Große, schwere Bauteile mit Genauigkeiten bis in den Mikrometerbereich: Die Schittl GmbH aus Deutsch Kaltenbrunn in Österreich zeigt, wie Prozessintegration in der modernen Zerspanung funktioniert. Mit Maschinen von DMG Mori – allen voran der CVG 13 – verbindet das Unternehmen hohe Zerspanleistung, automatisierte Fertigung und hochpräzises Vertikalschleifen.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Die Vertikalschleifmaschine TAIYO KOKI CVG 13 ermöglicht der Schittl GmbH ganz neue Herangehensweisen im Fertigungsprozess in höchster Präzision.DMG Mori
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Summary: Die Schittl GmbH aus Österreich hat ihren Maschinenpark mit DMG MORI gezielt auf komplexe, hochpräzise Bauteile ausgerichtet. Besonders die CVG 13 ermöglicht Vertikalschleifen bis 2 µm Genauigkeit und wird zum zentralen Baustein einer durchgängigen Prozessstrategie.
Prozessintegration – Fertigungsprozesse beschleunigen und die Qualität steigern
Als klassischer Fertigungsdienstleister hat Schittl in seiner Historie einen Wandel hin zu immer anspruchsvolleren Aufträgen erlebt. „Besonders nach der Wirtschaftskrise 2008 war dies erforderlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Geschäftsführer Roman Gradwohl. Er leitet das von seinem Schwiegervater gegründete Unternehmen seit 2011. Der Plan, hochwertigere und komplexere Bauteile zu fertigen, habe umfangreiche Investitionen erfordert – in die Weiterbildung der Fachkräfte wie auch in moderne Fertigungstechnologie. „Solche Investitionen müssen für uns immer einen spürbaren Fortschritt mit sich bringen.“ Damit bezieht er sich auf integrierte Prozesse wie die 5-Achs-Simultanbearbeitung inklusive hoher Zerspanleistungen und die integrierte Dreh-Fräsbearbeitung. „Unser Ziel besteht darin, Fertigungsprozesse zu beschleunigen und die Qualität idealerweise kontinuierlich zu steigern.“
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„Gerade für die großen und schweren Bauteile bis zu einem Durchmesser von 1.350 mm und 700 mm Länge ist das Vertikalschleifen das Mittel der Wahl. Die erreichten Genauigkeiten auf der CVG 13 von 2 μm können wir auf unseren Messmaschinen dokumentieren“, sagt Roman Gradwohl, Geschäftsführer der Schittl GmbH.DMG Mori
Den Anfang der technologischen Neuausrichtung machte Schittl mit zwei DMU 85 monoBLOCK. Die 5-Achs-Simultan-Bearbeitungszentren erlaubten dem Team fortan eine effiziente und präzise Fertigung von Bauteilen mit bis zu ø 1.040 mm Durchmesser und komplexen Geometrien. Für noch größere Werkstücke folgten eine DMF 360 und eine DMU 340 Gantry. „Die Zerspanleistung der DMF 360 ist so hoch, dass wir Bearbeitungszeiten beinahe halbieren konnten“, so Roman Gradwohl. Auf der großen Gantry-Maschine mit Verfahrwegen von 3.400 × 2.800 × 1.250 mm fertigt Schittl beispielsweise hochgenaue Maschinenbetten. „Sie ist für uns der perfekte Kompromiss aus Genauigkeit, Baugröße und Zerspanleistung.“
Automatisierte 5-Achs-Bearbeitung für mannlose Nachtschichten
Eine automatisierte 5-Achs-Bearbeitung hat Schittl auf einer CMX 70 realisiert. Roman Gradwohl über den Mehrwert: „Im Kleinteilebereich bei Losgrößen bis zu 100 ist das Palettenhandling PH 150 eine große Unterstützung, weil wir mehrere Paletten rüsten und die Maschine auch in mannlosen Nachtschichten laufen lassen können.“
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In der Drehbearbeitung setzt Schittl auf Dreh-Fräszentren der CTX beta TC- und CTX gamma TC-Baureihen. Hier können wir die Bauteile in einem Durchgang von allen 6 Seiten fertig bearbeiten. Um die geforderte Präzision zu erreichen, folgt nach dem Vordrehen und Fräsen eine Schleifbearbeitung. Bei kleinen Werkstücken bietet sich dafür ein entsprechender DMG MORI Technologiezyklus an. Jedoch werden auf der CTX gamma 2000 TC vor allem Bauteile mit bis zu 700 mm Länge und bis zu ø 700 mm Durchmesser bearbeitet. „Derart große und schwere Teile lassen sich in vertikaler Position besser schleifen, weil die Schwerkraft keinen Einfluss auf die Ergebnisse hat“, verweist Roman Gradwohl auf die CVG 13.
CVG 13 - vertikales Schleifen bis 2 μm
Eine automatisierte 5-Achs-Bearbeitung hat Schittl auf einer CMX 70 U mit PH 150 realisiert. Für die mannlose bzw. mannarme Fertigung verfügt der PH 150 über 8 Palettenplätze.DMG Mori
Mit einem maximalen Schleifdurchmesser von ø 1.350 mm und einer Werkstückhöhe von bis zu 700 mm kann Schittl die CVG 13 für ein extrem breites Bauteilspektrum einsetzen, beispielsweise Spindelköpfe oder Komponenten von Schneckengetrieben. „Genauigkeiten von bis 2 μm können wir bei den Bauteilen mit unserer Messmaschine dokumentieren. Ideal für die Werkstücke, die wir zum Beispiel auf der CTX gamma 2000 TC fertigen“, bemerkt Roman Gradwohl. Die Multiprozess-CNC-Vertikalschleifmaschine sei sowohl für das Rundschleifen von Innenund Außendurchmessern geeignet als auch für das Planschleifen. „Durch eine In-Prozess-Messung sind einwandfreie Ergebnisse garantiert.“
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Vertikalschleifen in den Fertigungsprozess integriert
In Summe liefert die CVG 13 so gute Ergebnisse, dass Schittl ganze Prozesse auf die Schleifmaschine hin ausgerichtet hat, wie Roman Gradwohl ausführt: „Die Dreh- Fräszentren benutzten wir für die Schruppund Schlichtbearbeitung mit Schleifaufmaß. Ebenso die Passungen. Die absolute Präzision kommt dann auf der CVG 13.“ Auf diese Weise könne man die Multiprozess- CNC-Schleifmaschine optimal auslasten.
Auch künftig in Fortschritt investieren
Die Investition in die CVG 13 hat genau den nachhaltigen Fortschritt erbracht, den Roman Gradwohl von jeder Investition erwartet. Daran werde er auch in Zukunft festhalten. „Derzeit steht eine Erweiterung unserer Produktionsfläche an. Dann können wir die Technologiebereiche neu aufteilen und Platz schaffen.“ Eine weitere DMU 340 Gantry sei bereits im Gespräch und auch im Schleifen könne er sich eine weitere Anschaffung vorstellen: „Mit der CVG 9 könnten wir unsere Schleifkapazitäten im Bereich kleiner Werkstücke weiter ausbauen.“
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Material von: DMG Mori, bearbeitet von: Annika Ostermeier
FAQ zu Vertikalschleifen und Zusammenarbeit mit DMG Mori
Warum setzt Schittl auf DMG Mori? Schittl nutzt DMG Mori, um anspruchsvolle Zerspanungsaufgaben effizienter, präziser und prozessintegriert umzusetzen. Der Maschinenpark deckt Fräsen, Drehen, Dreh-Fräsen, Automatisierung und Schleifen ab.
Welche Rolle spielt die CVG 13 von DMG Mori? Die CVG 13 ist bei Schittl das zentrale System für hochpräzises Vertikalschleifen großer und schwerer Bauteile. Sie ermöglicht Genauigkeiten bis 2 µm und ergänzt ideal die vorgelagerten Dreh- und Fräsprozesse.
Welche Bauteile bearbeitet Schittl auf den DMG- Mori-Maschinen? Schittl fertigt unter anderem Präzisionskomponenten für die Automatisierungs- und Energietechnik. Dazu gehören große, komplexe und hochgenaue Werkstücke wie Maschinenbetten, Spindelköpfe oder Komponenten von Schneckengetrieben.
Wie profitiert Schittl von der Automatisierung mit DMG Mori? Durch automatisierte 5-Achs-Bearbeitung mit Palettenhandling kann Schittl mehrere Paletten rüsten und Maschinen auch in mannlosen Nachtschichten produktiv laufen lassen. Das steigert die Auslastung und schafft mehr Flexibilität in der Fertigung.
Was macht Vertikalschleifen bei großen Bauteilen besonders interessant? Bei großen und schweren Werkstücken bietet das Vertikalschleifen Vorteile, weil die Bauteile stabil in vertikaler Position bearbeitet werden können. Dadurch lassen sich hohe Genauigkeiten prozesssicher erreichen und dokumentieren.