Schleifen

Grinding Hub 2026: Internationale Schleiftechnik-Messe zieht 11.000 Besucher an

Vier Messetage, 462 Aussteller, rund 11.000 Besucher aus 59 Ländern: Die Grinding Hub 2026 hat in Stuttgart ihre Rolle als internationale Leitmesse der Schleiftechnik eindrucksvoll bestätigt – und das trotz spürbarem Konjunkturdruck in der Branche.

Die Grinding Hub 2026 schloss mit rund 11.000 Besuchern aus 59 Ländern und 462 Ausstellern erfolgreich in Stuttgart ab.
Die Grinding Hub 2026 schloss mit rund 11.000 Besuchern aus 59 Ländern und 462 Ausstellern erfolgreich in Stuttgart ab.

Summary: Die Grinding Hub 2026 schloss mit rund 11.000 Besuchern aus 59 Ländern und 462 Ausstellern erfolgreich in Stuttgart ab und bestätigte damit ihre Rolle als internationale Leitmesse der Schleiftechnik. Trotz schwieriger Branchenkonjunktur setzte die Messe klare Impulse für Effizienz, Digitalisierung und Automatisierung – und kündigte mit der Grinding Hub Americas 2027 in Cincinnati ihre globale Expansion an.

Schleiftechnik-Branche trifft sich trotz Konjunkturdruck in Stuttgart

Die internationale Schleiftechnikbranche steht unter erheblichem wirtschaftlichen Druck: 2025 sanken die Auftragseingänge um rund 5 %, die Produktion ging um 19 % zurück, die Exporte sogar um 24 %. Zum Jahresbeginn 2026 brachen die Auslandsaufträge in Januar und Februar um 51 % ein. Dennoch – oder gerade deshalb – war die Resonanz auf die Grinding Hub 2026 bemerkenswert. „Die Schleiftechnik ist konjunkturell gefordert, aber strukturell stark", fasste Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), die Lage zusammen. „Gerade in einem schwierigen Umfeld rücken Innovationen und Investitionen in produktivere Lösungen stärker in den Fokus."

Hohe Besucherqualität und starkes internationales Profil

Besucherinnen und Besucher reisten aus 59 Ländern nach Stuttgart an – besonders stark vertreten waren die Schweiz, Italien, Frankreich, Österreich und die Türkei. Der Auslandsanteil lag bei 38 %. Besonders bemerkenswert: 82 % der Befragten gaben an, an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt zu sein – 37 % davon planen bereits innerhalb der nächsten sechs Monate zu investieren. Damit bot die Grinding Hub nicht nur eine Leistungsschau, sondern einen direkten Zugang zu kaufbereiten Entscheidern aus der Fertigungsindustrie.

Die Kennzahlen der diesjährigen Ginding Hub 2026 zeigen:
Die Kennzahlen der diesjährigen Ginding Hub 2026 zeigen: Vor Ort waren zahlreiche Entscheider aus der Fertigungsindustrie, die sogar im kommenden halben Jahr konkrete Investitionen planen.

Vollbelegte Messehallen: Aussteller zeigen die gesamte Prozesskette des Schleifens

Die Grinding Hub 2026 war ausstellerseitig vollständig ausgebucht und belegte drei Messehallen. Die 462 Unternehmen aus 28 Ländern präsentierten Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Schleifmaschinen und Schleifwerkzeugen über Automation, Messtechnik und Software bis hin zu Digitalisierung, Prozessperipherie und Dienstleistungen. Gleichzeitig fanden auf dem Stuttgarter Messegelände parallel die SurfaceTechnology Germany und die MedtecLIVE statt, was den fachlichen Austausch zusätzlich verdichtete. „Die Grinding Hub ist für uns mehr als eine Messe – sie ist eine zentrale Plattform für den besonders direkten und fachspezifischen Austausch", betonte Felipe Levin, Geschäftsführer der Geibel & Hotz GmbH.

KI-Chatbot Hubi und Grinding Solution Forum: Innovation im Rahmenprogramm

Ein besonderes Highlight der Grinding Hub 2026 war die Premiere des KI-gestützten Chatbots Hubi. Das gemeinsam vom VDW und der aiXbrain GmbH aus Aachen entwickelte System ermöglichte Besuchern eine gezielte Suche nach Ausstellern, Technologien und Anwendungen und verknüpfte passende Programmpunkte direkt mit ihren Interessen. Das neu konzipierte Grinding Solution Forum setzte inhaltliche Akzente: Praxisnahe industrielle Herausforderungen wurden nach dem Prinzip „Herausforderung – Lösung – Erkenntnis" aufbereitet – von Prozessstabilität über Automatisierung bis hin zu KI-Anwendungen und Wirtschaftlichkeit. Interaktive Co-Creation-Workshops ermöglichten direkten Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern.

Nachwuchsförderung: Grinder of the Year 2026 prämiert junge Talente

Die Grinding Hub legte 2026 auch einen klaren Fokus auf den Branchennachwuchs. Beim Wettbewerb "Grinder of the Year 2026" hatten junge Talente die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Gewinner wurde Fabio Schoppet von der K.-H. Müller Präzisionswerkzeuge GmbH, der sich über einen Bildungsgutschein in Höhe von 3.000 Euro freuen konnte. Ergänzt wurde das Programm durch Gemeinschaftsstände wie den Grinding Solution Park Industry, den Grinding Solution Park Wissenschaft, den Grinding Pavilion Switzerland sowie den StartupHub – eine kompakte Verbindung von Industrie, Forschung, jungen Unternehmen und internationalen Partnern.

GrindingHub Americas 2027: Das Konzept geht nach Cincinnati

Der Erfolg des Stuttgarter Formats trägt nun internationale Früchte. Unter dem Motto „Where precision meets progress" findet vom 18. bis 20. Mai 2027 erstmals die GrindingHub Americas in Cincinnati, Ohio, statt – die erste Fachmesse, die sich ausschließlich der Schleiftechnik und verwandten Prozessen auf dem nordamerikanischen Markt widmet. „Die Resonanz auf unsere Informationsveranstaltung zur GrindingHub Americas war außerordentlich positiv", erklärte Roland Bleinroth, Geschäftsführer Messe Stuttgart. Die nächste GrindingHub in Stuttgart findet vom 16. bis 19. Mai 2028 statt.