GMN zeigt auf der AMB 2026 drei Neuheiten für eine leistungsfähige und prozesssichere Spindeltechnik. Im Mittelpunkt stehen das Edge-Device IDEA-4E für Predictive Maintenance sowie neue Spindelbaureihen für die Aluminium-Hochvolumenzerspanung und das Micromilling. Die Lösungen sollen Wartung planbarer machen und stabile Prozesse bei hohen Leistungs- und Drehzahlanforderungen unterstützen.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Für die Luft- und Raumfahrt zeigt GMN auf der AMB das Spindel-Modell HCS 230i-30000/150 mit einer kraftvollen Leistung von 150 kW S1, Drehzahlen von 30.000 U/min und einer HSK-63-Werkzeugaufnahme.GMN
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IDEA-4E: Predictive Maintenance für Schleif- und Frässpindeln
Mit dem Edge-Device IDEA-4E erweitert GMN sein digitales Ökosystem IDEA-4x um die Fähigkeit, Wartungsprognosen zu erstellen. Es managt die Daten, die die Embedded-Systeme IDEA-4S für Spindeln und IDEA-4Lub für Schmieraggregate erfassen. Die Oberfläche des Edge-PC ist herstellerunabhängig auf allen gängigen Steuerungen installierbar, unter anderem denjenigen von Siemens, Fanuc, Heidenhain und Mitsubishi.
Aus den Messdaten ermittelt IDEA-4E den Status der Spindel, bestimmt den besten Servicezeitpunkt und gibt eine konkrete Handlungsempfehlung. In der Motorspindel verbaute Sensoren erheben dazu kontinuierlich Daten zu Temperatur, Drehzahl, Werkzeug-Spannzustand, Schwingungen und axialer Wellenverlagerung.
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Nach dem Prinzip „Customized Digitalization“ wählen Anwender den gewünschten Leistungsumfang – von der Einbindung einzelner Komponenten bis zur schlüsselfertigen Full-Service-Integration. Die Informationshoheit liegt beim Kunden: Die Daten verbleiben auf seiner Maschine, optional kann er sie für Hybrid- und Cloudlösungen nutzen.
Eine Beispielrechnung veranschaulicht den Nutzen: Ohne Edge-Device steht eine Maschine bei einem Spindelschaden rund zwei Tage still, mit IDEA-4x lässt sich die Unterbrechung verlässlich auf einen planbaren halben Tag reduzieren, verspricht GMN.
Robuste Aerospace-Spindel für die Hochvolumenzerspanung
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Für die Aluminium-Hochvolumenzerspanung von Integralbauteilen präsentiert GMN auf der AMB die Hochfrequenz-Motorspindel HCS 230i-30000/150. Sie bietet 150 kW S1, Drehzahlen bis 30.000 U/min und eine HSK-63-Werkzeugaufnahme. Ein weiterentwickelter Rotor mit vereinfachter Bauweise verkürzt die Einbaugröße um 30 mm und senkt das Gewicht, heißt es.
Hohe dynamische Steifigkeit und thermische Robustheit sorgen laut GMN für stabile Prozesse auch bei hohen Temperaturen; bei Aluminium sind Abtragsvolumina von rund 12 bis 14 l/min möglich. Die Baureihe umfasst sechs Typen mit 80, 120 und 150 kW – wahlweise HSK-63 bei 30.000 U/min oder HSK-100 bei 20.000 U/min.
Am Stand ist der Spindeltyp mit integriertem IDEA-4S und dem Schmieraggregat PRELUB GP PLUS zu sehen.
Micromilling: Hochpräzision bei höchsten Drehzahlen
Die neue kompakte Hochfrequenzspindel UHC 120-45000/18 für das Mikrofräsen.GMN
Die dritte Neuheit richtet sich an Zerspaner in der Mikrobearbeitung: Die UHC 120-45000/18 ist eine kompakte Hochfrequenzspindel für automatischen Werkzeugwechsel mit HSK-E 40-Aufnahme. Sie liefert 18 kW S1-Leistung bei bis zu 45.000 U/min.
Bei nur 120 mm Hülsendurchmesser verbindet die Innovation hohe Steifigkeit und Drehzahlen mit einer großen thermischen Stabilität und einem hochpräzisen dynamischen Rundlauf – bei minimalen Toleranzen, so GMN. Ein induktiver, nach dem Wirbelstromprinzip arbeitender Sensor überwacht das Spindelnasenwachstum im Prozess. Ein optional anschließbarer externer Schwingungssensor erkennt zusätzlich Instabilitäten im Prozess und warnt vor Kollisionen.
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Die Baureihe richtet sich an Anwender aus dem Werkzeug- und Formenbau, der Mikroelektronik, Medizintechnik und der Optikindustrie.