Die Rema Control Vertikal Bearbeitungszentren Leonard und Leonard Big. – Bild: Teamtec / Rema Control

Ideale Voraussetzungen für den Einsatz in der Aerospace-Industrie: die Rema Control Vertikal Bearbeitungszentren Leonard und Leonard Big, die in Deutschland von Teamtec vertrieben werden. – Bild: Teamtec / Rema Control

| von Sabine Königl

Eine Aufgabe, für die sich das Vertikal-Bearbeitungszentrum Leonard Big des italienischen Herstellers Rema Control eignet. Kraftvoll und präzise zerspant es simultan mit bis zu fünf Achsen – mit x-Verfahrwegen, die über 20 Meter hinausgehen können.

Mit großem entwicklungstechnischem Aufwand werden Flugzeuge immer stabiler und gleichzeitig leichter konstruiert. Wichtig ist hierbei ein optimaler Materialmix, der insbesondere bei den vielfältigen Strukturbauteilen zum Tragen kommt. Erfolg versprechen die innovativen Ideen jedoch nur, wenn sie sich auch in die Praxis umsetzen lassen. Basis hierfür sind komplexe Fahrständermaschinen, wie sie unter anderem Teamtec, Systemlieferant für individuell ausgearbeitete Maschinenlösungen in der Dreh- und Frästechnologie, anbietet.

Teamtec in Alzenau vertritt unter anderem den italienischen Fräsmaschinenhersteller Rema Control exklusiv im deutschen Markt und hat dadurch auch die Vertikal-Bearbeitungszentren Leonard und Leonard Big im Portfolio. Diese Maschinen bearbeiten verschiedenste Werkstoffe mit enormer Genauigkeit und beweisen insbesondere bei schwer zerspanbaren Aluminium- und Titanlegierungen sowie bei Verbundmaterialien hohe Produktivität.

Im Profil: Rema Control

Der Name Rema Control steht für Retrofit Macchine a controllo numerico – wurde 1988 gegründet und beschäftigte sich zunächst mit dem Retrofit und Verkauf von Gebrauchtmaschinen. 1995 entstanden die ersten eigenen vertikalen CNC-Bearbeitungszentren in Fahrständerbauweise. Heute entwickelt und baut Rema Control Fahrständermaschinen mit drei bis sechs Achsen sowie palettisierte Vertikalbearbeitungszentren, die mit CNC Steuerungen von Fanuc oder Heidenhain ausgestattet sind. Das Angebot umfasst zudem kundenspezifisch entwickelte Sonderlösungen und -maschinen. Seit 2010 besitzt Rema Control auch das Markenzeichen und die Konstruktionsrechte der Fräs- und Bohrwerke des Herstellers Deber.

Das Maschinenbett der Fahrständermaschinen ist aus einem Block gefertigt und garantiert nicht zuletzt durch eine speziell konzipierte Wärmebehandlung hohe Robustheit und Stabilität. Darüber hinaus entwickelten Rema-Ingenieure mit Hilfe von FEM eine thermosymmetrische Struktur für Ständer, Schlitten und Kopfeinheit, die sich als besonders biegesteif erweist.

Verfahrwege machen Maschine für sperrige Werkstücke geeignet

Während die Leonard einen Quer- und Vertikalhub von jeweils bis zu 1000 Millimeter erlaubt, ist die Leonard Big die größte ihrer Baureihe. Mit Verfahrwegen bis zu 1200 Millimeter in Y- und Z-Achse können selbst sperrige Werkstücke bearbeitet werden.

Die Leonard Big gibt es für große X-Verfahrwege von bis zu zwölf Metern im Standard. – Bild: Teamtec / Rema Control
Die Leonard Big gibt es für große X-Verfahrwege von bis zu zwölf Metern im Standard. Mit Y- und Z-Wegen bis zu 1200 Millimeter können selbst sperrige Werkstücke bearbeitet werden. – Bild: Teamtec / Rema Control

Teamtec-Vertriebsleiter Claudio Lista ergänzt dazu: „In punkto Längsbewegung unterliegt dieses modular aufgebaute Bearbeitungszentrum fast keinen Grenzen. Rema Control ermöglicht bei Standardausführungen eine X-Achsenbewegung von 1,6 bis zu zwölf Metern. Bei Bedarf realisieren unsere italienischen Partner aber auch Verfahrwege von über 20 Metern.“

Unabhängig von der jeweiligen Länge kann der Anwender seinen Tisch bei Bedarf in zwei unabhängige Bearbeitungsbereiche unterteilen (Pendelbearbeitung). Während also auf einer Seite die Bearbeitung läuft, lassen sich auf der anderen Seite die bearbeiteten Werkstücke entladen und neue bestücken, wodurch Nebenzeiten extrem gering bleiben.

Das Fahrständer-BAZ Leonard lässt sich mit drei bis sechs Achsen konfigurieren. – Bild: Teamtec / Rema Control
Das Fahrständer-BAZ Leonard lässt sich mit drei bis sechs, gegebenenfalls sogar mit noch mehr Achsen konfigurieren. Unter anderem stehen Rundtische mit Durchmessern von bis zu 1200 Millimeter als Ausstattungsvariante zur Verfügung. – Bild: Teamtec / Rema Control

Das Fahrständer-BAZ Leonard lässt sich mit drei bis sechs, gegebenenfalls sogar mit noch mehr Achsen konfigurieren. Für die Wahl der Rundachsen bestehen verschiedene Möglichkeiten. So stehen Rundtische mit Durchmessern von bis zu 1200 Millimeter als Ausstattungsvariante zur Verfügung, die sich für Werkstücke mit einer Breite von bis zu 1400 Millimeter und einem Gewicht bis 3000 Kilogramm eigenen. Sie lassen sich in 0,001 Grad-Schritten drehen und erreichen wiederholbare Positioniergenauigkeiten von ± 0,005 Millimeter.

Auch den Spindelkopf gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: starr, mit Schwenkachse oder als Dreh-Schwenkkopf. Was den Spindelantrieb anbelangt, hat der Kunde die Wahl: Entweder hohes Drehmoment bis 700 Newtonmeter oder hohe Drehzahlen bis 40.000 Umdrehungen pro Minute.

Diese Leonard-Maschinen zerspanen verschiedenste Werkstoffe. – Bild: Teamtec / Rema Control
Diese Leonard-Maschinen zerspanen verschiedenste Werkstoffe mit enormer Genauigkeit und beweisen insbesondere bei schwer zerspanbaren Aluminium- und Titanlegierungen sowie bei Verbundmaterialien hohe Produktivität. – Bild: Teamtec / Rema Control

Hohe Flexibilität eröffnet Rema Control auch mit dem Werkzeugmagazin, das als Kettenmagazin bis zu 100 Plätze und als Tool-Room bis zu 300 Plätze bietet. Die Span-zu-Span-Zeit liegt bei wenigen Sekunden.

Selbst bei der CNC – bei Arbeiten für die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine moderne Maschinensteuerung unerlässlich – kann der Kunde wählen, wie Teamtec-Geschäftsführerin Mireille Blum sagt: „Wir bieten die Rema Control-Maschinen mit einer Fanuc 31i-MB oder einer Heidenhain iTNC 530 an, so dass die Maschinenbediener im gewohnten Umfeld agieren können.“

In fünfachsiger Ausführung lassen sich auch Turbinenschaufeln bearbeiten. – Bild: Teamtec / Rema Control
In fünfachsiger Ausführung lassen sich auch Turbinenschaufeln bearbeiten. – Bild: Teamtec / Rema Control

Quelle: Teamtec CNC-Werkzeugmaschinen GmbH

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