Intec und Z 2017 mit umfangreichem Fachprogramm

Ein begleitendes Fachprogramm bietet die Möglichkeit zum detaillierten Austausch über die Zukunftsthemen der Branche

Leichtbau als Querschnittsthema berührt nahezu alle Bereiche der industriellen Fertigung – angefangen vom Werkzeugmaschinenbau über die Werkstofftechnik bis hin zu den Automobilzulieferern. Auf der Sonderschau mit integriertem Fachsymposium „Intelligenter Leichtbau“, die über die gesamte Messedauer stattfindet, wird dieses Thema deshalb detailliert aufgegriffen.

Intelligenter Leichtbau hat viele Facetten

Das Fachsymposion wird sich in verschiedenen Referaten unter anderem mit den Schwerpunktthemen Textil, Smart Structures, Industrialisierung – erfolgreich in die Serie, Bearbeitung von Verbundwerkstoffen, Multi-Material-Design und metallischer Leichtbau auseinandersetzen. Unternehmen wie Mapal, Volkswagen und Sandvik Coromant sowie wissenschaftliche Einrichtungen wie das Institut für Werkzeugmaschinen der Universität Stuttgart werden dabei sowohl praktische Erfahrungen als auch neueste Forschungsergebnisse darstellen. Die Keynotes sprechen Jochen Kopp, Leiter Planung, Technologieentwicklung und Einkauf CFK bei der BMW Group, und Andreas Büter, Leiter der Abteilung Betriebsfester und funktionsintegrierter Leichtbau am Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt und Sprecher Fraunhofer-Allianz Leichtbau.

Die Sonderschau stellt auf einer Sonderfläche inmitten des Messegeschehens den aktuellen Entwicklungsstand für den industriellen Einsatz aufmerksamkeitsstark und informativ in den Mittelpunkt. Firmen und Institutionen wie Nordmetall, MKT Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie KVB Institut für Konstruktion und Verbundbauweisen präsentieren Exponate, Demonstrationsobjekte und Anwendungsbeispiele. Für die Sonderschau werden etwa 20 Aussteller erwartet. Zusätzlich wird die Anschauungskarosserie BMW 7er Carbon Core die Blicke der Fachbesucher auf sich ziehen.

Additive Fertigung nimmt festen Platz in der industriellen Produktion ein

Additive Fertigung ermöglicht die Herstellung von Geometrien, die abtragend nicht zu realisieren sind. So ist sie als neues Fertigungsverfahren von großem Interesse für die Industrie. Dieser Entwicklung trägt das Fachprogramm der Intec und Z 2017 mit dem Technologieforum „Additive Fertigung“, das durch das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM aus Dresden in Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe konzipiert und organisiert wird, Rechnung. Unter dem Motto „Von der Idee zur Anwendung“ informiert ein Ausstellungsareal in der Messehalle über Technologien, Anwendungen sowie Potenziale neuartiger Verfahren, Werkstoffe und Einsatzgebiete. Bereits angemeldete Unternehmen sind LA-Servorm, 3D-Metall Theobald, bkl-lasertechnik, Trumpf Laser- und Systemtechnik sowie citim.

Am 8. und 9. März geben außerdem Referenten aus Industrie und Forschung auf einem anwenderorientierten Fachsymposium Einblick in das Thema. So wird das mögliche Werkstoffspektrum für die derzeit anwendungsrelevanten Technologien beleuchtet und mit ausgewählten Fallstudien veranschaulicht. Weiterhin wird beispielsweise über den Stand und die Trends in der Anlagenentwicklung sowie der additiven Fertigung für den Werkzeugbau und für die Medizintechnik berichtet. Ausgewählte Verfahren werden dabei im Detail vorgestellt, so die Strahlschmelzverfahren Laserstrahlschmelzen, Elektronenstrahlschmelzen und Laserauftragschweißen sowie der 3D Siebdruck. Auch die Herstellung keramischer Bauteile mittels additiver Fertigung wird in einer Übersicht aufgegriffen. Expertenvorträge zu weiteren Verfahren wie dem Binder Jetting, Fused Deposition Modeling und Lithography-based Ceramic Manufacturing verdeutlichen den Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten der additiven Fertigung.

Fachprogramm mit Vielzahl thematischer Veranstaltungen

„Mit dem Fachprogramm möchten wir den Besuchern und Ausstellern ergänzend zu den Messen einen fachlichen Mehrwert und eine zusätzliche Kontaktplattform bieten. Als Veranstalter ist es uns wichtig, dass wir für die Zukunftsthemen, mit denen sich unsere Zielgruppen im alltäglichen Geschäft auseinandersetzen, aktuelles Wissen bereitstellen und Lösungen aufzeigen“, sagt Projektdirektorin Kersten Bunke.

Weitere Veranstaltungen runden das Fachprogramm des Messedoppels ab. Tradition hat der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“, der bereits zum fünften Mal im Rahmen der Intec und Z ausgerichtet wird. Unter dem Motto „Mehrwert digitale Fabrik“ und unter der Federführung des Fraunhofer-Verbunds Produktion diskutieren am 8. März Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik über aktuelle Entwicklungen in der Produktionstechnik. Das Kunststoff-Zentrum Leipzig veranstaltet gemeinsam mit Partnern am ersten Messetag den Workshop „Verbindungstechnik für Teile aus Kunststoff und Metall“. Interessierte sind außerdem zum 3. Sächsischen Tag der Automation (9. März) und zum Studententag (10. März) eingeladen.

Zusätzliche Informationen zum Fachprogramm des Messeduos unter www.messe-intec.de bzw. www.zuliefermesse.de.