxisbeispiele nach Herstellerangaben wie das Vollnuten in vergütetem Werkzeugstahl 1.2312 (Werkzeugausführung Z = 4 / Ø 12,0 mm; ap = 12,0 mm; ae = 12,0 mm; fz = 0,06) zeigen den Starmax 3G gegenüber dem Vergleichswerkzeug mit Vc = 130 m/min anstatt Vc = 100 m/min und einem Vorschub von Vf = 827 mm/min gegenüber Vf = 636 mm/min. Das Zerspanvolumen (Q) liegt in der speziellen Applikation mit 120 cm3/min deutlich höher als das des Vergleichswerkzeugs mit 91,7 cm3/min.