Wilfried Schäfer

Wilfried Schäfer, Geschäftsführer Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken. - Bild: VDW

Dabei zogen die Inlandsbestellungen um 31 Prozent an, die Auslandsorders wuchsen um 5 Prozent. In den ersten drei Quartalen 2017 stieg der Auftragseingang insgesamt um 3 Prozent. Die Inlandsaufträge verloren 2 Prozent. Der Auslandsauftragseingang stieg um 5 Prozent. Dabei laufen Zerspanung und Umformtechnik gleichermaßen gut.

"Die gute Entwicklung unserer Bestellungen zeigt sich noch ausgeprägter am aktuellen Rand", kommentiert Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) in Frankfurt am Main, das Ergebnis.

Im September waren die Bestellungen in allen drei Aggregaten zweistellig gestiegen und verzeichneten damit den stärksten Zuwachs im laufenden Jahr. Insbesondere die Inlandsbestellungen schossen um 46 Prozent nach oben und machten damit die bisherigen Jahresverluste 2017 in nur einem Monat fast wett. "Damit ist der Turnaround, den wir für das zweite Halbjahr erwartet haben, eingeläutet", sagt Schäfer. "Nicht zuletzt sehen wir den Effekt einer sehr erfolgreichen EMO Hannover, die Aufträge mit einem erheblichen Volumen angestoßen hat", so Schäfer.

Bei den ausländischen Bestellungen haben Euro- und Nicht-Euro-Länder im dritten Quartal gleichermaßen 5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2016 geordert. Der Euroraum setzt seine schon länger anhaltende Aufschwungphase fort. Treiber sind südeuropäische Märkte wie Spanien, Frankreich und Italien. Auch die großen Leitmärkte China und USA laufen sehr gut. Im Geleitzug Chinas ziehen auch die anderen asiatischen Märkte wieder an.

Im Oktober waren knapp 92 Prozent der Branchenkapazitäten ausgelastet. Die Beschäftigung lag zuletzt bei rd. 70.360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und damit 3 Prozent über Vorjahr.

„Die Branche blickt optimistisch nach vorn. Wir erwarten für das Gesamtjahr ein Produktionsplus von 3 Prozent“, bekräftigt VDW-Geschäftsführer Schäfer. „Automatisierung, Digitalisierung oder die Verschiebung der Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie von den Herstellern zu den Zulieferern bieten große Chancen, be-nötigen jedoch auch große Anstrengungen seitens der Unternehmen, um sie erfolgreich zu bewältigen“, sagt er abschließend. nh