IBU fordert weitere Schritte für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen
Das Reformpaket der Bundesregierung wird vom Industrieverband Blechumformung grundsätzlich begrüßt. Aus Sicht des Verbandes sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig, um den Industriestandort nachhaltig zu stärken.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Angelo Castrignano, neuer IBU-Vorsitzender: „Brauchen einen echten Befreiungsschlag für mehr Wettbewerbsfähigkeit“Industrieverband Blechumformung (IBU)
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Summary: Der Industrieverband Blechumformung (IBU) bewertet das Reformpaket der Bundesregierung grundsätzlich positiv. Nach Angaben des Verbandes schaffen Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungen bessere Voraussetzungen für Investitionen. Zugleich fordert der IBU weitere Reformen bei Sozialabgaben und Staatsausgaben, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu verbessern.
„Grundsätzlich positiv“, bewertet Angelo Castrignano das
Reformpaket. Laut dem neuen Vorsitzenden des Industrieverbandes Blechumformung
(IBU) greift das „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ viele Forderungen
des industriellen Mittelstandes auf. „Wir begrüßen die Fortschritte in Sachen
Bürokratie und Genehmigungsverfahren“, so Castrignano. „Sie reichen aber nicht
aus, um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen. Dafür sind Sozialabgaben
und Staatsausgaben viel zu hoch. Die Koalition muss den Reformweg konsequent
weitergehen“.
Politik hat die Probleme der Unternehmen erkannt
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Die angekündigten Maßnahmen zum Bürokratieabbau sind für die
Zulieferindustrien, vor allem im Automotive-Sektor, ein wichtiger Schritt:
„Weniger Dokumentations- und Berichtspflichten, keine endlosen Vorgaben. Die
Politik hat die Probleme der Unternehmen erkannt“, lobt der IBU. Das schaffe
Freiräume für Investitionen, Innovationen und unternehmerisches Handeln.
Genehmigungsfiktion wird Investitionen ermöglichen und
beschleunigen
Auch die Genehmigungsfiktion ist ein klarer Fortschritt.
Künftig sollen Vorhaben im Regelfall als genehmigt gelten, wenn Behörden
innerhalb von vier Monaten nach vollständiger Antragstellung keine Entscheidung
treffen. „Das wird Investitionen ermöglichen und beschleunigen“, unterstreicht
Angelo Castrignano. „Auch die arbeitsrechtlichen Reformen gehen in die richtige
Richtung. Wichtig ist nun, dass die Politik sie konsequent auf die Stärkung der
internationalen Wettbewerbsfähigkeit ausrichtet.“
Die Reformen sind ein guter Anfang, aber es muss noch mehr
kommen. Gefragt ist ein nachhaltiger wirtschaftspolitischer Kurswechsel. „Die
Arbeitskosten müssen im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig werden.
Stetig steigende Sozialabgaben belasten Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie
gefährden Investitionen, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung“,
kritisiert Castrignano. Die Politik müsse zudem die Entwicklung der Staatsquote
im Blick haben: „Ein wettbewerbsfähiger Standort braucht einen handlungsfähigen,
aber schlanken Staat. Wenn es gelingt, Abgabenlast und Staatsausgaben zu
senken, können Unternehmen investieren und Arbeitsplätze schaffen.“
Echter Befreiungsschlag notwendig
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Der IBU-Vorsitzende bleibt optimistisch, erwartet aber
weiteren Reformwillen: „Es scheint, als habe die Politik den Ernst der Lage
erkannt. Jetzt brauchen wir einen echten Befreiungsschlag für mehr
Wettbewerbsfähigkeit. Der industrielle Mittelstand wird diesen Weg konstruktiv
begleiten und unterstützen.“
Quelle: Industrieverband Blechumformung e. V. (IBU), bearbeitet von: Sabine Königl
Warum bewertet der IBU das Reformpaket positiv? Der Verband sieht insbesondere beim Bürokratieabbau und bei den Genehmigungsverfahren wichtige Fortschritte.
Welche Bedeutung hat das Reformpaket für Investitionen? Nach Einschätzung des IBU können vereinfachte Verfahren und die Genehmigungsfiktion Investitionen erleichtern und beschleunigen.
Welche Kritik übt der IBU am Reformpaket? Der Verband hält die bisherigen Maßnahmen für nicht ausreichend und fordert weitere Reformen bei Sozialabgaben und Staatsausgaben.
Welche Ziele verfolgt der IBU mit weiteren Reformen? Im Mittelpunkt stehen eine höhere internationale Wettbewerbsfähigkeit, mehr Investitionen, Beschäftigung und industrielle Wertschöpfung.