Nachdenken über den Personalbedarf: Knapp 200 Führungskräfte der im SID organisierten Drehteilehersteller aus aller Welt erörterten praxisgerechte Konzepte zur Beurteilung benötigter Kompetenzen und fachlichen Qualifizierung künftiger Fachkräfte für Metallbearbeitung.
Bild: Konrad Mücke

Nachdenken über den Personalbedarf: Knapp 200 Führungskräfte der im SID organisierten Drehteilehersteller aus aller Welt erörterten praxisgerechte Konzepte zur Beurteilung benötigter Kompetenzen und fachlichen Qualifizierung künftiger Fachkräfte für Metallbearbeitung. Bild: Konrad Mücke

Im Fokus stehen zum einen  standardisierte Verfahren, um das sogenannte Basiswissen, also die soziale Kompetenz und die allgemeine Qualifikation, von Kandidaten zu erfassen. Zum anderen wollen die Verbände Kompetenzen und Qualifikationen bestimmen, die allgemein bei Drehteileherstellern in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen benötigt werden. Das soll insbesondere in kleineren Unternehmen die Personalplanung und die Auswahl geeigneter Kandidaten deutlich vereinfachen und zuverlässiger machen. Anhand der erarbeiteten Leitfäden und Fragenkataloge können die Betriebe einerseits gezielt ihre eigene Situation und ihren künftigen Bedarf an Fachkräften einschätzen. Andererseits erhalten sie eine standardisierte Vorgehensweise, um die Kompetenzen von Bewerbern für unterschiedliche Tätigkeiten im Unternehmen effizient abzufragen und fundiert beurteilen zu können. Für Berufseinsteiger sowie für bereits in anderen Berufen erfahrene Kandidaten sollen spezifisch optimierte Verfahren verwirklicht werden. Besonderes Augenmerk richten die Drehteilehersteller auch darauf, attraktive berufliche Alternativen für bereits sozial und wirtschaftlich etablierte Menschen aufzuzeigen.
Die Mitglieder der nationalen Verbände  stimmen darin überein, dass vor allem die duale Ausbildung für eine Qualifikation von Berufsanfängern und sogenannten Quereinsteigern aus fachfremden Berufen sinnvoll und praxisgerecht ist. Dieses Ausbildungskonzept hat sich in Deutschland seit vielen Jahrzehnten bewährt. Es besteht aus  einer Kombination zeitlich verzahnter schulischer und betrieblicher Bildung und Ausbildung. Speziell in den südeuropäischen Ländern sowie in Schweden beabsichtigen die jeweiligen nationalen Verbände, sich eigeninitiativ für dieses duale Ausbildungssystem zu engagieren.

Internationaler Erfahrungsaustausch

In der internationalen Organisation SID tauschen die nationalen Verbände der Drehteilehersteller – unter anderem aus Frankreich, Irland, Schweden, Spanien, der Schweiz, den USA und aus Deutschland – regelmäßig ihre Erfahrungen aus und unterstützen sich wechselseitig mit unternehmensübergreifenden Informationen. Das betrifft beispielsweise die Personalentwicklung, den internationalen Warenverkehr und die globale Wirtschaftsentwicklung.

Kontakt: Verband der Deutschen Drehteile-Industrie im Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) e.V., www.drehteileverband.de