24/7 auf Abruf: CNC-Welcker automatisiert mit Hermle RS 2
Klein- bis Mittelserien, lange Abrufzyklen, höchste Präzision: CNC-Welcker setzt auf das Robotersystem RS 2 von Hermle mit zwei adaptierten C 32 U. Ergebnis: längere Laufzeiten, stabile Qualität und reproduzierbare Fertigung per Knopfdruck.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Das Lohnfertigungsunternehmen CNC-Welcker baute eine neue Halle für das Robotersystem RS 2 mit zwei adaptierten C 32 U von Hermle.Hermle)
Anzeige
Der Lohnfertiger CNC-Welcker hat sich auf die Bereiche Medizintechnik,
Luftfahrt, optische Industrie, Gas- und Mikroscantechnik sowie den Maschinen-
und Anlagenbau spezialisiert. Das Versprechen: perfekte Qualität zu liefern,
auch wenn zwischen den Aufträgen viel Zeit verstreicht. Dank Robotersystem RS 2
von Hermle mit den beiden adaptierten 5-Achs-Bearbeitungszentren C 32 U
erreicht das Unternehmen sein Ziel mittlerweile mühelos.
Zeitumstellung oder
Schlussverkauf – manche Dinge sind selten, wiederholen sich aber regelmäßig.
„Genauso ist es auch bei einigen unserer Kunden“, sagt Geschäftsführer Torsten
Welcker. „Für sie fertigen wir auf unseren Maschinen Bauteile in kleinen bis
mittleren Stückzahlen, oft wiederkehrend über mehrere Jahre, komplex und
manchmal auch nur ein paar Dutzend Werkstücke.“ Der Diplom-Ingenieur leitet
seit 1995 die CNC-Zerspanungstechnik Welcker GmbH in Reichelsheim in der
Wetterau mit mehr als 20 Mitarbeitenden. Gegründet wurde das Unternehmen 1973
durch seinen Vater Erich, der sich mit Meisterbrief und Drehmaschine im Keller
des Wohnhauses einen Traum erfüllte.
Anzeige
Schon damals immer im Fokus:
Präzision und Wiederholgenauigkeit. „Wir setzen auf Qualität. Unsere Kunden
können sich darauf verlassen, dass wir auch Folgeaufträge mit höchster
Akkuratesse erfüllen“, betont Betriebsleiter Bernd Schuff. Aber gerade bei
Bauteilen, die nur selten zerspant werden, bedeutet das einen hohen Aufwand.
Wissen über spezifische Anforderungen ist nicht immer sofort bei den Beschäftigten
präsent, die Wahrscheinlichkeit von Fehlern steigt.
Der Lohnfertiger CNC-Welcker hat sich auf die Bereiche Medizintechnik, Luftfahrt, optische Industrie, Gas- und Mikroscantechnik sowie den Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert. Das Versprechen: perfekte Qualität zu liefern, auch wenn zwischen den Aufträgen viel Zeit verstreicht. Dank Robotersystem RS 2 von Hermle mit den beiden adaptierten 5-Achs-Bearbeitungszentren C 32 U erreicht das Unternehmen sein Ziel mittlerweile mühelos.
Maschinenlaufzeiten und Reproduzierbarkeit deutlich erhöht
„Deswegen setzen wir inzwischen
auf Automation“, sagen Torsten Welcker und Bernd Schuff unisono. Das Ziel: Am Vormittag
kümmern sich die Fachkräfte um das Programmieren sowie Rüsten der Anlagen und
bereiten alles für die personenlose Schicht vor. „Das funktioniert sehr gut.
Damit erreichen wir deutlich verlängerte Maschinenlaufzeiten und zum anderen eine
bis dato nie gekannte Reproduzierbarkeit“, betont Geschäftsführer Welcker und
nennt auch gleich ein Beispiel: „Für einen Kunden fertigten wir auf unserer
vollautomatisierten Anlage ein komplexes Bauteil mit einem dreiseitigen
Prüfplan auf das Hundertstel genau. Ein Jahr später kam der Folgeauftrag, wir
starteten die Zerspanung mit einem Knopfdruck und bereits das erste Werkstück
war ein Gutteil. Das macht richtig Spaß.“
Anzeige
Von der C 600 U zur Automation: Präzision und Prozesssicherheit mit Hermle
Mit der C 22 UP und ihrem Palettenwechsler PW 150 stieg CNC-Welcker 2015 ins Thema Automatisierung ein.Hermle)
Seit 20 Jahren setzt CNC-Welcker
auf Präzision aus Gosheim. „2005 stiegen wir mit der C 600 U von Hermle ins
Thema 5-Achs-Bearbeitung ein“, erklärt der Geschäftsführer. „Ich war von den
Möglichkeiten komplett überzeugt.“ Diese Werkzeugmaschine ist seither ein
wichtiger Bestandteil des Technikparks. „Es ist eine der Anlagen, die am
wenigsten ausfällt“, weiß Bernd Schuff. „Aber wenn mal etwas verschleißt oder kaputt
geht, ist der Service von Hermle hervorragend. Ich kenne nichts Vergleichbares
auf dem Markt. Das hat uns schon ein paar Mal den Kopf aus der Schlinge
gezogen.“ In den folgenden Jahren kamen zwei C 20 U dazu, um die Vorteile der
5-Achs-Bearbeitung weiter auszureizen.
Eine C 22 UP mit adaptiertem
Palettenwechsler PW 150 war 2015 für das Unternehmen der erste Schritt in
Richtung automatisiertes Fräsen. „Die Hermle Maschine passt perfekt zu unseren
Bauteilgrößen“, sagt Torsten Welcker. Dank des Palettenwechslers mit elf
Plätzen fertigt der Betrieb damit personenlos über Nacht und produziert
komplexe Aluminium-Präzisionsteile bei Mittelserien in kurzer Zeit. „Mit der
Anlage wird es leichter, die geforderte Qualität dauerhaft zu halten. Denn
selbst der beste Werker schafft nicht diese hohe Reproduzierbarkeit“, bemerkt Bernd
Schuff. Torsten Welcker ergänzt: „Trotzdem ist die Anlage natürlich immer nur
so gut wie der Mensch davor. Es muss einfach beides zueinander passen.“
Anzeige
Deswegen setzt der Betrieb
konsequent auf Weiterbildung. „In den ersten drei Monaten dieses Jahres nahmen
unsere CNC-Fräser schon an vier CAM-Schulungen teil. Wir scharen gern Menschen
um uns, die richtig Lust auf Zerspanung haben, die Neues ausprobieren und sich
weiterentwickeln wollen“, unterstreicht Torsten Welcker.
Robotik als Wachstumstreiber: CNC-Welcker baut Kapazität aus
47 Matrizen und acht Paletten im Robotersystem, 750 Werkzeuge in den Bearbeitungszentren – die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt.Hermle)
Der Schritt zum
Einzelteilehandling mit dem Robotersystem RS 2 von Hermle war unausweichlich. „Warte
ich, bis der Auftrag kommt, um dann eine Maschine zu kaufen, oder gehe ich in
Vorleistung und stelle die Kapazität bereit?“, überlegt Torsten Welcker und
beantwortet die Frage gleich selbst: „Wir haben uns dafür entschieden zu
investieren.“ 2019 baute der Betrieb eine neue Halle, die Platz für das
Robotersystem und zwei adaptierte 5-Achs-Bearbeitungszentren C 32 U bietet.
Gestartet ist Welcker mit einer Werkzeugmaschine. Anderthalb Jahre vor dem
Start der Covid-19-Pandemie gewann der Betrieb einen großen Kunden im Bereich
Beatmungsgeräte und fertigte die Bauteile auf der Anlage nun vollautomatisch.
„Mit Start der Pandemie
mussten wir die Kapazitäten deutlich erhöhen und wollten die zweite C 32 U so
schnell wie möglich beschaffen“, blickt Bernd Schuff zurück. Gerade einmal zwei
Monate dauerte es, bis die Gosheimer Anlage aufgestellt wurde. „Und weitere
sechs Wochen später war sie – ebenso wie unsere erste C 32 U – komplett
ausgelastet. Die Maschinen liefen rund um die Uhr“, erinnert sich Torsten
Welcker.
Anzeige
Bestens aufgestellt für die Zukunft
Etwa 750 Werkzeuge befinden
sich in den beiden doppelten Zusatzmagazinen ZM462. „Damit können wir jede
Aufgabe zuverlässig erfüllen“, betont der Betriebsleiter. Das Robotersystem RS
2 bietet Platz für 47 Matrizen und acht Paletten, die Greif- und Spanntechnik ist
für die vollautomatische 24/7-Fertigung ausgelegt – sowohl für das Handling von
Einzelteilen wie auch von Paletten.
„Wir können damit weit über 100
verschiedene Aufträge vorrüsten und einfach per Knopfdruck starten, das reicht
locker für das Wochenende“, freut sich der Geschäftsführer. „Damit sind wir für
die Zukunft bestens aufgestellt.“
FAQ: Automation und Abruffertigung bei CNC-Welcker
Was ist die größte Herausforderung bei selten wiederkehrenden Abrufaufträgen? - Bei langen Zeitabständen zwischen den Aufträgen steigt der Aufwand für Rüsten, Programmieren und Qualitätsabsicherung – zudem ist spezielles Prozesswissen nicht immer sofort präsent, was das Fehlerrisiko erhöht.
Wie stellt CNC-Welcker die geforderte Wiederholgenauigkeit sicher? - Durch standardisierte Prozesse, konsequente Qualitätsorientierung und den Einsatz automatisierter Fertigungslösungen, die eine sehr hohe Reproduzierbarkeit auch nach längeren Pausen ermöglichen.
Welche Rolle spielt die 5-Achs-Bearbeitung im Unternehmen? - Sie ist seit 2005 ein zentraler Baustein der Fertigung. Mit Hermle Maschinen wie der C 600 U sowie weiteren 5-Achs-Zentren konnte CNC-Welcker komplexe Bauteile wirtschaftlich und präzise herstellen.
Warum setzt CNC-Welcker auf Automation und personenlose Schichten? - Automation verlängert die Maschinenlaufzeiten deutlich und sorgt für konstant stabile Qualität. So können Aufträge effizient abgearbeitet werden – auch nachts oder am Wochenende – ohne dass permanent Personal an der Maschine stehen muss.
Was bringt das Robotersystem RS 2 mit zwei adaptierten C 32 U konkret? - Die Anlage ermöglicht eine vollautomatische 24/7-Fertigung, das Vorbereiten vieler unterschiedlicher Aufträge und einen schnellen Neustart per Knopfdruck – inklusive hoher Prozesssicherheit und reproduzierbarer Ergebnisse.