Tebis-Maschinenbibliothek

Die Tebis-Maschinenbibliothek umfasst über 800 virtuelle Maschinenmodelle in 3.000 Varianten – inklusive Mehrachsenmaschinen, Multifunktionsmaschinen wie Dreh-Fräsmaschinen und Drehmaschinen mit Haupt- und Gegenspindel. - Bild: Tebis

Moderne Fertigungsprozesse sind hochkomplex. Da gibt es zunächst die reine "Hardware", also Maschinen, Werkzeuge, Spannmittel, Aggregate, Werkzeugwechsler. Bei der Bearbeitung muss genau bekannt sein, welche Bauteile sich mit welchen Maschinen und Werkzeugen auf welche Weise absolut effizient und kollisionsfrei fertigen lassen. Und schließlich müssen alle Aufträge übergreifend – im eigenen Unternehmen genauso wie bei den Lieferanten – präzise steuerbar sein. Nur so ist sichergestellt, dass sämtliche Ressourcen optimal genutzt werden.

Tebis finden Sie vom 18. bis 22. September 2018 auf der Messe AMB in Stuttgart in Halle C2 an Stand B25.

Digitale Prozessbibliotheken in Tebis

Wesentliches Kennzeichen fortschrittlicher Simulationstechnologien ist, dass sich die reale Fertigungsumgebung ohne Wenn und Aber detailgetreu in der virtuellen Welt abbilden lässt: In der Tebis Maschinenbibliothek sind alle marktüblichen Maschinentypen unterschiedlicher Hersteller mit ihren geometrischen und kinematischen Eigenschaften hinterlegt. Tebis Werkzeugbibliothek enthält alle Werkzeuge, mit denen ein Unternehmen arbeitet; Präzision ist Programm: Tebis berücksichtigt die Konturen der Werkzeuge absolut genau. Moderne Hochleistungswerkzeuge – zum Beispiel HPC-Fräser zum Schruppen, HFC-Fräser zum Schlichten und Vorschlichten oder Kreissegmentfräser zum Schlichten – lassen sich so perfekt nutzen. Seit der Release 6 verfügt Tebis zudem über eine Aggregatebibliothek für weitere Zusatzeinrichtungen wie Backenfutter, Lünette und Spitze sowie Maschinentische, Anbauten und Trennwände. Auch virtuelle Spannmittel sind Teil des CAD/CAM-Systems.

Planen und programmieren mit virtueller Maschine

Simulator
Die Prüfung erfolgt vor dem Postprocessing. Zeitaufwendige und kostenintensive Einfahrprozesse entfallen. - Bild: Tebis

Da die virtuelle Tebis-Welt die reale Fertigungsumgebung eins zu eins widerspiegelt, lassen sich die Vorteile der Simulationstechnologie von der Planung bis in die Werkstatt voll ausnutzen. So können bereits bei der Planung mögliche Kollisionen ermittelt und korrigiert werden – die NC-Programmierung startet gleich mit den geeigneten Aufspannungen, Werkzeugen und Anstellrichtungen. Der Simulator ist vollständig in die CAD/CAM-Umgebung integriert. Simulation und Kollisionsprüfung lassen sich so noch vor dem Postprocessing durchführen. Durch die einzigartige Tebis Maschinentechnik ist das wesentlich komfortabler, sicherer und effizienter, als den NC-Code zu simulieren und Anpassungen im steuerungsspezifischen NC-Format durchzuführen.

Finale zum "Dreher des Jahres 2018"

Wer gewinnt den renommierten Branchenwettbewerb, wer wird "Dreher des Jahres 2018"? Schauen Sie bei uns - Halle 4, Stand B91 - vorbei, wenn die fünf Finalisten am 20. September live vor Publikum ihr Können zeigen und um den begehrten Titel kämpfen.

Realitätsgetreue Simulation

Der CNC-Simulator prüft das komplette Bearbeitungsszenario: Dazu gehören Maschinen, Köpfe, Spannmittel, Aggregate, Anbauten, Bauteil, Rohteil, Werkzeuge, Werkzeugwechsel, Gültigkeit der Arbeitsebenen, Aufspannungen, Startpunkte und Anschlussbedingungen, Endschalter-Limitationen, Achs- und Verfahrbewegungen mit sämtlichen Zustellungen und Zwischenbewegungen sowie die Bearbeitungsplausibilität.

CNC-Simulator
Der CNC-Simulator prüft alle Komponenten, alle Positionen und alle Bewegungen. - Bild: Tebis

Der NC-Programmierer entscheidet anwendungsorientiert, ob er gefundene Konflikte akzeptiert oder komfortabel ohne Neuberechnung beheben möchte. In der Werkstatt informiert sich der Maschinenbediener über Roh- und Bauteilgeometrien, über Aufspannungen und die verwendeten Werkzeuge. Und wenn die Bearbeitung doch einmal kurz vor knapp angepasst werden muss – etwa weil eine Maschine ausgefallen ist oder Werkzeuge aussortiert worden sind – so ist das problemlos möglich. Technologiedaten wie Vorschübe oder Spindeldrehzahl, Aufspannungen oder die Abarbeitungsreihenfolge bis hin zu einem Maschinenwechsel lassen sich schnell und einfach ändern. Die Werkzeugwege werden mit einem Mausklick erneut auf Kollision geprüft und über die integrierten Postprozessoren ausgegeben.

MES für effizientes Fertigungsmanagement und digitale Auftragssteuerung

Die CAD/CAM-Software mag noch so gut sein – wer seine Aufträge gemäß Industrie 4.0 voll digital und hochautomatisiert planen, abwickeln und steuern möchte, kommt um eine integrierte MES-Lösung (Manufacturing Execution System) nicht herum. Deshalb ist die MES-Lösung ProLeiS fester Bestandteil der Tebis Software-Entwicklung. Hier sind die Fertigungsumgebung, die Verfügbarkeit der Ressourcen, das Fertigungswissen, die Fertigungsdauer sowie die Erkenntnisse aus zurückliegenden Projekten gespeichert. Zudem sind sämtliche Auftragsabläufe inklusive Materiallogistik und Termine hinterlegt – und zwar nicht nur die des eigenen Unternehmens, sondern auch die der Lieferanten und Dienstleister. ta