Messe Erfurt, Einlass

Das Forum Recht findet am 25. Juni 2019 während der Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt statt. - Bild: Messe Erfurt

Daten sind die verbindenden Elemente in der additiven Fertigungskette. Sie entstehen bei den Materialherstellern, Konstrukteuren, Softwareentwicklern, Anlagenbauern und Anwendern, werden je nach Prozessschritt übertragen und konvertiert sowie unternehmensübergreifend genutzt.

Das Forum Recht findet am 25. Juni 2019 - während der Rapid.Tech + FabCon 3.D - statt und ist eines von insgesamt 14 branchen- bzw. fachbezogenen Foren im Kongressprogramm der Fachmesse in Erfurt von 25. bis 27. Juni.

„Die Digitalisierung beeinflusst hierbei nicht nur die technischen Abläufe. Je mehr der 3D-Druck industrialisiert wird, umso mehr wirft er auch Fragen zu Verantwortlichkeiten, IP-Rechten und IT-Sicherheit in jeder Phase des Prozesses auf. Die rechtskonforme Gestaltung des Additive Manufacturing gewinnt deshalb weiter an Bedeutung. Der Zuspruch zum erstmals im Vorjahr veranstalteten Forum Recht auf der Rapid.Tech + FabCon 3.D. hat gezeigt, wie groß der Informationsbedarf auf diesem Gebiet ist. Deshalb bekommt es auch in diesem Jahr eine eigene Session im Kongressprogramm“, erklärt Marco Müller-ter Jung, Fachanwalt für IT-Recht in der internationalen Wirtschaftskanzlei DWF. „Die Veranstaltung 2019 wird noch tiefer in die Prozesse eintauchen", so Marco Müller-ter Jung, der die inhaltliche Ausrichtung des Forums Recht verantwortet.

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„Wir schauen genau hin, wo die Daten entstehen, wohin sie fließen und welche juristischen Regelungen dabei eine Rolle spielen.“ Die Relevanz der Informationsströme für Qualitätsaspekte der additiven Fertigung, der Aufbau einer Qualitätssicherung in der AM-Kette sowie die Vertragsgestaltung bezüglich Beschaffenheitsvereinbarung, Aufklärungspflichten und rechtlich relevanter Wechselwirkungen werden in Vorträgen beleuchtet.

Wer haftet wofür in der additiven Kette, welche Verantwortlichkeiten haben Konstrukteure, Lieferanten, Anlagenhersteller und Dienstleister - diesen Fragen wendet sich ein Referat zu. Ein weiterer Vortrag behandelt die Anforderungen an eine gerichtsverwertbare technische Dokumentation von AM-Prozessen, die auch Jahre nach dem Produktionsvorgang Abläufe lückenlos belegen kann. Wie eine solche Dokumentation, unter anderem zur eindeutigen Rückverfolgbarkeit vom physischen Produkt bis zum digitalen Zwilling, bei einem Fertigungsdienstleister und Anbieter von IT-Lösungen aufgebaut werden kann, wird ebenso beleuchtet. Den Regelungsbedarf für IP-Rechte, dem geistigen Eigentum von Unternehmen, in der additiven Wertschöpfungskette betrachtet ein Vortrag der TU Berlin. Hier stehen vor allem Fragen im Raum, in welchem Prozessschritt neue Rechte entstehen oder wann in bestehende Rechte eingegriffen wird. nh