Technologie-Know-how von DMG Mori Seiki

Der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori Seiki unterteilt das Geschäftsfeld in sechs Segmente: Implantologie, Wirbelsäulenbehandlung, Traumatologie, medizinische Instrumente, Bodyscanner und die Dentaltechnik. Die Implantologie und die Traumatologie zum Beispiel sind Bereiche, wo das Wachstum enorm ist.

Weltweit werden jetzt schon 1,3 Mio. Hüft- und 800 000 Kniegelenke jährlich eingesetzt. Fortschritte in der Wirbelsäulenbehandlung und vermehrte Rückenleiden werden auch in diesem Bereich für entsprechendes Wachstum sorgen.

Ähnlich sieht es in der Dentaltechnik aus: Mit der Industrialisierung in der Prothetik erlebt die Dentalbranche einen rapiden Wandel von geschlossenen Systemen hin zu gänzlich offenen Systemen, was dem modernen Dentallabor sowie dem Fräszentrum alle flexiblen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und kreativen eigenen Gestaltung in der CAD/CAM-gestützten Fertigung von High-End-Zahnersatz offenhält.

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DMU evo: Vereint die Flexibilität moderner Universal-Fräszentren und Vertikal-Bearbeitungszentren.

Dabei sind höchste Qualitätsstandards hinsichtlich Kontur-, Form- und Passgenauigkeit bei der Herstellung von Zahnkronen/-brücken über individuelle Abutments und Stege bis hin zu Implantaten gefordert.

High-Speed-Cutting
Eine der wichtigsten Technologien im medizintechnischen Zusammenhang ist das High-Speed-Cutting (HSC). Hier bietet DMG Mori Seiki mit den hochdynamischen Präzisionsmaschinen der HSC-linear-Baureihe eine optimale 5-Achs-Performance und vor allem eindeutige Differenzierungsmerkmale. Zu nennen sind dabei insbesondere das thermosymmetrische, langzeitstabile Maschinenkonzept für höchste Präzi­sion, die Highspeed-Spindeln teils bis 42 000 min-1 bereits im Standard, die 5-Achs-Simultanbearbeitung durch eine integrierte 4. und 5. Achse, sowie die Linearantriebe mit Aktivkühlung in X, Y und Z für Beschleunigungen von über 2 g und wassergekühlte Torquemotoren in den Rundachsen.

Auf dieser Basis erreicht die HSC 20 linear und die HSC 55 linear zum Beispiel im Bereich der Traumatologie höchste Oberflächengüten von Ra ≤ 0,3 µm, wodurch nachgelagerte Finishing-Bearbeitungsverfahren teilweise substituiert sowie der abschließende Poliervorgang deutlich verkürzt werden können. Die hohe Dynamik und Präzision dieser 5-Achs-HSC-Maschinen ermöglicht des Weiteren erhöhte Zeitspanvolumina, längere Werkzeugstandzeiten sowie eine maximale Prozesssicherheit bei gleichzeitig optimalen Maß- und Konturgenauigkeiten im µm-Bereich.

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Ultrasonic 20: Linearantriebe mit Präzisionskühlung in x,y,z und einer Beschleunigung
von > 2 g.

Ultrasonic-Technologie
Mit der flexiblen Integration der Ultrasonic-Technologie bietet DMG Mori Seiki insbesondere im Dentalsektor ein nachhaltiges Alleinstellungsmerkmal und ermöglicht somit die Bearbeitung aller Dental-Indikationen in allen Materialien (von PMMA über Titan bis hin zu gehipptem Zirkonoxid). Mit der Ultrasonic 10 und Ultrasonic 20 linear offeriert der Werkzeugmaschinenhersteller der Dentaltechnik eine durchgängige Baureihe, die darüber hinaus mit hoch kompakten standardisierten Automationslösungen mittels Linearmagazin oder Roboterhandling erhältlich sind. Aber auch im Bereich der allgemeinen Medizintechnik halten immer mehr schwer zu zerspanende Hochleistungswerkstoffe wie etwa Peak, gesinterte Keramik oder geschäumte Materialien Einzug, was die Ultrasonic-Maschinen auch in diesem Zielmarktsegment prädestiniert.

Die Geschwindigkeit ist auch bei den Speed-linear- und Sprint-Baureihen ein gewinnbringender Vorteil in der Produktion von Knochenschrauben. Ein patentiertes Konzept zum Gewindewirbeln garantiert hier höchste Oberflächenqualität und Genauigkeit, während die Werkzeugstandzeit um 35 Prozent verlängert wird.