Plastiform® Abformmassen

Mit Plastiform lassen sich Werkstücke zerstörungsfrei prüfen. - Bild: Studenroth

Abhilfe schafft hier ein revolutionäres Produkt, das bereits in den frühen 1980er Jahren vom Unternehmen Rivelec entwickelt wurde – ein Polymer mit vollkommen einzigartigen Eigenschaften: Plastiform®.

Die Speziallösung bietet dank seiner hohen Genauigkeit ohne Schrumpfung exakte Abdrücke von Innen- wie Außenkonturen. Ein Zerstören der zu prüfenden Teile ist dadurch nicht notwendig.

Abformmasse, Werkstück
Die Abformmasse wird in das Innere des Werkstücks gefüllt und kann zum Vermessen problemlos entnommen werden. - Bild: Studenroth

Die Plastiform® Abformmassen bestehen aus zwei Komponenten, die nach dem Vermischen zunächst formbar sind und letztendlich komplett aushärten. Sie geben nach dem Aushärten als identische Kopie den gewünschten Untergrund wieder, mit all seinen Eigenschaften wie Formverläufen, Dimensionen, Rauheit, Oberflächenbeschaffenheit und mehr. Im Anschluss kann der Abdruck vermessen werden.
Es gibt verschiedene Plastiform® Abformmassen, damit für jeden Einsatzzweck das richtige Abformmaterial zur Verfügung steht. Bei der Studenroth Präzisionstechnik GmbH in Schöneck kommen die Plastiform Abformmassen zum Beispiel bei den folgenden Anwendungen am häufigsten zum Einsatz:

  • Indirekte Dimensionsprüfung und Prüfung der Oberflächenstruktur
  • Schutz und Beschichtung
  • Rückverfolgbarkeit
  • Dichtung nach Maß und maßgefertigte Prüfschablone
  • Stützen und Fixieren von Teilen

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Plastiform® für verschiedene Einsatzbereiche

Die verschiedenen Abformmassen unterscheiden sich durch zwei Haupteigenschaften: einerseits die Viskosität (Fließfähigkeit) beim Auftragen, andererseits die Endfestigkeit des Abdrucks. Entsprechend des gewünschten Einsatzzweckes ist es notwendig, die passende Abformmasse auszuwählen.

Anwendungsbereiche von Plastiform
Plastiform® Anwendungsbereiche. - Bild: Studenroth

Wenn beispielsweise ein Hohlraum gefüllt werden soll, ist in Bezug auf die Viskosität eine besonders flüssige Masse vorteilhaft. Mittels einer Spritze kann diese eingefüllt werden und verteilt sich zuverlässig in allen Details wie engen Bohrungen oder Gewinden.
Bei Abdrücken außen am Werkstück sind pastöse Massen besser geeignet, da hier nichts verläuft und die Masse zielgenau aufgebracht werden kann, auch vertikal.
Des Weiteren gibt es knetbare Massen für ein Aufbringen per Hand, auch direkt an der Maschine, sowie Harze, die sich gut zum Ausgießen von Hohlräumen ohne Hinterschnitte eignen und gleichzeitig Endprodukte mit einer großen Endhärte erzeugen.

Die Vorteile von Plastiform® im Überblick

- Schrumpft nicht - Abformgenauigkeit höher 1 μm
- Absolute Wiedergabe von Formen
- Rückstandslose Entfernung der Masse
- Auf allen Oberflächen anwendbar
- Biokompatibel, nicht umweltschädlich, nicht toxisch
- Über Jahre formstabil
- Resistent gegen Wasser, Wärme und viele chemische Stoffe

Hinsichtlich der Endfestigkeit kommt es auf die Art der Entnahme des Abdrucks sowie die Vermessungsmethode an. Ist eine Form sehr komplex, mit starken Hinterschnitten, sollte die gehärtete Masse eher flexibel sein, um sie gut entnehmen zu können. Flexible und halb-flexible Abdrücke werden am besten berührungslos vermessen, beispielsweise mittels Video-Messmikroskop, starre Abformungen per Messschieber oder Ähnlichem.