Neubau in Bremen. - Bild: Materialise

In diesem 3.500-Quadratmeter-Neubau für über 120 Mitarbeiter und über 30 Metall-3D-Drucker hat das neue Materialise-Kompetenzzentrum für die additive Fertigung von Metallen seine Arbeit aufgenommen. - Bild: Materialise

| von Redaktion Fertigung

Materialise, einer der weltweit führenden Anbieter von 3D-Druck-Software- und Dienstleistungen, bezieht sein neues Metall-Kompetenzzentrum für 3D-Druck in Bremen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Belgien investierte rund 7,5 Millionen Euro in das Bauvorhaben. Der in eineinhalb Jahren planmäßig erstellte Neubau erstreckt sich über 3.500 Quadratmeter Fläche. Er bietet Platz für über 120 Mitarbeiter und mehr als 30 industrielle Metall-3D-Drucker sowie zugehörige Anlagen und Geräte zur Abdeckung der gesamten Prozesskette der additiven Metallfertigung. Ein Schwerpunkt bei der Forschung am neuen Standort wird die Steigerung der Nachhaltigkeit des 3D-Drucks sein. Eröffnungsfeierlichkeiten sind pandemiebedingt im September geplant.

Materialise betreibt in Bremen bereits seit 2011 einen Standort zur Entwicklung von Software für den Metall-3D-Druck sowie für deren Vertrieb. Im April 2016 kam in unmittelbarer Nähe ein Fertigungsbereich für den industriellen Metall-3D-Druck hinzu, wodurch das weltweit einzige Metall-Kompetenzzentrum für 3D-Druck des Unternehmens entstand. Der Neubau vereinigt und vergrößert nun diese beiden Bremer Standorte. Durch das Konzept einer integrierten Produktion und Entwicklung werden im neuen Metall-Kompetenzzentrum die Bereiche Forschung, Softwareentwicklung und Fertigung unter einem Dach zusammenarbeiten und wechselseitig noch stärker voneinander profitieren.

Nachfrage nach additiver Fertigung und 3D-Druck-Software

"Der Neubau unseres Metall-Kompetenzzentrums für 3D-Druck war in den letzten Jahren aufgrund laufend steigender Nachfrage immer wichtiger geworden", so Marcus Joppe, Geschäftsführer der Materialise in Deutschland. "Durch die Corona-Pandemie hatte sich der Druck sogar noch verstärkt. Denn angesichts instabiler internationaler Lieferketten hat sich die additive Fertigung auch im Metallbereich als eine Technologie bewiesen, die Unternehmen wegen ihrer Flexibilität und deren Möglichkeiten zur dezentralen On-Demand-Produktion widerstandfähiger macht gegen äußere Krisen. Das hat zu einer Neubewertung und einem Strategiewechsel bei vielen Unternehmen geführt und wird die Nachfrage nach entsprechender additiver Fertigung und 3D-Druck-Software nochmals steigen lassen."

Dr. Ingo Uckelmann und Marcus Joppe. - Bild: Materialise
Dr. Ingo Uckelmann, technischer Leiter Metall-3D-Druck (links) und Marcus Joppe, Geschäftsführer (rechts). - Bild: Materialise

Schwerpunkt ist das Thema Nachhaltigkeit

Dr. Ingo Uckelmann, technischer Leiter Metall-3D-Druck bei Materialise, ergänzt: "Mit dem Metall-Kompetenzzentrum bedienen wir industrielle Kunden in aller Welt. Gleichzeitig führen wir hier Forschungsprojekte durch und entwickeln unsere Softwarelösungen weiter. Durch die verstärkte Integration beider Bereiche können wir nun bei der Software besser von unserer Erfahrung aus den Fertigungsprozessen profitieren. Umgekehrt tragen unsere besonderen Software-Kenntnisse dazu bei, den 3D-Druck kosteneffizient umzusetzen und hochwertige Lösungen in verschiedenen Metallen zu realisieren."

"Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Forschungsarbeit in Bremen wird im Einklang mit den Unternehmenszielen von Materialise das Thema Nachhaltigkeit sein", schließt Markus Joppe. "Denn Metall-3D-Druck ist zwar eine Schlüsseltechnologie, um nachhaltigere Lösungen zu schaffen, etwa durch Leichtbau oder Funktionsverbesserungen. Aber die additive Metallfertigung selbst muss nachhaltiger werden, indem zum Beispiel die Druckprozesse weiter optimiert und energieeffizienter gestaltet werden. Auch eine konsequentere Rückgewinnung und Wiederverwendung von Metallpulverresten zählt zu den Ansatzpunkten."

Quelle: Materialise GmbH

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Die additive Fertigung ermöglicht ganz neue Konstruktionsmöglichkeiten. - Bild: mari1408 - stock.adobe.com

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