Claus Hähnel, messeladen GmbH

Claus Hähnel, Veranstalter der Turning Days 2019 und Geschäftsführer messeladen GmbH. - Bild: fertigung

Herr Hähnel, mit den Turning Days 2019 vom 19. bis 22. Februar führen Sie die seit 2004 etablierte Messe rund um das Thema Drehen in Friedrichshafen fort. Warum dort?

Wir haben uns am alten Standort wohl gefühlt. Aber Zeiten ändern sich – und damit Märkte, Produkte, Erwartungen von Ausstellern und Besuchern und vieles mehr. Eine Leitveranstaltung muss sich verändern können, atmen mit dem Markt. Das war am alten Standort nicht möglich. In Friedrichshafen können wir zu unseren Stammbesuchern vom Heuberg, die die Turning Days gemeinsam mit uns geboren haben, zusätzlich Potenzial aktivieren. Konkret: Schweiz, Österreich, Oberschwaben, Allgäu, Bodensee-Region. Hier gibt es eine enorme Dichte an Unternehmen aus dem Bereich Präzision.

Was ist neu bei den Turning Days 2019?

Das sind zum einen viele Innovationen und neue Technologien rund um das Thema Drehen, präsentiert von renommierten Ausstellern. Außerdem freut sich das "Team Zukunft " auf Ihren Besuch und als zentraler Anlaufpunkt bietet die moderne industrie area konkrete Problemlösungen live vor Ort.

Die Turning Days 2019 haben vom 19. bis zum 22. Februar 2019 auf dem Messegelände Friedrichshafen ihre Pforten geöffnet. Schauen Sie vorbei!

Womit überraschen Sie Besucher und Aussteller?

Die Turning Days wurden als praxisnahe Problemlösungs-Messe geboren – das wollen wir wieder mehr herausstellen. Zentraler Punkt wird die moderne industrie area: Wir schaffen hier einen zentralen Anlaufpunkt, auf dem Vertreter der Aussteller an Lösungen zu konkreten Problemen der Besucher arbeiten. Wir laden alle ein, mit ihren „unmöglichen“ Werkstücken zu uns zu kommen.

Welche großen Player sind 2019 in Friedrichshafen?

Wir haben unzählige Gespräche geführt, aber jedes hiervon individuell und mit der notwendigen Ruhe. Aber ich kann Ihnen zusichern, dass es neue Aussteller, insbesondere auch aus dem Maschinenbereich, geben wird.

Mit wie vielen Ausstellern und welcher Flächenbelegung planen Sie?

So wie es aussieht, wird die Anzahl der Aussteller etwa wie in 2017 sein. Was die Fläche anbelangt, bin ich kein Freund des schnellen Wachstums. Ausstellerfläche und Besucherfrequenz müssen ja in der natürlichen Balance sein. Die haben wir vergangenes Jahr verloren, wir hatten rund 20 Prozent zu wenig Besucher. Daher ist die Devise für 2019: Qualität an Ausstellern und Themen ausbauen, nicht die Fläche.

Haben Sie zusätzlich spezielle Themen im Visier?

Luft- und Raumfahrttechnik ist eines der spannendsten Zukunftsthemen für Aussteller und Besucher. Mit dem Forum LRBW haben wir einen zentralen Player gewonnen. Darauf sind wir stolz und gespannt. Es wird neben Automotive und Medizin einen Schwerpunkt Aerospace geben, zu dem wir gezielt Aussteller und Besucher einladen.

Wie heben sich die Turning Days 2019 von anderen Messen ab?

Wir haben uns lange überlegt, wen wir im Sinn der Aussteller und Besucher auf eine Partnerschaft ansprechen sollen. Mit dem verlag moderne industrie (mi) haben wir einen Partner mit hoher Kompetenz in technischen Themen gewonnen, darauf sind wir stolz. Konkret: Ich erwarte in der Gemeinsamkeit mit dem Verlag einen Ausbau der Turning Days zum zentralen Branchentreffpunkt der Dreher – der Einstieg ist ein klares Bekenntnis zum Fokus auf das Drehen.

"Wir schaffen mit der moderne industrie area einen zentralen Anlaufpunkt, auf dem Aussteller an Lösungen zu konkreten Problemen der Besucher arbeiten." Claus Hähnel

Was ist das gemeinsame Ziel?

Viele Aussteller, viele Fachbesucher, die richtigen und aktuellen Themen und vor allem, dass man gern hingeht und sich austauscht. Das dauert natürlich eine Weile, und es ist harte Arbeit, aber es ist unser Ziel. Dazu wird es auch Events am Rand geben. Etwa die „mi-Night“, die Aussteller, Besucher, Verbände, Organisationen und Medien zusammenbringt zum Feiern und Austauschen.

Welche Synergien bringt diese Kooperation mit mi?

Dass Messen Cross-Marketing pur sind, liegt in der Natur der Sache. Face-to-face, Direktmarketing, digitales und soziales Marketing, Publicity – alles läuft auf den Veranstaltungszeitraum zu. mi hält alle Kanäle bis auf face-to-face, den Branchenevent. Insofern werden wir in der Gemeinsamkeit Komplettanbieter und können unsere Kunden auf allen Kanälen unterstützen. Durchgängigkeit und Nachhaltigkeit sind für mich die Zauberworte. nh