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Die Spezialisten bei Mey & Andres erkannten wie viele andere Unternehmen aus der Zerspanungsbranche, dass es in der Drehbearbeitung – vor allem bei verformungsempfindlichen Bauteilen und Werkstoffen – immer wieder zu unerwünschten Polygonbildungen kommen kann, wenn das Werkstück herkömmlich mittels 3-Backenfutter gespannt wird. Diese Unrund​heiten werden in der Regel durch die Spannkräfte verursacht, die beim Spannen und Zentrieren auf das Werkstück einwirken.

Verformungsempfindliche Bauteile werden im herkömmlichen 3-Backenfutter mit InoTop ohne Druck von außen vorzentriert und von innen gespannt. Das verhindert eine unerwünschte Polygonbildung im Spannprozess.

Die Mey & Andres GmbH ist eigenen Angaben nach einer der größten Lohnfertiger im Raum Bremen und auf die komplexe CNC-Bearbeitung und den Vorrichtungsbau spezialisiert. Um eine gleichbleibend hohe Präzision und Qualität in der Fertigung garantieren zu können, wurde in den letzten Jahren verstärkt in das Qualitätsmanagement und die Messtechnik investiert und im Bereich der Spanntechnik nach neuen schonenden Spannsystemen gesucht. Fündig wurde das Unternehmen beim Hybridspannsystem von HWR. Das System InoTop von HWR Spanntechnik soll Abhilfe beim Spannen dünnwandiger Werkstücke schaffen.

Das Funktionsprinzip der neuen Hybridspannbacken basiert auf einer innovativen Spanntechnik mit festem Gegenlager. Der Clou dabei ist, dass durch die besondere Bauweise der InoTop-Spannbacke das Bauteil von außen zentriert und im Gegensatz zu herkömmlichen Spannsystemen von innen gespannt wird. Dadurch wird HWR zufolge eine Polygonbildung vermieden. Die InoTop-Hybridspannbacke soll sich ideal für die Rohteilspannung eignen und auf alle gängigen Futter adaptiert werden können. Das Nachrüsten ist laut Hersteller einfach und wirtschaftlich, und es sollen Drehergebnisse erzielt werden können, die zuvor nur durch den Einsatz teurer Sonderspannlösungen möglich gewesen wären.

Ein Video zum Thema finden Sie hier.

Die InoTop-Hybridspannbacke wurde speziell für die Drehbearbeitung verformungsempfindlicher Bauteile entwickelt.

Das Hybdridspannsystem wurde bei Mey & Andres auf einer Mazak Quickturn getestet. Testobjekt war ein Aluminiumbauteil mit einer Rohrlänge von 400 mm. Die Einspanntiefe lag bei 7 mm, das Anzugsmoment der beweglichen Backe bei 30 Nm. Bei einer Drehzahl von 300 min-1 wurden dem Unternehmen nach sowohl beim Schruppen als auch beim Schlichten bereits die ersten Erfolge sichtbar.

Das Ergebnis der Rundheitsmessung überzeugte Matthias Ahrend, verantwortlich für Produktionsplanung und Steuerung bei Mey & Andres: Auf der Spannseite blieben nach der Bearbeitung lediglich 0,08 mm und auf der Auslaufseite 0,03 mm Fertigungstoleranz. Er zeigt sich zufrieden: „Dafür, dass wir InoTop erst seit Kurzem verwenden, haben wir schon respektable Ergebnisse erzielt und die Ausschussquote deutlich reduziert.“