„In diesem Job kann man was werden“

Warum unterstützt Citizen den Branchenwettbewerb „Dreher des Jahres 2014“ als Hauptsponsor?
Wir beobachten den Wettbewerb schon seit langer Zeit und finden die Sache sehr gut. Wir haben uns auch sehr gefreut, als Sie uns darauf angesprochen haben und auch keine Sekunde gezögert, hier mitzumachen. Es ist natürlich eine sehr gute Gelegenheit, unsere Maschine und auch das Unternehmen Citizen zu präsentieren. Das machen wir auf unserem AMB-Stand in Halle 3 zwar auch, aber unter den Bedingungen des Wettbewerbs ist das weitaus beeindruckender. Vor allem auch dann, wenn die Präsentation durch „Dritte“ erfolgt.

Welche Bedeutung hat der „Dreher des Jahres“ aus Ihrer Sicht?
Es ist schon eine Leistung, hier in die Endrunde zu kommen, und eine noch größere, als Gewinner hervor zu gehen. Wenn jemand die Courage hat, hier in aller Öffentlichkeit zu zeigen was er kann, muss man dem großen Respekt zollen. Wir denken schon, dass der Titel „Dreher des Jahres“ dem Gewinner mehr als nur eine Bestätigung ist, dass er seinen Job beherrscht. Es ist auch ein Signal dahingehend: In diesem Job kann man was leisten, da kann man was werden.

Wie sehen Sie die Verbindung des Wettbewerbs mit der Messe AMB?
Die AMB hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Für Werkzeugmaschinen ist es die erste Messeadresse. Daneben ist es auch die Region. Wir haben in Baden-Württemberg die größte Dichte an Drehereien. Hier sind auch unsere meisten Kunden zu Hause. Ein grundsätzliches Interesse an Drehmaschinen und an der Fertigungstechnik Drehen ist demzufolge vorhanden. Daher erscheint es uns auch ganz logisch, den Wettbewerb auf der AMB auszutragen.

Der Wettbewerb soll junge Leute für den Beruf des Drehers begeistern. Welchen Stellenwert hat die Nachwuchsförderung bei Citizen?
Leider bilden wir selbst keine Zerspanungsmechaniker oder Maschinenbediener aus. Dazu fehlen uns die Voraussetzungen. Allerdings bieten wir in unserer Schulungsabteilung vielzählige Kurse für die Bedienung, Programmierung und Instandhaltung unserer Maschinen an. Wir schulen dabei auch sehr viele junge Leute, die an den Maschinen bei unseren Anwendern arbeiten. Das ist auch unsere Botschaft an unsere Anwender: Schickt uns die jungen Leute, wir machen sie fit.

Was kann die Branche beim Thema Fachkräftegewinnung tun?
Die Branche macht in dieser Hinsicht schon sehr viel. Es sind die Verbände wie VDMA oder GvD, die auch in Zusammenarbeit mit Berufsschulen Aktionen oder Werbung machen. Wichtig ist die Ansprache der jungen Leute und das Aufzeigen der Perspektiven. Ein Zerspanungsmechaniker macht nicht den ganzen Tag Späne. Eine Langdrehmaschine heißt auch nicht so, weil sie lange dreht. Man muss das erklären. Auch auf die Betriebe kommt diesbezüglich eine Aufgabe zu. Sie müssen den jungen Leuten interessante und attraktive Arbeitsplätze bieten. Auch wir als Maschinenhersteller sind auf Fachkräfte angewiesen, Wer, wenn nicht der Einrichter/Maschinenbediener, kann uns die Grenzen der Maschine in der Praxis zeigen und Hinweise für die Weiterentwicklung geben?

Welche Maschine wird Citizen als Wettbewerbsmaschine stellen?
Die L20-XII ist eine unserer komplexesten Langdrehmaschinen. Mit ihren neun Linearachsen, einer B-Achse am Vertikalhalter, eine Y-Achse an der Abgreifspindel und maximal 40 Werkzeugen bietet sie vielfältige Möglichkeiten. Die Steuerung erlaubt eine Simultanbearbeitung mit mehreren Achsen. Der Kreativität der Teilnehmer sind so fast keine Grenzen gesetzt. Bei der Fertigung auf Langdrehmaschinen spielt sich die hauptsächliche Bearbeitung im Durchmesserbereich bis 20 mm ab. Es wird also eine realistische „Produktionssituation“ erzeugt.

Welche Effekte verspricht sich Citizen von diesem Wettbewerb?
Wenn vor, während und nach der Veranstaltung darüber gesprochen und diskutiert wird, ist das ein guter Effekt. Wenn dann auch noch in diesem Zusammenhang das Unternehmen Citizen und unsere Maschinen erwähnt werden, freuen wir uns sehr. Toll wäre es, wenn sich möglichst viele junge Leute für diese Technik und das Berufsbild Dreher oder Zerspanungsmechaniker interessieren würden. Denn Hightech-Berufe gibt es nicht nur in der IT-Branche.

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