Zerspanen mit System

Zinseszins der Zerspanung: Wie gute Ausstattung sich doppelt auszahlt

CNC-Maschinen sind bei Christian Meyer mehr als Produktionsmittel: Sie entscheiden über Qualität, Effizienz und Motivation im Team. Mit gut ausgestatteten Hurco-Maschinen will der Betrieb Fachkräfte entlasten und stabile Prozesse sichern.

Sieben Maschinen von Hurco stehen inzwischen in der Betriebshalle: vier 3-Achs- und drei 5-Achs-Bearbeitungzentren.
Sieben Maschinen von Hurco stehen inzwischen in der Betriebshalle: vier 3-Achs- und drei 5-Achs-Bearbeitungzentren.

Oft entscheidet nicht nur der Umfang der Auftragseingänge über den Erfolg, sondern vor allem das Zusammenspiel im Team. Wer täglich an CNC-Maschinen steht, merkt sehr schnell, ob die Ausstattung zu den eigenen Fähigkeiten passt – oder ob man sich eher gegen die Technik behaupten muss. „Ich vermeide von Anfang an, dass Unzufriedenheit im Team entsteht, weil es mit einer Sparausstattung arbeiten muss“, berichtet Geschäftsführer Christian Meyer von der Meyer CNC Zerspanungstechnik GmbH. „Der Facharbeiter von heute weiß, was möglich ist. Wer Top-Ergebnisse erwartet, muss dafür sorgen, dass das Werkzeug stimmt.“

Sieben Maschinen des Unternehmens Hurco stehen in seiner Betriebshalle: vier 3-Achs- und drei 5-Achs-Bearbeitungzentren. Das Spektrum der bearbeiteten Bauteile reicht von einfachen Leisten bis hin zu komplexen Baugruppen mit Passungen, Querbohrungen und engen Maßketten. Meist geht es um Einzelteile und Kleinserien für den Sondermaschinenbau; dazu kommen Aufträge aus der Lebensmittel- und Medizintechnik, bei denen Oberflächen eine entscheidende Rolle spielen. Edelstahl sei „ein völlig anderes Thema“ als Baustahl oder technische Kunststoffe – vor allem, wenn es um gleichbleibende Qualität im Hundertstelbereich geht, urteilt Meyer.

Neben Einzelteilen und Kleinserien für den Sondermaschinenbau werden Aufträge aus der Le-bensmittel- und Medizintechnik bearbeitet.
Neben Einzelteilen und Kleinserien für den Sondermaschinenbau werden Aufträge aus der Le-bensmittel- und Medizintechnik bearbeitet.

Der Weg zu dieser Ausstattung war ein kontinuierlicher Prozess. Angefangen hat es im Jahr 2000 mit gebrauchten Drehmaschinen, erinnert sich Christian Meyer: „Wir wollten damals einfach loslegen.“ Die erste Maschine von Hurco kam 2007 in den Betrieb, blieb aber nicht lange allein. Seit 2010 wird nur noch neu gekauft, und zwar konsequent gut ausgestattet mit SK40-Aufnahmen, Innenkühlung, Werkzeugwechselmagazin, Späneförderer und bei der Steuerung allen Softwareoptionen, die den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern. Meyer hat damit gute Erfahrungen gesammelt, berichtet er: „Ich habe früh gemerkt: Die Bediener nutzen das komplett aus. Und am Ende zahlt es sich wirtschaftlich aus, weil wir schneller und sicherer programmieren.“

Zinseszins der Zerspanung

Ist Unterstützung nötig, reagiert Hurco verlässlich und schnell.
Ist Unterstützung nötig, reagiert Hurco verlässlich und schnell.

Ein besonderer Vorteil ist für ihn die einheitliche Steuerung bei Hurco. Viele Programme lassen sich über alle Maschinen hinweg nutzen, ohne alles „auf Null“ setzen zu müssen. Das spart Zeit, findet er: „Und es bringt Ruhe rein, denn jeder weiß, wie er vorgeht.“ Die Bediener programmieren direkt an der Maschine, definieren Bearbeitungsschritte, Spannkonzepte und Reihenfolgen eigenständig. Wiederholteile werden gespeichert und bei Bedarf sofort abgerufen – ein Effekt, den er als „Zinseszins der Zerspanung“ bezeichnet: Jeder erfolgreiche Auftrag macht die nächsten effizienter. So kann Christian Meyer Rahmenverträge mit Abrufproduktionsaufträgen jederzeit auch kurzfristig bedienen.

Rund 20 Personen arbeiten bei ihm, darunter in der Regel zwischen drei und fünf Auszubildende. Denn gut ausgebildete Fachkräfte zu haben, gehört für Meyer zu seiner Wachstumsstrategie: „Nachwuchsfachkräfte zu finden, wird nicht leichter. Also bilden wir selbst aus. Wir haben zwei Meister, einen Techniker und auch sonst nur gelernte Facharbeiter beschäftigt.“ Die Maschinen laufen im Zwei-Schicht-System etwa zwölf bis sechzehn Stunden pro Tag. Ohne ein motiviertes Team wäre das kaum zu leisten. Motivation erwartet er auch vom Service seiner Zulieferer: Ersatzteile müssen schnell da sein, Techniker erreichbar sein. „Stillstand ist teuer. Die Partnerschaft mit HURCO bringt uns da viel Ruhe rein“, sagt er. Vieles könne das Team inzwischen selbst erledigen, aber wenn Unterstützung nötig sei, reagiere HURCO verlässlich und schnell.

Für die Zukunft denkt er über eine dritte, mannlose Schicht nach – dann mithilfe einer Beladelösung. „Aber erst, wenn es wirklich passt. Gekauft wird nur, was wir brauchen,“ sagt er. Aber wenn zusätzliche Technik angeschafft wird, dann soll sie auch den Fähigkeiten der Bediener entsprechen. „Gute Ausstattung ist immer auch ein Zeichen von Respekt“, lautet sein Fazit.

FAQ zu CNC-Maschinen bei Meyer

Welche CNC-Maschinen nutzt Meyer? In der Betriebshalle stehen sieben HURCO-Maschinen: vier 3-Achs- und drei 5-Achs-Bearbeitungszentren.Wofür werden die CNC-Maschinen eingesetzt? – Gefertigt werden Einzelteile und Kleinserien, vor allem für den Sondermaschinenbau sowie für Lebensmittel- und Medizintechnik.

Warum ist die Ausstattung der CNC-Maschinen wichtig? Sie soll die Facharbeiter unterstützen, Programmierprozesse beschleunigen und stabile Qualität ermöglichen.

Welche Rolle spielt die Steuerung der CNC-Maschinen? Die einheitliche Steuerung erlaubt es, Programme über Maschinen hinweg zu nutzen und Wiederholteile effizient abzurufen.

Plant Meyer weitere CNC-Maschinen oder Automatisierung? Meyer denkt über eine dritte, mannlose Schicht mit Beladelösung nach, will aber nur investieren, wenn die Technik wirklich passt.