Yasda YMC 650

Die YMC 650 basiert auf den Baugruppen der YMC 430 mit geänderter Achsanordnung, größerem Bearbeitungskubus und Linearantrieben in allen Achsen. - Bild: fertigung

Die YMC 650 ist momentan dreiachsig verfügbar, aber wie die YMC 430, später auch fünfachsig lieferbar. Ihre Vorteile hat die YMC 650 bei einem stabilen und hochgenauen Grundaufbau der Maschine und den Achsen, dem aufwendigen System zur Vermeidung von Wärmeverzug, der mit vielen eigenen Makros ausgestatteten Steuerung und dem hohen Eigenfertigungsanteil in den Baugruppen, was mit zur Langzeitstabilität der Maschine beiträgt.

Maschinenaufbau

Kugelfräser mit Durchmesser 0,6 mm
Beim Maschinen-Check wurde eine gehärtete Stahlform (HRC 54) mit einem Kugelfräser mit Durchmesser 0,6 mm bearbeitet. Die erzielte Oberflächengüte lag bei Ra= 0,3 µm. - Bild: fertigung

Der Aufbau der Maschine besteht aus den in Grauguss gegossenen Elementen Bett und Ständer, wobei das Bett mit vier Schwingelementen auf dem Hallenboden aufsitzt und die Ständereinheit als H-Gestell mit eingeschabten Flächen auf dem Bett aufliegt. Die H-Ausführung des Ständers, mit stabilen Seitenwangen, ergibt einen symmetrischen Aufbau und gute Abstützung der auf das Gestell einwirkenden Kräfte. Prinzipiell ist der gleiche Aufbau auch im Bett vorhanden. Im Ständer und Bett sind Kanäle eingegossen, deren Innenwände von einem temperierten Ölstrom bespült werden, der die Wärme aus den Baugruppen abführt. Dieses Prinzip ist bei Yasda ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb und Bestandteil des „ausgetüftelten“ Systems zur Vermeidung von Wärmeverzug. Auch der konstruktive Aufbau, als H-Ausführung, trägt zur Thermostabilität bei und bewirkt homogene Verhältnisse in den Gestellbaugruppen. Das Kühlöl für alle gekühlten Baugruppen wie Direktantriebe, Spindelkopf, Bett und Ständer wird in einem Aggregat neben der Maschine bereitgestellt, auf einem gleichen Niveau gehalten und der Raumtemperatur nachgeführt.

Rahmendesign und Maschinenstruktur
Das symmetrische Rahmendesign und die steife Maschinenstruktur (H-Bauweise) sind Voraussetzungen für die Mikrobearbeitung. - Bild: Tecno.team

Ein weiteres Highlight ist die von Yasda mitentwickelte 8-fach-Linearführung, die in allen Linearachsen eingebaut ist. Sie ist als Kugelführung ausgelegt und hat acht Kontaktflächen für die Linearschuhe pro Führungsbahn, was eine steifere Abstützung bewirkt. Die 8-fach-Auflage wirkt sich auch positiv auf die Langzeitgenauigkeit in den Achsen aus, da sie den Waving-Effekt, das heißt dem Verschleiß auf der Führungsbahn entgegenwirkt.